Die Internet-Gemeinschaft leukaemie-online.de hat sich seit dem Start im Jahr 2002 zu einer der frequentiertesten Webseiten für Leukämiepatienten und deren Angehörige in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz entwickelt. Um zu ermöglichen, dass sich die "Onliner" direkt kennenlernen, austauschen und sich zu informieren, veranstaltet der Verein alle zwei Jahre ein Treffen von Patienten und Angehörigen. Am 2./3 April 2011 fand das Treffen zum vierten Mal statt. Am diesjährigen Treffen in München nahmen 77 Leukämiepatienten und Angehörige teil, die teilweise auf große Entfernung anreisten - beispielsweise Lübeck, Berlin, Wien und Graubünden/Schweiz.
1 KommentareDie Deutsche CML-Studiengruppe führt zur Behandlungsoptimierung aktuelle mehrere Studien für CML-Patienten mit suboptimalem Ansprechen oder Resistenz auf Tyrosinkinasehemmer durch. Einige der Studien wurden von Prof. Hochhaus beim Leukämie-Online-Treffen 2011 vorgestellt und besprochen. Die Studien nehmen aktuell noch Teilnehmer auf. Die Therapie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem zuweisenden Hämatologen.
Gute Arzt-Patienten-Kommunikation ist ein Schlüssel zu mehr Wirtschaftlichkeit und besseren Therapieerfolgen in der Onkologie, so Dr. Friedrich Overkamp, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) bei der DGHO-Frühjahrstagung in Berlin. "Es ließen sich sicher Kosten einsparen. Wenn es konsequenter gemacht würde, ließen sich sicher auch Rezidive vermeiden und möglicherweise, zum Beispiel bei Patienten mit chronisch myeloischer Leukämie, sogar Heilungen erzielen", so Overkamp.
Die Private Krankenversicherung der Allianz (APKV) testet mit dem "Allianz Arzneimittelservice" ab 1. April 2011 in Bayern die Direktabrechnung von Privatrezepten mit einem Wert von über 1000 EUR mit den Apotheken. Dies verhindere, dass ein an schwerwiegenden Erkrankungen leidenter Versicherter in hohe Vorleistungen gehen müsse. Bei Erfolg des Pilotprojekts soll die Vereinbarung mit dem Deutschen Apothekerverband (DAV) bundesweit ausgerollt werden.
Imatinib bremst die Weiterentwicklung von CML. Informationen über Sterblichkeit und Folgeerkrankungen basierte bisher jedoch meistens auf gesponsorten Studien. Eine italienische Beobachtungsstudie hat nun die Ergebnisse von CML-Patienten vorgestellt, deren Imatinib-Therapie vor 2005 begann und die mindestens zwei Jahre in kompletter zytogenetischer Remission waren. Ziel der Studie war, die Langzeitnebenwirkungen der Imatinib-Therapie zu untersuchen. Der Studie zufolge haben Patienten, die unter Imatinib mindestens zwei Jahre lang eine zytogenetische Remission hatten, eine der normalen Bevölkerung ebenbürtige Lebenserwartung.