von Georgine » 09.08.2026, 10:41
Liebe Forummitglieder,
Nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir.
Ich habe ja 02/22 in Erstlinie mit Acala begonnen. Die Wirkung war bei mir nicht so erfolgreich wie bei Anderen, aber ich habe es 2 1/2 Jahre genommen, bis die Nebenwirkungen nicht mehr zu tolerieren waren. Milz blieb bei 15,5 cm (mal ganz kurz 14 cm. Messfehler?). Und die LK an der Pfortader sind nur wenig zurückgegangen, aber haben nichts gestört. Ich musste zb Perücke tragen, weil nach 6 Monaten die Haare ausgefallen sind. Eine NW, die unbekannt ist. Nach 2 1/2 Jahren waren die NW nicht mehr tolerabel und es wurde auf Zanu umgestellt. Anfangs war ich begeistert, weil ich es gut vertragen habe. Auch die Haare wuchsen wieder. Die Blutwerte haben sich auch unter Zanu nicht wirklich geändert. Ich bin mit den Lymphozyten immer so um die 52%. Hb io, Thrombos in erys iO.
Aber kurz nach Wechsel auf Zanu in 11/24 kamen neue Überraschungen. Zuerst wuchs am Augenlid in Windeseile ein Basaliom, musste schnell operiert werden, keiner verstand wie schnell sich das entwickelt hatte, wächst normalerweise langsam.
Und dann die schlimme Entwicklung in 05/25. Durch die durch Zanu zusätzliche Unterdrückung meines sowieso schon schwachen Immunsystems ( IGG war damals bei gut 400, Infekte hatte ich einmal im Jahr, dafür heftig, aber man sah keinen Grund für Substition von IGG) konnte sich der JC Virus in mein Gehirn vorarbeiten und dort meinen rechten Arm plus Hand schlaganfallähnlich lahmlegen. Diesen Virus haben große Teile der Bevölkerung, er ist normalerweise harmlos, aber nicht beim IS der CLL. Es dauerte einige Wochen bis die Diagnose einer PML gestellt wurde, durch Hirnbiopsie. Lumbalpunktion und Blut gaben keine Hinweise. Ich habe großes Glück, dass ich noch lebe, das hat man mir bei jedem Besuch in der Neurologie gesagt. Nach nun einem Jahr geht es wieder , meine rechte Hand ist und wird wahrscheinlich beschädigt bleiben, der Rest hat sich erholt. Angeblich soll dies durch die durch Zanu verursachte Unterdrückung des Immunsystems passiert sein, es kann jederzeit wieder aufflammen. Für Alan, ich bekam 3 Infusionen mit Pembrolizumab. Ich nehme Zanu immer noch in voller Dosis, halbe Dosis reicht bei mir leider nicht aus. Als ich es letztes Jahr für hirnbiopsie usw abgesetzt habe, waren innerhalb von einer Woche die LK wieder da. Kurzzeitig hatte man überlegt auf Venetoclax umzustellen, es aber verworfen. Grund dafür: vertrag ich es überhaupt, ist es wirklich besser für das IS? Inzwischen erhalte ich IGG Substitution einmal im Monat. Bei Resistenz auf Zanu denkt man an Pirtobrutinib. Cd 20 Antikörper werden bei mir wohl nicht mehr eingesetzt werden können. Aus Studien hat mich die PML nach momentanem Stand auch herausgeschossen.
In Zweitlinie Venetoclax ohne cd20 Antikörper hält angeblich 1 1/2 bis 2 Jahre. Pirtobrutinib habe ich gelesen, hält auch nicht so lange wie ein BTK in Erstlinie. Darüber mache ich mir schon Gedanken. Andererseits nach dieser Diagnose PML, was nützen diese Gedanken, es kann alles Mögliche passieren und die Sorge über die Dauer der Wirkung einer Zweitlinie wird zum Nebenschauplatz.
Ich habe heute hier den Bericht von Joanna über ihre abakterielle Pneumonitis gelesen nach Start von Zanu. Ein schwaches IS plus noch der BTK Inhibitor , leider kann dann so etwas passieren, bei mir eben die PML. Aber wir brauchen diese Medikamente.
Ich muss bald wieder zur Blutkontrolle, nach 4 1/2 Jahren BTK schwingt die Sorge mit, wie lange er noch wirkt.
