Chronische Myeloische Leukämie

Auf Leukämie-Online gibt es an verschiedenen Stellen wertvolle Informationen zur Chronischen Myeloischen Leukämie (CML). Um diese einfacher zu finden, fasst diese Seite die CML-bezogenen Bereiche in einer Übersicht zusammen.

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Unter dem Titel „Wissenshorizonte – aktuelle Perspektiven auf ein Leben mit CML“ führen die Deutsche CML-Allianz und LeukaNET e.V. eine monatliche, deutschsprachige Online-Seminarreihe für CML-Patient*innen und Angehörige durch. Die Teilnehmer haben darin die Gelegenheit, direkt von CML-Expert*innen und CML-Patientenvertreter*innen zu lernen und Fragen zu stellen.

Im Online-Seminar für CML-Patient*innen und Angehörige am 28.02.2023 von 17:15-18:30 wird Prof. Dr. Andreas Hochhaus zum Thema "Neues vom ASH aus New Orleans: CML-Therapie 2023 – The Big Easy?" sprechen und dabei entsprechend Aktuelles, Relevantes und Neues zur CML-Therapie von der letztjährigen 64sten ASH Annual Meeting & Exposition vorstellen und einordnen. Das Seminar wird moderiert von Jan Geißler, 1. Vorsitzender LeukaNET e.V.
 

 

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Im Online-Patientenseminar von LeukaNET und der Deutschen CML-Allianz am 19.07.2022 sprach Prof. Dr. med. Andreas Burchert, Stellvertr. Klinikdirektor, Leitender Oberarzt, Professur Klinische Forschergruppe 210 am Universitätsklinikum Gießen & Marburg, über das Thema "CML-Therapie heute, Zukunftsvisionen und die Rolle von Interferon alpha" sowie Probleme, die sich derzeit in der CML-Forschung stellen, Herausforderungen der Interferon-Therapie und Chancen für das Erreichen einer TFR sowie die Rolle des Immunsystems. Das Seminar wurde moderiert von Jan Geißler, 1. Vorsitzender LeukaNET e.V.
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Im Online-Patientenseminar von LeukaNET und der Deutschen CML-Allianz am 19.01.2022 sprach Benjamin Lenatz, Paratriathlet und CML-Patient, zum Thema "Perspektivwechsel: vom Paralympics-Traum zur CML-Therapie in Pandemiezeiten" sprechen und ging dabei auf eine Reihe verschiedener Aspekte eingehen, unter anderem die Doppelbelastung durch Querschnittslähmung und CML, seinen Weg vom Leistungssport zum Gesundheitssport, Bewältigungsstrategien und -mechanismen, Routinen und Verhaltensmuster, die er für sich gefunden hat, und welche Strategien sich hier möglicherweise auch für Nicht-Athleten eignen, aber auch Themen wie etwa Erwerbsminderungsrente oder die Verträglichkeit von Asciminib im Vergleich zu anderen TKIs. Das Seminar wurde moderiert von Jan Geißler, 1. Vorsitzender von LeukaNET e.V.

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Online-Patientenseminar von LeukaNET und der Deutschen CML-Allianz am 30.06.2022 sprach Heide Perzlmaier, Dipl. Sozialpädagogin (FH) und Psychoonkologin und für die Bayerische Krebsgesellschaft tätig, über das Thema "Erwerbsminderung, Lohnfortzahlung, Schwerbehinderung und Co.: sozialrechtliche Fragen bei CML".  Das Seminar wurde moderiert von Jan Geißler, 1. Vorsitzender LeukaNET e.V. Die Aufzeichnung des Seminars ist nun hier abrufbar – einfach links unten auf die Wiedergabe-Taste klicken und den Ton aufdrehen! Sozialrecht komplettes Cover

 

Weiterhin wurden folgende Quellen während des Seminars genannt:

Weiterhin haben wir auch auf unser früheres Online-Seminar zu CML-spezifischen Rehabilitationsprogrammen verwiesen:

Reha

Weitere Aufzeichnungen früherer Seminare sowie die nächsten Termine auf der Übersicht unserer Online-Seminarreihe.

