Alternative Heilmethoden

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seoul1
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von seoul1 » 16.06.2017, 17:02

Hallo Thello,
es gibt sicherlich gute Gründe, sich mit Naturmittel, Tees und auch Kräutern zu befassen. Sicherlich ist es gut, sich gesund, mit Naturkost und mit viel Bewegung zu befassen. Vielleicht mal wieder SELBST kochen!
Auf häufig gespritzte italienische Äpfel verzichten und die extrem mit Gift behandelten spanischen Kartoffel gegen deutsche zu tauschen. Sich mit der Herstellung der Lebensmittel vertraut zu machen. Weniger Konserven und kein Mc D.
Die schwer arbeitende Bauern in den Alpen, die meistens an der frischen Luft sind, leben vielfach gesünder, werden meistens uralt und haben wenig Krankheiten.

Die Selbstheilungskräfte des Körpers sind sicherlich wichtig und funktionieren auch bei kleinen Wehwehchen.
Der Griff zum billigen Schnupfenmittel ist nicht immer gut.

Ob aber Mangelernährung, wie die katogene Ernährung für den Körper gut sind, darf bezweifelt werden. Dieses Phänomen trat doch vor 30-40 Jahren schon mal auf, durch Dr. Ätkins und seine Diät.
Ich habe Zweifel, ob Fleisch und Fett allein den Vitaminhaushalt ausreichend versorgen..Habe ich auch mal versucht, Freunde auch... hat nie als DIÄT geklappt.

Und Quacksalber und Scharlatane gibt es ja viele, ob man die immer aufsuchen soll, bleibt jedem selbst überlassen.

Allerdings gibt es Krankheiten, wie z.B. CLL, die man der seit vielen Jahren forschenden Schulmedizin überlassen sollte. Ohne die Forschung und die neuen Arzneimittel wären viele von nicht mehr in der Lage, hier zu diskutieren.

Es war beeindruckend den Vorträgen beim iwCLL 2017 zu lauschen, die die Forschung weltweit in Sachen CLL beschrieben. Basierend auf dem bisher schon immensen Wissen der Forschung wird sowohl die Entstehung der malignen Clone sowie auch deren Beseitigung intensiv geforscht.
Das Thema Ernährung/Lebensweise wurde auch diskutiert mit dem Hinweis, es mag hier und da zusätzlich helfen, zumal für die, die daran glauben. Als Behandlungsmethode aber sicher nicht geeignet.
Gruss Seoul

Marta64
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von Marta64 » 16.06.2017, 15:20

Wie ist es am einfachsten Geld verdienen ?
Gut, Vertrauenswürdig ansehen, Intelligent, Dreist sein, gut reden ,Selbstbewusstsein , die Gabe vertrauen bei Menschen zu gewinnen , Selbstreklame, Werbung,
Und wenn man skrupellos genug ist - kann man das meiste Geld verdienen.
Also wer zu viel Geld hat , oder an Wunderheiler glaubt - geht gerne zu den Heiler.

thello
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von thello » 16.06.2017, 14:52

seoul1 hat geschrieben:Hallo,
es ist ja bereits alles gesagt z den alternativen Heilmethoden.
Seoul
Hallo Seoul,

bin mir nicht so ganz sicher, ob schon alles gesagt ist. Schau mal hier:

1. Gelöscht. Auf diese Seite möchten wir nicht verlinken.

2. Gelöscht. Auf diese Seite möchten wir nicht verlinken.

Gruß, Anton
Zuletzt geändert von NL am 25.06.2017, 19:05, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Bitte beachte, dass wir nicht zu unseriösen Seiten verlinken möchten. Auch zum zweiten Link möchten wir nicht verlinken.

thello
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von thello » 16.06.2017, 14:50

sinalein hat geschrieben:Hallo,
ich habe zufällig in einem anderen zusammmenhang über die ketogene ernährung gelesen und diese wurde auch als ernährungsform bei krebserkrankungen empfohlen.
sinalein
Hallo Sinalein,

katogene Ernährung scheint bei Krebs, speziell auch bei CLL, eine wichtige Rolle zu spielen. Folgende Informationen habe ich über meine Heilpraktiker erhalten:

