CML Befund mit Mitte 60

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scratch
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Re: CML Befund mit Mitte 60

Beitrag von scratch » 06.01.2026, 10:05

Also über Geschmack lässt sich nicht streiten :mrgreen:
Fakt ist, dass es inzwischen sehr viele, sehr gute alkoholfreie Biere gibt, sogar in der Schweiz ;)

Aber genau das, was du mit "Rechtfertigung" geschrieben hast, sehe ich eben inzwischen langsam im Wandel. Es wird immer öfter "akzeptiert", ohne die Hintergründe erklären zu müssen. :)

NL
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Re: CML Befund mit Mitte 60

Beitrag von NL » 06.01.2026, 08:22

Moin Matze,
auch ich trinke nur noch sehr wenig Alkohol, und bin mittlerweile der Ansicht, dass der Wert des Alkoholkonsums überbewertet wird.
Allerdings scheint es einen erheblichen gesellschaftlichen Druck zum Alkoholkonsum zu geben, was desöfteren zu Diskussionen geführt hat. Ich konnte meine Leukämie nicht verbergen, weil ich nach Diagnose (die CML war schon sehr aktiv mit eindeutigen Symptomen) ein paar Wochen im Krankenhaus war, deswegen wissen viele Bekannte und Kollegen, dass ich eine Leukämie herumschleppe. Ich bin aber auf Verständnis (eigenartig, dass man Nichttrinken rechtfertigen muss) gestossen, wenn ich behauptet habe, dass meine Medikamente sich nicht mit Alkohol vertrügen (die Leber sollte man bei solchen Belastungen möglichst schonen, das war meine Motivation).

Und dass Andy das Bayrische Bier nicht schmeckt, kann ich verstehen, denn das Bier bei uns im Norden aus Flensburg (auch das Alkoholfreie) ist doch erheblich besser..... :mrgreen:

Gruss
Niko

scratch
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Re: CML Befund mit Mitte 60

Beitrag von scratch » 05.01.2026, 20:16

Servus Matze.

Am Anfang meiner Diagnose 2006 habe ich noch ab und zu Alkohol getrunken (vor allem auf Festivals und Konzerte fiel es mir schwer, komplett darauf zu verzichten), wurde aber rasch immer weniger und trinke jetzt seit ca. 18 Jahren überhaupt keinen Alkohol mehr und mir würde es auch gar nicht mehr schmecken (hab zwischendurch mal bei einem "normalen" Bier genippt).

Inzwischen bin ich aus diversen Gründen froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe und komplett darauf verzichte und ich vermisse es auch absolut nicht mehr. Meiner Frau geht es übrigens genauso, sie hat quasi aus "Solidarität" auch mit verzichtet, obwohl sie es nicht müsste.

Also ja, man gewöhnt sich an sehr vieles und mir kommt es gar nicht mehr als "Verzicht" vor. Selbst auf Konzerten oder anderen Veranstaltungen gibt es inzwischen alkoholfreie Biere, mit denen es sich genauso gut aushalten lässt.
Insgesamt habe ich eh das Gefühl, dass sogar bei uns in Bayern langsam ein Umdenken stattfindet, was Alkohol betrifft :)

Von dem her gib dir etwas Zeit und lerne auch die Vorteile zu schätzen ;)

Viele Grüße
Andy

Matze
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Re: CML Befund mit Mitte 60

Beitrag von Matze » 05.01.2026, 18:01

Hallo Niko,

danke für deine Nachricht.

Tja, wir sind ja fast ein Alter, aber du hast ja mal deutlich mehr Erfahrungen mit der Krankheit. Bislang passt es eigentlich bei mir. Lediglich der (weitgehende) Verzicht auf Alkohol fällt mir schwer. In geselliger Runde habe ich gern mal 2 oder 3 Bier getrunken. Das ist jetzt halt passé. Naja, ich werd mich dran gewöhnen.

Viele Grüße.
Matze

NL
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Re: CML Befund mit Mitte 60

Beitrag von NL » 04.01.2026, 19:13

Moin Matze,
ich bin Ende 50, meine CML-Diagnose war 2006. Man kann damit also ein paar Jahre durchhalten. :mrgreen: Man geht heute davon aus, dass man mit CML in guter Remission eine normale Lebenserwartung hat.
Ich glaube, dass Fussballspielen weiterhin eine gute Idee ist, denn in meiner Erfahrung sind körperliche Aktivitäten an der frischen Luft ein gutes Mittel gegen die für die typische Müdigkeit, die mit der Behandlung der CML einhergehen kann.
Gruss & alles gute (auch beim Fussball)
Niko

Matze
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CML Befund mit Mitte 60

Beitrag von Matze » 02.01.2026, 11:28

Hallo zusammen,

erstmal wünsche ich allen ein frohes Neues Jahr.

Ich bin neu hier. Mein CML Befund liegt etwa 6 Monate zurück und kam aus dem Nichts. Heftige Schmerzen bedingt durch eine Milz, deren Größe sich mehr als verdoppelt hatte. 1 Woche vorher hatte ich noch Fußball gespielt...

Ich nehme Dasatinib 100mg und komme damit recht gut klar. Mental war es aber schon ein Schock. Ich war in meinen bisherigen 64 Jahren so gut wie nie krank. Und dann gleich sowas. Ich durfte aber lernen, dass die Therapiemöglichkeiten recht gut sind. Mir geht´s ganz gut, Fußball geht wieder. Wie es jetzt weitergeht mit der Krankheit, werde ich sehen. Im Alter wird ja bekanntlich nichts besser :)

Ich wünsche allen in diesem Forum viel Glück im Kampf mit der Krankheit.

Viele Grüße.
Matze

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