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Im Online-Patientenseminar von LeukaNET und der Deutschen CML-Allianz am 07.12.2022 sprach Anja Großek von der Deutschen Sporthochschule Köln zum Thema "Sport und körperliche Aktivität bei CML", erklärte, was überhaupt hinter diesen Begriffen steckt, wo unterschieden wird und welche Bewegungsformen sich wann eignen, animierte die Zuschauenden zum Mitmachen und gab wissenschaftlich fundierte Bewegungstipps für den Alltag. Das Seminar wurde moderiert von Conny Borowczak, LeukaNET e.V. und Deutsche CML-Allianz.

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Im Online-Patientenseminar von LeukaNET und der Deutschen CML-Allianz am 17.05.2022 sprach Serap Tari, Psychoonkologin bei lebensmut e.V. über das Thema "Psychoonkologische Unterstützung für CML-Patient:innen – woher weiß ich, welche Hilfe ich suche?" sowie die Belastung, die eine Krebserkrankung bzw. -therapie mit sich bringen kann und Möglichkeiten, den eigenen Weg im Leben mit einer chronischen Krebserkrankung zu finden und die Kraft aufzubauen bzw. zu erhalten, um diesen Lebensweg auch zu gehen. Das Seminar wurde moderiert von Tamás Bereczky.
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Im Online-Patientenseminar von LeukaNET und der Deutschen CML-Allianz am 12.10.2022 sprach Prof. Dr. med. Tim H. Brümmendorf, Klinikdirektor am Universitätsklinikum Aachen, über das Thema "Dosisoptimierung in der CML-Therapie". Das Seminar wurde moderiert von Cornelia Borowczak, LeukaNET e.V. und Deutsche CML-Allianz.

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Expertenmeinung: Behandlung der chronischen-myeloischen Leukämie nach Resistenzen gegenüber Tyrosinkinasehemmern der zweiten Generation

Autoren: Andreas Hochhaus, Massimo Breccia, Giuseppe Saglio, Valentín García-Gutiérrez, Delphine Réa, Jeroen Janssen, Jane Apperley. Quelle: https://doi.org/10.1038/s41375-020-0842-9

Zusammenfassung

Unabhängig von der Linie der Therapie sind die Ziele der Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) in chronischer Phase: Vermeidung einer Progression in die akzelerierte Phase oder eine CML-Blastenkrise, sodass die Patienten eine der Normalbevölkerung vergleichbare Lebenserwartung erreichen; Vermeidung von Nebenwirkungen; und Wiederherstellung und Erhaltung der Lebensqualität. Der für die Erreichung dieser Ziele wichtigste Prognose-Faktor ist das Ansprechen auf die Behandlung mit Tyrosinkinasehemmern (TKI) zu bestimmten wesentlichen Meilensteinen. Für Patienten, bei denen ein TKI versagt, ist ein Therapiewechsel zwingend erforderlich, um das Risiko einer Progression oder Todesfolge zu begrenzen. Es gibt derzeit keine präzise Leitlinie für Patienten, bei denen ein TKI der zweiten Generation versagt, und es herrscht ein Mangel an Daten, um klinische Entscheidungen für solche Fälle anzuleiten. Deshalb gibt es einen ungedeckten Bedarf praktischer und umsetzbarer Empfehlungen zur Behandlung von Patienten, bei denen ein TKI der zweiten Generation versagt.

Auch, wenn der Begriff „Versagen“ Patienten mit Versagen wegen Resistenz oder Unverträglichkeit umfasst, liegt der Schwerpunkt dieses Papiers auf dem Versagen der TKI der zweiten Generation wegen Resistenzen. Patienten, bei denen ein erster TKI der zweiten Generation versagt, benötigen eine potentere Therapie. Bei diesen Patienten ist die wichtigste Frage nach der Angemessenheit einer frühen allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation oder eines weiteren TKI. Die Auswahl der nächsten Therapielinie nach Versagen eines TKI der zweiten Generation sollte individualisiert sein und muss sich auf patientenspezifische Faktoren stützen, einschliesslich Zytogenetik, Mutationsprofil, Begleiterkrankungen, Alter, Geschichte der Nebenwirkungen bei der vorausgehenden Behandlung mit TKI und des Risikoprofils für Nebenwirkungen der einzelnen TKI. Diese Expertise steht nicht im Konflikt mit den existierenden Therapieempfehlungen, sondern stellt stattdessen eine Evolution früherer Auffassungen, basierend auf neuen Daten, Erkenntnissen und klinischer Erfahrungen, dar. Wir überprüfen die Behandlungsoptionen für Patienten, die gegenüber einer Behandlung mit einem TKI der zweiten Generation resistent sind und stellen unsere klinischen Meinungen und Anleitungen zu Schlüsselfragen für die Entscheidung über die Therapie dar.