1. Heilen mit Pilzen nach Schmaus. http://www.heilenmitpilzen.de/
Ein Blick auf die Internetseite lohnt sich.

2. Verschiedene Naturheilverfahren durch den Arzt Dr. Probst in München: http://www.praxisprobst.de/Naturheilverfahren.html
Hochinteressant! U.a. auch Anwendung geführter Imagination, um ggf. auf auslösende Faktoren der Erkrankung zu stoßen.
Ich habe die Absicht, diese Praxis aufzusuchen.

Beide Praktiker legen unter vielem anderen Wert auf die sogenannte katogene Ernährung.

Gruß, Anton

grete

Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von grete » 12.06.2017, 07:14

Hallo,
ich habe zufällig in einem anderen zusammmenhang über die ketogene ernährung gelesen und diese wurde auch als ernährungsform bei krebserkrankungen empfohlen.
Werde mich aber erst noch mehr darüber informieren-hat jemand damit erfahrungen?
Wenn man den hämatologen wegen ernährung fragt, kommt immer nur die antwort"ausgewogen", aber vielleicht kann man selbst in dieser richtung etwas mehr probieren; man liest ja immer wieder, daß die ernährung mehr bewirkt, als angenommen.
L.G.
sinalein

seoul1
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von seoul1 » 09.06.2017, 23:39

Hallo,
es ist ja bereits alles gesagt z den alternativen Heilmethoden.
Ich denke allerdings, dass Vitamin D3 gemessen, und be Mangel unbedingt supplementiert werden sollte.
Grünntee trinke ich auch, weil er mir besser schmeckt, als Kaffee. aber eben echten Grüntee (Blätter, nicht den Staub und die Reste, die in den Tee- Beutel wandern).. Ich trinke auch jeden morgen ein kleines Glas Mangoextrakt, schmeckt auch prima und dem Mango wird ja auch allerlei nachgesagt.

Ich war beim diesjährigen iwCLL2017 in New York und habe an einem der Tage mit Interesse die Vorträge zur Zellforschung und zur Tiefenforschung über die Ursachen der CLL gehört. Als Laie und Nichtmediziner harter Stoff, aber eines konnte man deutlich erkennen, Handauflegen, Placebo oder ähnliches hilft da wenig. Über diese "alternativen Methoden" ist man sich einig: Wem es hilft, bitte schön! aber in Maßen.

Alle weiteren Erfahrungen, die Thomas ansprach, nämlich Sport in jeder Form und auch oft im Freien ( auch Walken oder einfach schnell gehen für eine Std oder mehr) hilft dem Immunsystem (IgG) und das ist ja eben die Krux bei der CLL. Wenn das Immunsystem besser funktioniert und die T-Zellen (Helfer-, Killer- Suppressior und B Zellen ) wieder besser aktiviert werden können, dann geht es auch den malignen Zellen an den Kragen.
Morgens dann, nach warm auch noch eine Minute "Kalt" oder "Eiskalt" duschen, ermuntert das Immunsystem zusätzlich, sagt man..
Ansonsten war man sich nahezu einig unter den Experten, dass heute beim größten Teil der Patienten, mit den bestehenden Meds und den in der Pipeline befindlichen, die CLL zumindest in Schach gehalten werden kann. Dazu kommen dann in Zukunft die derzeit bereits in Studien getesteten Kombinationen der neuen oralen Meds.
Ziel soll es sein, erstens die Krankheit zurückdrängen (z.B. Ibrutinib), dann mit Antikörper (z.B. Obinutuzumab) und Venetoclax so lange behandeln, bis MRD neg erreicht wird um dann abzusetzen!. Scheint ja positive Erfahrungen zu geben.
Dazu gibt es natürlich ne Menge neue Substanze, die jetzt getestet werden. Die Industrie ist geradezu euphorisch im Entwickeln weiterer Substanzen und geforscht wird nahezu weltweit in unglaublicher Vielfalt.

