Das European LeukemiaNet (ELN) hat 2006, 2009 und erneut 2013 Empfehlungen für die CML-Therapie bereitgestellt. Diese beruhen auf dem Konsens von 32 CML-Experten aus Europa, Amerika, Australien und Asien und stützen sich auf die aktuellsten wissenschaftlichen Daten, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vorlagen. Für Patienten können die englischsprachigen, sehr medizinischen CML-Therapieempfehlungen schwer verständlich sein. Das CML Advocates Network und Leukaemie-Online haben eine Zusammenfassung in Laiensprache ausgearbeitet und auf Deutsch übersetzt, um CML-Patienten eine vereinfachte Zusammenfassung der in den ELN-Empfehlungen enthaltenen Informationen an die Hand zu geben.
Unsere patientenfreundliche Zusammenfassung ist nun hier als Online-Version (zum Lesen im Browser) und als PDF-Datei (zum Ausdruck) verfügbar.
Auf Leukämie-Online gibt es an verschiedenen Stellen seit mehr als einem Jahrzehnt wertvolle und aktuelle Informationen für Patienten zur Chronischen Myeloischen Leukämie (CML). Um diese wertvollen Informationen einfacher zu finden, fassen wir die Informationen pünklich zum Welt-CML-Tag am 22.9. nun auf einer Übersichtsseite zusammen, die unter http://www.leukaemie-online.de/cml verfügbar ist.
Dauerhaft findet man die Übersichtsseite links unter "Über Leukämie >> CML-Infobereich".
Mit Obinutuzumab steht ein neuer Wirkstoff für die CLL-Therapie zur Verfügung. Das Besondere an dem Antikörper Obinutuzumab ist seine ausgeklügelte Konstruktion, die ihn von bisherigen auf dem Markt befindlichen Antikörpern abhebt: Er animiert das Immunsystem verstärkt zum Angriff auf Krebszellen, kann aber auch selbst den direkten Zelltod auslösen (Abb.1). Das Medikament wurde unter anderem von der weltweit renommierten, deutschen CLL-Studiengruppe (DCLLSG) an der Universitätsklinik Köln klinisch erforscht und im Biotechnologie-Zentrum von Roche im bayerischen Penzberg mitentwickelt und produziert – es ist eine echte Innovation “made in Germany”.
Die Behandlung von Patientinnen mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) während Schwangerschaften ist zum Gegenstand regelmäßiger Diskussionen geworden. Die Einführung der Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) in die klinische Praxis hat die Prognose der CML-Patienten dramatisch verändert; tatsächlich können in der chronischen Phase diagnostizierte Patienten berechtigt viele Jahre exzellenter Krankheitskontrolle bei guter Lebensqualität erwarten, genauso wie eine normale Lebenserwartung, woraus sich die Notwendigkeit ergibt, sich auch mit der Fortpflanzungsfähigkeit und Schwangerschaft zu befassen. Die behandelnden Ärzte werden oft gefragt, ob eine Therapieunterbrechung zur Empfängnis angemessen oder notwendig sei. In einem Bericht von Mitgliedern der italenischen GIMEMA-CML-Forschungsgruppe werden die veröffentlichten Daten zur Fruchtbarkeit, Empfängnis, Schwangerschaft, Schwangerschaftsausgang und Kontrolle der Erkrankung bei mit TKI behandelten Patienten besprochen, genauso wie mit einer geplanten oder auch eine ungeplanten Schwangerschaft umzugehen ist. Im Folgenden übersetzen und vereinfachen wir diesen Fachartikel.
Die TKI-Stopp-Studie EUROSKI zum kontrollierten Stopp der CML-Therapie in tiefer molekularer Remission ist nun in 16 deutschen Studienzentren in folgenden Städten verfügbar: Aachen, Bayreuth, Bonn, Chemnitz, Dresden, Freiburg, Heilbronn, Jena, Kempten, Leer, Mannheim, Marburg, Oldenburg, Straubing, Wendlingen, Würzburg.
Nähere Informationen über die Studie findet Ihr in unserer inoffiziellen CML-Studiendatenbank, inklusive der offiziellen Patienteninformation. Die Liste der Zentren folgt unter "Weiterlesen".