von Joanna » 05.08.2026, 11:42
Hallo lieber Alan, hallo liebe Mitbetroffene,
ich berichte hier einmal von meinen bisherigen Erfahrungen mit Zanubrutinib/Imbruvica. Am 14. Juni habe ich damit begonnen und war sehr schnell begeistert. Innerhalb weniger Tage konnte ich kaum noch vergrößerte Lymphknoten tasten, die CLL-Zellen im Blut stiegen zunächst, wie erwartet schnell an (Leukos, 22.06. bei 107) , lagen am 08.07. wieder bei 12.7.
Ich habe davon nicht viel bemerkt, konnte normal weiterarbeiten, Sport machen, also scheinbar maximale Wirkung ohne Nebenwirkung.
Dann sind wir am 15.07. verreist (innerhalb Deutschland, Verwandtschaft) und ich hatte schon leichte Kopfschmerzen. Am 18.07. bin ich dann dort mit Fieber, Kopfschmerzen, Atemnot, Durchfällen ins Krankenhaus. Zanubrutinib wurde sofort und bis heute abgesetzt. Nach Antibiotikabehandlung, die im Verlauf das Fieber, aber nicht die Entzündungswerte senkte, (Anstieg auf 17.9 mg/dl) wurde ein Lungen-CT gemacht. Ergebnis: atypische Pneumonitis unter Zanubrutinib
Andere Erreger wurden nicht gefunden. Unter Cortison kam dann die Besserung. Ich war insgesamt zehn Tage im Krankenhaus, nach ein paar Tagen „Erholung“ haben wir dann die Rückfahrt im Zug geschafft. (sieben Stunde Maske)
Seitdem erhole ich mich und schleiche sehr langsam das Cortison aus. Nächste Woche soll noch einmal ein Lungen-CT gemacht werden und wenn alles ausgeheilt ist, wahrscheinlich noch ein Versuch mit Zanubrutinib in verringerter Dosis. Da ich bisher weder bei der Chemoimmuntherapie 2016, noch bei Ventoclax Rituximab, 2022-24, die volle Dosis toleriert habe und sehr schlank bin, frage ich mich, ob ich nicht überhaupt mit einer normalen Anfangsdosis eher übertherapiert bin. Wirken tut das ja alles hervorragend und dass es so schnell wiederkommt, liegt ja vermutlich eher an ungünstigen genetischen Faktoren. (unmutiert, TP53, Notch1)
Mein Hämoglobin lag vorgestern bei 9, die Leukozyten waren wieder mehr erhöht. Zu Beginn hatte ich im Krankenhaus auch recht schnell wieder vergrößerte Lymphknoten tasten können. Ich denke, das wird momentan vom Cortison unterdrückt. (Bin seit gestern von 40 auf 30mg) Ich bin ja jetzt seit 17 Tagen ohne Zanubrutinib, die CLL kommt zurück.
Probleme mit der Verdauung (Durchfälle) werden gerade unter Schonkost besser. Ich bin noch sehr erschöpft, mache kleine Spaziergänge, schlafe viel und bin bis Ende August krankgeschrieben.
Naja, mein Tip an alle, die mit einem BTK-Inhibitor anfangen, wäre, die ersten Monate doch den Ball erstmal flach zu halten, auch wenn es gut läuft. Und bloß nicht verreisen!
Liebe Grüße von Joanna
Hallo lieber Alan, hallo liebe Mitbetroffene,
ich berichte hier einmal von meinen bisherigen Erfahrungen mit Zanubrutinib/Imbruvica. Am 14. Juni habe ich damit begonnen und war sehr schnell begeistert. Innerhalb weniger Tage konnte ich kaum noch vergrößerte Lymphknoten tasten, die CLL-Zellen im Blut stiegen zunächst, wie erwartet schnell an (Leukos, 22.06. bei 107) , lagen am 08.07. wieder bei 12.7.
Ich habe davon nicht viel bemerkt, konnte normal weiterarbeiten, Sport machen, also scheinbar maximale Wirkung ohne Nebenwirkung.
Dann sind wir am 15.07. verreist (innerhalb Deutschland, Verwandtschaft) und ich hatte schon leichte Kopfschmerzen. Am 18.07. bin ich dann dort mit Fieber, Kopfschmerzen, Atemnot, Durchfällen ins Krankenhaus. Zanubrutinib wurde sofort und bis heute abgesetzt. Nach Antibiotikabehandlung, die im Verlauf das Fieber, aber nicht die Entzündungswerte senkte, (Anstieg auf 17.9 mg/dl) wurde ein Lungen-CT gemacht. Ergebnis: atypische Pneumonitis unter Zanubrutinib
Andere Erreger wurden nicht gefunden. Unter Cortison kam dann die Besserung. Ich war insgesamt zehn Tage im Krankenhaus, nach ein paar Tagen „Erholung“ haben wir dann die Rückfahrt im Zug geschafft. (sieben Stunde Maske)
Seitdem erhole ich mich und schleiche sehr langsam das Cortison aus. Nächste Woche soll noch einmal ein Lungen-CT gemacht werden und wenn alles ausgeheilt ist, wahrscheinlich noch ein Versuch mit Zanubrutinib in verringerter Dosis. Da ich bisher weder bei der Chemoimmuntherapie 2016, noch bei Ventoclax Rituximab, 2022-24, die volle Dosis toleriert habe und sehr schlank bin, frage ich mich, ob ich nicht überhaupt mit einer normalen Anfangsdosis eher übertherapiert bin. Wirken tut das ja alles hervorragend und dass es so schnell wiederkommt, liegt ja vermutlich eher an ungünstigen genetischen Faktoren. (unmutiert, TP53, Notch1)
Mein Hämoglobin lag vorgestern bei 9, die Leukozyten waren wieder mehr erhöht. Zu Beginn hatte ich im Krankenhaus auch recht schnell wieder vergrößerte Lymphknoten tasten können. Ich denke, das wird momentan vom Cortison unterdrückt. (Bin seit gestern von 40 auf 30mg) Ich bin ja jetzt seit 17 Tagen ohne Zanubrutinib, die CLL kommt zurück.
Probleme mit der Verdauung (Durchfälle) werden gerade unter Schonkost besser. Ich bin noch sehr erschöpft, mache kleine Spaziergänge, schlafe viel und bin bis Ende August krankgeschrieben.
Naja, mein Tip an alle, die mit einem BTK-Inhibitor anfangen, wäre, die ersten Monate doch den Ball erstmal flach zu halten, auch wenn es gut läuft. Und bloß nicht verreisen!
Liebe Grüße von Joanna