Ich denke, die Pharma und die Forscher suchen sehnlichst danach, ähnlich wie bei der CML, ein "Cure" Medikament zu finden, denn der Erste, der es herausbringt, wird viel Profit generieren. Ähnlich wie seinerzeit bei Rituximab, als plötzlich wirksame Kombis (FC-R) lange Remissionen brachten. Roche hat mit Rituxan eine Menge verdient und tut es heute noch, nicht nur abzuwenden bei CLL.

Natürlich wollen die Pharmafirmen erstmal ihre super teurer Meds an den Markt bringen, dass konnte ich "zwischen den Zeilen" heraushören. Bei den Preisen auch erklärlich.


Bis bald mal

Seoul

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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von PMF2SZT » 09.06.2017, 21:52

Lieber Anton,

ich habe dazu eine ganz einfache Meinung: Jeder Mensch hat die Freiheit, die Therapie anzuwenden, die er für richtig hält (und die er ggf. auch bezahlen möchte). Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich und darf es auch selbst beenden. Ganz einfach. Ich persönlich ziehe Therapien vor, deren Wirkung durch Studien nachgewiesen ist, die nach objektiven wissenschaftlichen Kriterien durchgeführt wurden. Dazu gibt es anerkannte Standards, die publiziert sind. Die Anbieter vieler natürlicher Heilmittel können oder wollen sich solchen Studienstandards nicht unterwerfen und fallen deshalb durchs Raster. Das muß aber trotzdem nicht bedeuten, daß sie nicht wirken. Wenn Dir eine solche Therapie hilft, ist alles gut. Das bedeutet nur nicht, daß es wahrscheinlich auch anderen Menschen hilft, zumindest kann oder möchte man das nicht mit einer Studie belegen.

Gruß,
Joachim
(2x SZT Uniklinik Ulm 2010 + 2012)
http://www.LENAforum.de - das neue Spezialforum für Stammzelltransplantation
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von thello » 09.06.2017, 16:37

PMF2SZT hat geschrieben:
Cecil hat geschrieben:Einen hab ich noch ...

http://www.komplementaermethoden.de/e_b ... bedenklich

hier speziell Vitamin C und Biobran
Meine Schwester ist übrigens erfahrene Heilpraktikerin und steht auf dem Standpunkt, daß man als Heilpraktiker besser die Finger von Leukämien und ähnlichen Erkrankungen läßt, bevor man mehr schadet als nützt. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Sie schickt jedenfalls solche Patienten gleich weiter zum Hämatologen.

Joachim
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Hallo Joachim,
hast Du Deine Schwester mal gefragt, warum man mehr als 5000 natürliche Heilmittel aus der Liste der zugelassenen Heilmittel gestrichen hat? Könnte es nicht sein, dass die Medizinindustrie den Vergleich mit der Wirksamkeit dieser natürlichen Mittel scheut?

Und was Studien betrifft: Ich bin mir nicht sicher, ob diese "Studien" denn alle untereinander vergleichbar sind was Auftraggeber, Probandenzahl, Probandenauswahl etc. pp. betrifft.

Gruß, Anton

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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von thello » 09.06.2017, 16:28

NL hat geschrieben:Zum Grüntee-Extrakt gibt es zum Beispiel diese Untersuchung hier:
http://www.leukaemie-online.de/nachrich ... adium-0-ii
Ich habe nicht den Eindruck, dass man damit bisher viel erreichen konnte.
Gruss
Niko
PS.: Eine CLL ist ein Fall für einen Hämatologen oder einen Onkologen, und nicht für einen Heilpraktiker (ausser vielleicht in Absprache mit dem behandelnden Arzt). Es ist auf jeden Fall wichtig, dass der behandelnde Arzt über alle eingenommenen "alternativen" Mittel informiert ist.
Danke, Niko, für den Hinweis. Grüntee und andere "Mittel" sind nicht als Heilmittel zugelassen, sie sind Nahrungsergänzungsmittel. Ich wüsste nicht, was der Onkologe damit anfangen soll, werde ihn aber selbstverständlich nach seiner Meinung fragen.