Gruß Georgine
Liebe Forummitglieder,
Nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir.
Ich habe ja 02/22 in Erstlinie mit Acala begonnen. Die Wirkung war bei mir nicht so erfolgreich wie bei Anderen, aber ich habe es 2 1/2 Jahre genommen, bis die Nebenwirkungen nicht mehr zu tolerieren waren. Milz blieb bei 15,5 cm (mal ganz kurz 14 cm. Messfehler?). Und die LK an der Pfortader sind nur wenig zurückgegangen, aber haben nichts gestört. Ich musste zb Perücke tragen, weil nach 6 Monaten die Haare ausgefallen sind. Eine NW, die unbekannt ist. Nach 2 1/2 Jahren waren die NW nicht mehr tolerabel und es wurde auf Zanu umgestellt. Anfangs war ich begeistert, weil ich es gut vertragen habe. Auch die Haare wuchsen wieder. Die Blutwerte haben sich auch unter Zanu nicht wirklich geändert. Ich bin mit den Lymphozyten immer so um die 52%. Hb io, Thrombos in erys iO.
Aber kurz nach Wechsel auf Zanu in 11/24 kamen neue Überraschungen. Zuerst wuchs am Augenlid in Windeseile ein Basaliom, musste schnell operiert werden, keiner verstand wie schnell sich das entwickelt hatte, wächst normalerweise langsam.
Und dann die schlimme Entwicklung in 05/25. Durch die durch Zanu zusätzliche Unterdrückung meines sowieso schon schwachen Immunsystems ( IGG war damals bei gut 400, Infekte hatte ich einmal im Jahr, dafür heftig, aber man sah keinen Grund für Substition von IGG) konnte sich der JC Virus in mein Gehirn vorarbeiten und dort meinen rechten Arm plus Hand schlaganfallähnlich lahmlegen. Diesen Virus haben große Teile der Bevölkerung, er ist normalerweise harmlos, aber nicht beim IS der CLL. Es dauerte einige Wochen bis die Diagnose einer PML gestellt wurde, durch Hirnbiopsie. Lumbalpunktion und Blut gaben keine Hinweise. Ich habe großes Glück, dass ich noch lebe, das hat man mir bei jedem Besuch in der Neurologie gesagt. Nach nun einem Jahr geht es wieder , meine rechte Hand ist und wird wahrscheinlich beschädigt bleiben, der Rest hat sich erholt. Angeblich soll dies durch die durch Zanu verursachte Unterdrückung des Immunsystems passiert sein, es kann jederzeit wieder aufflammen. Für Alan, ich bekam 3 Infusionen mit Pembrolizumab. Ich nehme Zanu immer noch in voller Dosis, halbe Dosis reicht bei mir leider nicht aus. Als ich es letztes Jahr für hirnbiopsie usw abgesetzt habe, waren innerhalb von einer Woche die LK wieder da. Kurzzeitig hatte man überlegt auf Venetoclax umzustellen, es aber verworfen. Grund dafür: vertrag ich es überhaupt, ist es wirklich besser für das IS? Inzwischen erhalte ich IGG Substitution einmal im Monat. Bei Resistenz auf Zanu denkt man an Pirtobrutinib. Cd 20 Antikörper werden bei mir wohl nicht mehr eingesetzt werden können. Aus Studien hat mich die PML nach momentanem Stand auch herausgeschossen.
In Zweitlinie Venetoclax ohne cd20 Antikörper hält angeblich 1 1/2 bis 2 Jahre. Pirtobrutinib habe ich gelesen, hält auch nicht so lange wie ein BTK in Erstlinie. Darüber mache ich mir schon Gedanken. Andererseits nach dieser Diagnose PML, was nützen diese Gedanken, es kann alles Mögliche passieren und die Sorge über die Dauer der Wirkung einer Zweitlinie wird zum Nebenschauplatz.
Ich habe heute hier den Bericht von Joanna über ihre abakterielle Pneumonitis gelesen nach Start von Zanu. Ein schwaches IS plus noch der BTK Inhibitor , leider kann dann so etwas passieren, bei mir eben die PML. Aber wir brauchen diese Medikamente.
Ich muss bald wieder zur Blutkontrolle, nach 4 1/2 Jahren BTK schwingt die Sorge mit, wie lange er noch wirkt.
Gruß Georgine