von Gast2026 » 31.07.2026, 13:48
Hallo Hadi,
im Blutbild sehe ich, dass die Thrombozyten in dem Bereich liegen, in dem eine Therapie begonnen werden kann. Es ist aber noch nicht ganz so dringend, da der Abfall im Vergleich zum letzten Jahr nicht dramatisch ist. Da die Lymphozyten für CLL recht niedrig sind, vermute ich, dass Dein Vater eher die SLL-Ausprägung hat und ggf.auch die Größe der Lymphknoten oder der Milz einen Behandlungsstart nahelegen.
Aufgrund der vorgeschlagenen Therapien nehme ich an, dass es hinsichtlich der Nierenfunktion keine Einschränkungen gibt, so dass Obinutuzumab prinzipiell infrage kommt.
Studien legen nahe, dass Patienten mit mutiertem IGHV ein bisschen stärker von Obinutuzumab profitieren als die mit mutiertem. Außerdem reduziert Obinutuzumab auch die gesunden B-Lymphozyten, was besondere Vorsicht bei Infekten mit sich bringt. Und nicht zuletzt sind die Infusionen auch aufwändiger als die rein orale Therapie. Andererseits mag Dein Vater vielleicht Acalabrutinib für eine Zweitlinie Behandlung aufsparen, da hier Obinutuzumab derzeit offiziell nicht zugelassen ist. Das kann sich bis dahin aber ändern.
Bezüglich der Dreier-Kombination sind viele Experten aufgrund der höheren Komplikationsrate eher zurückhaltend. Da bei Deinem Vater die Zytogenetik doch eher im mittleren Risikobereich liegt, sollte er auch auf eine Zweier-Kombination gut ansprechen. Die Teilnahme an einer Studie hätte den Charme, dass man hier besonders gründlich überwacht wird, ist aber auch besonders zeitaufwändig.
Du siehst, in der Situation Deines Vaters gibt es nicht DIE Empfehlung. Seht es als Vorteil, dass es so viele Möglichkeiten gibt, dass er sich die für ihn sympathischste Variante aussuchen kann.
Hallo Hadi,
im Blutbild sehe ich, dass die Thrombozyten in dem Bereich liegen, in dem eine Therapie begonnen werden kann. Es ist aber noch nicht ganz so dringend, da der Abfall im Vergleich zum letzten Jahr nicht dramatisch ist. Da die Lymphozyten für CLL recht niedrig sind, vermute ich, dass Dein Vater eher die SLL-Ausprägung hat und ggf.auch die Größe der Lymphknoten oder der Milz einen Behandlungsstart nahelegen.
Aufgrund der vorgeschlagenen Therapien nehme ich an, dass es hinsichtlich der Nierenfunktion keine Einschränkungen gibt, so dass Obinutuzumab prinzipiell infrage kommt.
Studien legen nahe, dass Patienten mit mutiertem IGHV ein bisschen stärker von Obinutuzumab profitieren als die mit mutiertem. Außerdem reduziert Obinutuzumab auch die gesunden B-Lymphozyten, was besondere Vorsicht bei Infekten mit sich bringt. Und nicht zuletzt sind die Infusionen auch aufwändiger als die rein orale Therapie. Andererseits mag Dein Vater vielleicht Acalabrutinib für eine Zweitlinie Behandlung aufsparen, da hier Obinutuzumab derzeit offiziell nicht zugelassen ist. Das kann sich bis dahin aber ändern.
Bezüglich der Dreier-Kombination sind viele Experten aufgrund der höheren Komplikationsrate eher zurückhaltend. Da bei Deinem Vater die Zytogenetik doch eher im mittleren Risikobereich liegt, sollte er auch auf eine Zweier-Kombination gut ansprechen. Die Teilnahme an einer Studie hätte den Charme, dass man hier besonders gründlich überwacht wird, ist aber auch besonders zeitaufwändig.
Du siehst, in der Situation Deines Vaters gibt es nicht DIE Empfehlung. Seht es als Vorteil, dass es so viele Möglichkeiten gibt, dass er sich die für ihn sympathischste Variante aussuchen kann.