von aikon » 10.01.2026, 12:19
Hallo Anka,
ich kann gut verstehen, dass du vor einer Kniegelenksoperation bei CML unter Dasatinib etwas ängstlich bist. Wirklich überhaupt keine Rolle spielt allerdings, ob der behandelnde Orthopäde oder Operateur selber Leukämie oder ein neues Knie hat. Meine Onkologin ist eine sehr gute Onkologin. Soweit ich weiß, hat sie keinen eigenen Krebs.
Ein Gastroenterologe braucht keinen Morbus Chron zu haben um ein guter Gastroenterologe zu sein. Und ein Psychotherapeut muss und sollte möglichst nicht selber paranoid sein, um mit Patienten arbeiten zu können.
Dein Orthopäde dürfte in unserem Gesundheitssystem auch wahrscheinlich nicht auf die Einnahme aus deiner OP angewiesen sein. Auch das spielt wirklich überhaupt keine Rolle. Ich schreibe das deshalb, weil ich glaube, dass Gedanken dieser Art dir selber eher schaden und dich unsicherer machen, als du sowieso schon bist.
Nico hat ja schon einiges zu möglichen realen Risiken geschrieben, die aber deine Ärzte offenbar auch sehen. Das Risiko unter Dasatinib mit CML, dass es zu Komplikationen kommt, ist natürlich höher, als wenn du ein 35-jähriger vollständig gesunder Patient wärst. Das allerdings ist für Ärzte ein normaler Alltag, dass Patienten unterschiedliche Risiken mit sich bringen. Es muss nur eine gute Kommunikation darüber stattfinden und die möglichen Komplikationen müssen dann zügig und schnell behandelt werden.
Grundsätzlich ist bei CML unter Dasatinib das Blutungsrisiko erhöht. Es kann eher zu Wundheilungsstörungen kommen und das Infektionsrisiko ist erhöht. Zudem kann es nach der OP eher zu Pleuraergüssen kommen und die Thromboseprophylaxe muss sehr gewissenhaft durchgeführt werden. All diese Komplikationsmöglichkeiten werden deine Ärzte aber im Blick haben, da sie meistens eine weit über zehnjährige Ausbildung haben.
Es kann aber natürlich überhaupt nicht schaden, wenn du sie gerade auf diese Aspekte noch einmal aufmerksam machst, auch um selber sicherer zu werden und zu sehen, wie sie darauf reagieren.
Der Vorschlag, dass das Dasatinib vor der abzusetzen und erst in einem gewissen zeitlichen Abstand nach der OP wieder anzusetzen, ist da schon mal ein guter grundsätzlicher erster Vorschlag.
Auch bei der nachfolgenden Rehabilitation solltest du deine Vorerkrankungen angeben, weil sie auch hier natürlich genauso relevant sind und die Heilung grundsätzlich etwas verzögert sein kann.
Bitte versuch gründlich mit deinen behandelnden Ärzten vorher zu reden, (Chirurg, Anästhesist und den nachbehandelnden Ärzten). Und genauso wichtig: versuch Vertrauen zu gewinnen, weil der Erfolg der OP und der Wundheilungsprozess auch stark von deiner psychischen Verfassung abhängig ist.
Hallo Anka,
ich kann gut verstehen, dass du vor einer Kniegelenksoperation bei CML unter Dasatinib etwas ängstlich bist. Wirklich überhaupt keine Rolle spielt allerdings, ob der behandelnde Orthopäde oder Operateur selber Leukämie oder ein neues Knie hat. Meine Onkologin ist eine sehr gute Onkologin. Soweit ich weiß, hat sie keinen eigenen Krebs.
Ein Gastroenterologe braucht keinen Morbus Chron zu haben um ein guter Gastroenterologe zu sein. Und ein Psychotherapeut muss und sollte möglichst nicht selber paranoid sein, um mit Patienten arbeiten zu können.
Dein Orthopäde dürfte in unserem Gesundheitssystem auch wahrscheinlich nicht auf die Einnahme aus deiner OP angewiesen sein. Auch das spielt wirklich überhaupt keine Rolle. Ich schreibe das deshalb, weil ich glaube, dass Gedanken dieser Art dir selber eher schaden und dich unsicherer machen, als du sowieso schon bist.
Nico hat ja schon einiges zu möglichen realen Risiken geschrieben, die aber deine Ärzte offenbar auch sehen. Das Risiko unter Dasatinib mit CML, dass es zu Komplikationen kommt, ist natürlich höher, als wenn du ein 35-jähriger vollständig gesunder Patient wärst. Das allerdings ist für Ärzte ein normaler Alltag, dass Patienten unterschiedliche Risiken mit sich bringen. Es muss nur eine gute Kommunikation darüber stattfinden und die möglichen Komplikationen müssen dann zügig und schnell behandelt werden.
Grundsätzlich ist bei CML unter Dasatinib das Blutungsrisiko erhöht. Es kann eher zu Wundheilungsstörungen kommen und das Infektionsrisiko ist erhöht. Zudem kann es nach der OP eher zu Pleuraergüssen kommen und die Thromboseprophylaxe muss sehr gewissenhaft durchgeführt werden. All diese Komplikationsmöglichkeiten werden deine Ärzte aber im Blick haben, da sie meistens eine weit über zehnjährige Ausbildung haben.
Es kann aber natürlich überhaupt nicht schaden, wenn du sie gerade auf diese Aspekte noch einmal aufmerksam machst, auch um selber sicherer zu werden und zu sehen, wie sie darauf reagieren.
Der Vorschlag, dass das Dasatinib vor der abzusetzen und erst in einem gewissen zeitlichen Abstand nach der OP wieder anzusetzen, ist da schon mal ein guter grundsätzlicher erster Vorschlag.
Auch bei der nachfolgenden Rehabilitation solltest du deine Vorerkrankungen angeben, weil sie auch hier natürlich genauso relevant sind und die Heilung grundsätzlich etwas verzögert sein kann.
Bitte versuch gründlich mit deinen behandelnden Ärzten vorher zu reden, (Chirurg, Anästhesist und den nachbehandelnden Ärzten). Und genauso wichtig: versuch Vertrauen zu gewinnen, weil der Erfolg der OP und der Wundheilungsprozess auch stark von deiner psychischen Verfassung abhängig ist.