Was macht der Onkologe in meinem Fall? Er untersucht mich in regelmäßigen Abständen, beobachtet, wie die Zahl der Lymphozyten mehr oder weniger schnell größer wird und führt dann eine Chemotherapie durch. Letzteres macht er sehr gekonnt. Aber mehr an Behandlung geschieht nicht und ist aus seiner Sicht wohl nicht notwendig. Da ich nun etwa ein Jahr nach der ersten Chemotherapie schon die zweite gebraucht habe, muss ich mich nun selber intensiver um etwaige weitere Behandlungsmöglichkeiten kümmern.

Ich habe hier im Forum einige interessante Rückmeldungen bekommen, meistens Warnungen. Was mich wundert ist, dass offenbar kaum jemand persönliche Erfahrungen mit "Mitteln" wie Grüntee-Extrakt, OPC, Schindlers Mineralien etc. hat. Mag vielleicht daran liegen, dass die CLL bei jedem Patienten eine andere Ausprägung hat?

Gruß, Anton

thello
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von thello » 06.06.2017, 09:49

Thomas55 hat geschrieben:Hallo
ich habs im Forum sicher schon mehrmals berichtet : Meine Diagnose war mit 47 Jahren 1996 per Notaufnahme. Diagnose Cll im höchsten Stadium, damals mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 24 bis 36 Monaten. Die Cll wurde dann hauptsächlich mit dem damaligen Knospe Schema : alle drei Wochen 4 Tage hochdosierte Kortison und anfangs dazu Leukeran, eine leichte Tablettenchemo. Ich habe das 5 Jahre gemacht und bin dann in Frührente gegangen. Am Tag meiner Berentung habe ich angefangen jeden Tag konsequent ca. 1.5 Std. Nordic Walking zu machen. Der Effekt war, dass ich nach etwa 3 Monaten meinen Kortisonzyklus von 3 auf 6 Wochen und später sogar auf 12 Wochen verlängern konnte. Dass ich mit dieser fortgeschrittenen Krankheit und teilweise mit schlechten Prognosewerten nun mehr als 20 Jahre überlebt habe ist auch für Ärzte erstaunlich und ungewöhnlich. Vielleicht kannst Du auf diese Art Deine nächste Behandlung auch hinauszögern, wobei es vermutlich unwichtig ist ob wandern, schwimmen, radfahren usw. einfach Bewegung (die dann leichter fällt wenn sie auch Spaß macht)
Gruß
Thomas
Das Wichtigste hab ich vorhin leider vergessen: Glückwunsch zu Deiner erfolgreichen unterstützenden "Selbsttherapie"!

Liebe Grüße, Anton

thello
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von thello » 06.06.2017, 09:47

Cecil hat geschrieben:Einen hab ich noch ...
http://www.komplementaermethoden.de/e_b ... bedenklich
hier speziell Vitamin C und Biobran
Danke, Cecil, auch dafür. Habe das mit Interesse gelesen und werde vorsichtig sein. Und wenn ich mehr Erfahrung damit habe, werde ich wieder berichten. Selbstverständlich gebe ich meinen Kontakt zum Onkologen nicht auf, ganz im Gegenteil, denn die regelmäßigen Untersuchungen und auch sein breites schulmedizinisches Wissen und seine jahrelange Erfahrung sind mir sehr wichtig.

Liebe Grüße, Anton

thello
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von thello » 06.06.2017, 09:39

Thomas55 hat geschrieben: Vielleicht kannst Du auf diese Art Deine nächste Behandlung auch hinauszögern, wobei es vermutlich unwichtig ist ob wandern, schwimmen, radfahren usw. einfach Bewegung (die dann leichter fällt wenn sie auch Spaß macht) Thomas
Danke Thomas für Deinen Erfahrungsbericht und für den Hinweis auf körperliche Bewegung.