Es folgt die inoffzielle Übersetzung des Artikels. Übersetzung von NL, ohne Gewähr.

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Anlässlich des Welt-CML-Tags am 22.09.2022 veranstalteten LeukaNET e.V. und die Deutsche CML-Allianz eine zweistündige Sonderveranstaltung zum Thema klinische Studien: "Bericht vom Treffen der Deutschen CML-Allianz & aktuelle Studienlandschaft für CML-Patienten". 

Jan Geißler und Prof. Andreas Hochhaus berichteten im Rahmen der Veranstaltung vom Jahrestreffen der Deutschen CML-Allianz am vorausgegangenen Wochenende, bei dem neben Forschern und Klinikern auch Patientenvertreter vor Ort waren. Prof. Dr. Andreas Hochhaus beleuchtete das Thema klinische Studien sowie Aktuelles aus Therapie und Forschung und Jan Geißler informierte über Initiativen und Projekte von LeukaNET e.V., des CML Advocates Network und einem Hilfsprojekt unter großem Einsatz von LeukaNET-Mitglied Conny Borowczak, um CML-Patient:innen in der Ukraine nach Beginn des russischen Angriffskriegs mit Medikamenten zu unterstützen. Auch die Diskussion und der Austausch mit den etwa 90 Teilnehmer:innen kam dabei nicht zu kurz. 

Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist nun hier abrufbar – einfach links unten auf die Wiedergabe-Taste klicken und den Ton aufdrehen! Psychoonkologie für Angehörige Title slide

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Absetzen der Behandlung mit Tyrosinkinasehemmern für Patienten mit chronisch-myeloischer Leukämie in der klinischen Praxis

 

Richard E. Clark

Current Hematologic Malignancy Reports

https://doi.org/10.1007/s11899-019-00548-2

 Übersetzung aus dem Englischen von Niko, keine Gewähr für die Richtigkeit. Bitte die Graphiken im Original https://link.springer.com/article/10.1007/s11899-019-00548-2 anschauen

Zusammenfassung

Bei chronisch-myeloischer Leukämie (CML) wird die Behandlung mit Tyrosinkinasehemmern (TKI) traditionellerweise lebenslang verabreicht. Diese Medikamente ergeben für viele Patienten ein exzellentes Ansprechen, das von einer nahezu normalen Lebenserwartung begleitet wird. Diese Ausgangslage hat zu Untersuchungen der Frage geführt, ob es möglich ist, die Behandlung abzusetzen und so eine Behandlungsfreie Remission (Treatment Free Remission, TFR) zu erreichen.

Die meisten Studien zur behandlungsfreien Remission haben sich mit einem abrupten Absetzen der Behandlung bei Patienten in langanhaltender, tiefer Remission befasst; neuere Daten legen nahe, dass eine graduelle Deeskalation den Erfolg der TFR verbessern könnte, und dass es möglich sein könnte, die TFR-Versuche auf Patienten zu erweitern, die sich zwar in stabiler molekularer Remission befinden, jedoch nicht notwendigerweise mit MR4 oder besser.

Es werden dringend weitere Daten zu Patienten gesucht, deren Remission weniger stabil als MR4 ist, und zur Bedeutung vorausgehender Interferon-alpha-Behandlungen. Die Finanzierung von TFR-Studien bei einer Erkrankung mit einer so guten Prognose wird zunehmend zur Herausforderung.

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