von Hubertus5 » 20.01.2026, 13:23
Hallo neuesandra,
in den 11 Jahren seit Feststellung meiner CLL hatte ich zunächst eine Chemo-Immuntherapie, bis 2 Jahre danach die Leukozyten wieder anstiegen, danach Ibrutinib, was bei mir Vorhofflimmern auslöste (da ich zu den 10 % zählte, die hiervon betroffen sind). Seitdem nehme ich täglich einen Betablocker und einen Blutverdünner. Ab August 2020 nehme ich Venetoclax Mono ohne jegliche Beeinträchtigungen ein!!! Mir ist innerhalb des CLL-Forums auch nicht bekannt geworden, ob irgendein CLL-Betroffener von Vorhofflimmern durch Venetoclax heimgesucht wurde. Allerdings scheint bei mir die Wirkung nach 5 Jahren etwas nachzulassen.
Ich weiß nur noch von Alan, der seit 28 Jahren CLL hat und nach Ibrutinib jetzt auch seit etwa 4 Jahren Venetoclax scheinbar
ohne Negativwirkungen einnimmt [?]. Alan ist für mich ein "wandelndes CLL-Lexikon", informiert sich in diesen 28 Jahren über alle möglichen Erkenntnisse, Auswirkungen und laufenden CLL-Studien.
Nachdem viele Jahre lang die CLL mit Chemotherapie behandelt wurde, hat die weltweite Pharmazie zwei Arten von
Medikamenten entwickelt: zunächst BTK-Inhibitoren (wie Ibrutinib) und danach auch CL2-Medikamente wie Venetoclax
[das eine Medikament soll bewirken, dass "herumvagabundierende" Leukozyten absterben, das andere soll verhindern, dass
sie sich übermäßig vermehren]. Von diesen zwei Arten befinden sich auch noch weitere in Studien bzw. ein CL2-Medikament
Sonotroclax ist bereits in China zugelassen [in den USA und Europa laufen hierzu die Studien noch].
Ich weiß nicht, ob bei Dir Venetoclax Mono oder zusammen mit einem monoklonalen Antikörper verabreicht werden soll.
Alan könnte Dir seine äußerst umfangreichen Kenntnisse vielleicht noch etwas präziser mitteilen.
Aus meiner Sicht als Selbstbetroffener kann ich Dir nur meine CLL-Behandlungs-Erfahrungen mitteilen. Angesichts Deiner
m.E. extrem hohen Leukozytenzahl würde ich Dir persönlich empfehlen, Dich recht unverzüglich in eine behandelnde
Hämatologie-Klinik begeben.
Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe sehr, dass ich Dich mit meinen "etwas gerafften" Eigenerfahrungen nicht noch
zusätzlich verunsichert habe, denn ich wollte das Gegenteil bewirken.
Alles, alles Gute
Gruß Hubertus
Hallo neuesandra,
in den 11 Jahren seit Feststellung meiner CLL hatte ich zunächst eine Chemo-Immuntherapie, bis 2 Jahre danach die Leukozyten wieder anstiegen, danach Ibrutinib, was bei mir Vorhofflimmern auslöste (da ich zu den 10 % zählte, die hiervon betroffen sind). Seitdem nehme ich täglich einen Betablocker und einen Blutverdünner. Ab August 2020 nehme ich Venetoclax Mono ohne jegliche Beeinträchtigungen ein!!! Mir ist innerhalb des CLL-Forums auch nicht bekannt geworden, ob irgendein CLL-Betroffener von Vorhofflimmern durch Venetoclax heimgesucht wurde. Allerdings scheint bei mir die Wirkung nach 5 Jahren etwas nachzulassen.
Ich weiß nur noch von Alan, der seit 28 Jahren CLL hat und nach Ibrutinib jetzt auch seit etwa 4 Jahren Venetoclax scheinbar
ohne Negativwirkungen einnimmt [?]. Alan ist für mich ein "wandelndes CLL-Lexikon", informiert sich in diesen 28 Jahren über alle möglichen Erkenntnisse, Auswirkungen und laufenden CLL-Studien.
Nachdem viele Jahre lang die CLL mit Chemotherapie behandelt wurde, hat die weltweite Pharmazie zwei Arten von
Medikamenten entwickelt: zunächst BTK-Inhibitoren (wie Ibrutinib) und danach auch CL2-Medikamente wie Venetoclax
[das eine Medikament soll bewirken, dass "herumvagabundierende" Leukozyten absterben, das andere soll verhindern, dass
sie sich übermäßig vermehren]. Von diesen zwei Arten befinden sich auch noch weitere in Studien bzw. ein CL2-Medikament
Sonotroclax ist bereits in China zugelassen [in den USA und Europa laufen hierzu die Studien noch].
Ich weiß nicht, ob bei Dir Venetoclax Mono oder zusammen mit einem monoklonalen Antikörper verabreicht werden soll.
Alan könnte Dir seine äußerst umfangreichen Kenntnisse vielleicht noch etwas präziser mitteilen.
Aus meiner Sicht als Selbstbetroffener kann ich Dir nur meine CLL-Behandlungs-Erfahrungen mitteilen. Angesichts Deiner
m.E. extrem hohen Leukozytenzahl würde ich Dir persönlich empfehlen, Dich recht unverzüglich in eine behandelnde
Hämatologie-Klinik begeben.
Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe sehr, dass ich Dich mit meinen "etwas gerafften" Eigenerfahrungen nicht noch
zusätzlich verunsichert habe, denn ich wollte das Gegenteil bewirken.
Alles, alles Gute
Gruß Hubertus