Meine Frau und ich gehen bei gutem Wetter täglich spazieren, doch habe ich das Gefühl, das reicht nicht. Habe vor einer Woche aus einer Intuition heraus angefangen barfuß zu gehen, nicht weit von unserer Wohnung ist ein Barfußpfad. Ist noch sehr ungewohnt für mich, aber erstaunlicherweise macht's sogar Spaß. Auf die Idee hat mich u.a. ein Artikel auf Spiegel-online gebracht, wo eine Frau über ihre Barfuß-Erfahrungen berichtet hat.

Vielleicht sollte ich tatsächlich das Walken wieder beginnen, die Stöcke habe ich noch, stehen irgendwo herum.

Liebe Grüße, Anton

Thomas55
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von Thomas55 » 05.06.2017, 21:03

Hallo Joachim,

thello bezw. Anton hat ja geschrieben : Selbstverständlich bin ich bei einem Hämatologen/Onkologen in Behandlung, an dessen Qualifikation ich absolut keine Zweifel habe.

Hallo Anton,

ich habs im Forum sicher schon mehrmals berichtet : Meine Diagnose war mit 47 Jahren 1996 per Notaufnahme. Diagnose Cll im höchsten Stadium, damals mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 24 bis 36 Monaten. Die Cll wurde dann hauptsächlich mit dem damaligen Knospe Schema : alle drei Wochen 4 Tage hochdosierte Kortison und anfangs dazu Leukeran, eine leichte Tablettenchemo. Ich habe das 5 Jahre gemacht und bin dann in Frührente gegangen. Am Tag meiner Berentung habe ich angefangen jeden Tag konsequent ca. 1.5 Std. Nordic Walking zu machen. Der Effekt war, dass ich nach etwa 3 Monaten meinen Kortisonzyklus von 3 auf 6 Wochen und später sogar auf 12 Wochen verlängern konnte. Dass ich mit dieser fortgeschrittenen Krankheit und teilweise mit schlechten Prognosewerten nun mehr als 20 Jahre überlebt habe ist auch für Ärzte erstaunlich und ungewöhnlich. Vielleicht kannst Du auf diese Art Deine nächste Behandlung auch hinauszögern, wobei es vermutlich unwichtig ist ob wandern, schwimmen, radfahren usw. einfach Bewegung (die dann leichter fällt wenn sie auch Spaß macht)

Gruß
Thomas

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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von PMF2SZT » 05.06.2017, 19:58

Cecil hat geschrieben:Einen hab ich noch ...

http://www.komplementaermethoden.de/e_b ... bedenklich

hier speziell Vitamin C und Biobran
Danke, liebe Cecil! Das bringt uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Meine Schwester ist übrigens erfahrene Heilpraktikerin und steht auf dem Standpunkt, daß man als Heilpraktiker besser die Finger von Leukämien und ähnlichen Erkrankungen läßt, bevor man mehr schadet als nützt. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Sie schickt jedenfalls solche Patienten gleich weiter zum Hämatologen.

Merkwürdig finde ich, wenn man die Suche nach Alternativen zur Schulmedizin damit begründet, daß mal irgendwas nicht gewirkt hat (was man dann auch noch selbst bezahlt hat). Nur weil etwas aus der Schulmedizin kommt, gibt es noch keine 100%ige Wirkungsgarantie.Trotzdem ist es mir lieber, wenn die Wirksamkeit einer Therapie durch unabhängige Studien belegt ist, und ich nicht nur einfach das glauben soll, was man mir so erzählt. Aber das alles ist glücklicherweise meine persönliche Meinung, und jeder darf seine eigene Meinung dazu haben.

Joachim
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Cecil
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Re: Alternative Heilmethoden

Beitrag von Cecil » 05.06.2017, 19:03

Einen hab ich noch ...

http://www.komplementaermethoden.de/e_b ... bedenklich

hier speziell Vitamin C und Biobran

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