Servus Michael,
deine Frage bzgl. Ratiopharm kann ich leider nicht direkt beantworten.
Ich hatte bisher erst Dasa von Heumann, von Aluid und Zentiva.
Mich nervt es allerdings auch, dass ich bei jeder Bestellung vorher nachsehen muss, mit welchen Herstellern meine GKV aktuell einen Rabattvertrag hat und ob ich wieder das gleiche Generika bekommen kann oder nicht. Und selbst wenn sich am Rabattvertrag nichts geändert hat ist es dann auch oft "Glückssache", was lieferbar ist und was mir die Apotheke letztendlich gibt, obwohl ich vorher meinen Wunsch geäußert habe.
Oft wird man dann einfach mit "ist alles der gleiche Wirkstoff" abgewimmelt. Dass sich die Tabletten aber trotzdem in ihrer Zusammensetzung (und bei Imatinib war auch die Größe sehr unterschiedlich) und somit Verträglichkeit unterscheiden, interessiert irgendwie kaum jemanden

.
Wenn man wirklich immer das gleiche Medikament haben möchte, müsste auf dem Rezept ein aut-idem-Kreuz gesetzt werden. Aber meine Onkologin sagte mir mal, dass sie das eher ungern macht, weil es dann passieren kann, dass sie auf den Kosten selber sitzen bleibt, wenn die Krankenkasse den Grund nicht akzeptiert (muss anscheinend gut begründet werden).
Um jetzt zum Punkt zu kommen...ich habe mir von der KI die Bestandteile von Heumann, Aluid, Zentiva und Ratiopharm als Vergleichsliste zeigen lassen.
Heumann und Zentiva sind ziemlich gleich aufgebaut, Aluid ist da schon etwas anders und:
"
ratiopharm unterscheidet sich ebenfalls deutlich.
Hier ist besonders interessant:
nur 105 mg Lactose-Monohydrat → am wenigsten von den vier
kein Triacetin
stattdessen Triethylcitrat
mikrokristalline Cellulose Typ 101 + 102
Dasatinib wird ausdrücklich als Monohydrat angegeben; 82,95 mg Dasatinib-Monohydrat entsprechen 80 mg Dasatinib."
Und weiter:
"
Triethylcitrat kann grundsätzlich zu einem ungewöhnlichen Geschmack im Mund beitragen.
Triethylcitrat (CAS 77-93-0) wird normalerweise als farblose, nahezu geruchlose Flüssigkeit beschrieben. Beim Geschmack gibt es allerdings eine klare Angabe: bitter. Die FAO/JECFA beschreibt es ausdrücklich als „bitter taste; little odour“."
Ob es jetzt an diesem Zusatzstoff im Filmüberzug liegt, kann ich nicht beantworten. Aber zumindest scheint es mir eine Möglichkeit zu sein, dass es daran liegen könnte.
Da wäre eine Rückmeldung von anderen Patienten, die ebenfalls Dasa nehmen durchaus interessant, ob da auch Geschmacksunterschiede wahrgenommen wurden.
Als Konsequenz daraus werde ich jedenfalls versuchen, Ratiopharm zu vermeiden (aktuell hat meine GKV tatsächlich auch mit ihnen einen Rabattvertrag). Hab eh immer mal wieder ein Problem mit dem Schlucken von Tabletten und wenn die dann paar Sekunden zu lange im Mund bleibt und so schrecklich schmeckt, hab ich dann auch ein Problem damit. Von dem her vielen Dank für die "Vorwarnung"

.
Wie man ohne Arzttermin an andere Tabletten kommt, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich würde wohl versuchen, kurzfristig einen Termin zu bekommen, um den Sachverhalt erklären zu können und dann zu hoffen, dass ein neues Rezept ausgestellt wird.
Ansonsten muss man wohl eine Packung lang die 30 Tage irgendwie durch?