von Hubertus5 » 09.12.2025, 19:24
Hallo Alan und andere CLL-Betroffene,
bei meiner CLL-Kontrolluntersuchung in Mainz am 14.11. führte ein Abtasten der Lymphknoten im Lendenbereich zu einer CT-Untersuchung am 4.12. Heute erfuhr ich von meiner Hämatologin, dass kaum wesentliche Veränderungen festgestellt wurden. Weil ich den Zweitmeinungsbrief von der Uniklinik Köln nach der dortigen Untersuchung am 15.10. trotz zweier Erinnerungen/Anmahnungen vor dem 4.12. immer noch nicht erhalten habe, erbat ich von meiner Hämatologin den kurzen
E-Mail-Text, den die Kölner Oberärztin aufgrund meiner Anmahnung vom 13.11. an meine Hämatologin gemailt hatte.
Meine Hämatologin sagte mir, dass sie das nicht zu mir mailen dürfte. Als ich von einer beabsichtigten Beschwerde an Frau Prof. Eichhorst sprach, sagte sie mir, dass ich bis Januar zuwarten solle, da sich jetzt alle in den USA befänden.
In Orlando findet in diesen Tagen der diesjährige ASH-Kongress statt, wozu Prof. Hallek das Grußwort erteilt und Verlauf bekannt gibt und Frau Prof. Eichhorst über CLL referiert; es nehmen weitere deutsche Experten aus Köln, München, Berlin, Stuttgart und Hamburg teil.
Meine Hämatologin will im Januar 2026 mit anderen Ärzten der Uniklinik (die sich jetzt auch in Orlando aufhalten) über meine weitere Therapie sprechen.
Bei meinen eigenen weiteren Überlegungen habe ich etliche meiner mehr als 100 ausgedruckten CLL-Infos durchgeblättert
und habe auch Deine (Alan) Info von gestern über die "Beschleunigte Zulassung von Pirtobrutinib in volle Zulassung umgewandelt" gelesen.. Dabei nahm ich u.a. zur Kenntnis, dass jetzt bei Pirtobrutinib ein Vorhofflimmern/-flattern von 1,4 % bzw. 0,7 % festgestellt wurde. Das wäre ja noch etwas weniger als die 2,5 % Vorhofflimmern bei Zanubrutinib über die
NLM am 9.8.2022 berichtete.
Ebenfalls las ich heute im CLL-Forum zu "Sonrotoclax plus Zanubrutinib" Deine (Alan) Informationen, insbesondere "es gab kein Vorhofflimmern". Zu der Frage an alle von Greg am 11.11.24 "kann man abschätzen, wann die Sontroclax+Zanubrutinib-Kombination zugelassen werden könnte" , gab es scheinbar noch keine Erkenntnis.
Ich weiß auch nicht, ob nach meiner derzeitigen fraglich gewordenen Venetoclax-Mono-Therapie Sonotoclax plus Zanubrutinib überhaupt bei mir infrage kommen könnte.
Da meine Hämatologin auch über eine mögliche Fortsetzung von Venetoclax mit zusätzlich Rituximab nachdachte, sah ich mir im CLL-Forum auch noch einmal den Fall "Rezidiv 7 Jahre nach Erstbehandlung - Blutwerte verstehen" an, zu dem Du (Alan) Dich gemeldet hattest und ich eine Frage an alle gerichtet hatte. Der Betroffene hatte 2017 an der CLL 13 Studie
teilgenommen und dann im März 2024 (d.h. nach mehr als 6 Jahren) ein Rezidiv erlebt. Es wäre interessant zu erfahren, wie es damit nach der Info im CLL-Forum weiter ging, wobei ich nicht weiß, ob es daraus evtl. Erkenntnisse für meinen Fall geben könnte.
Die Oberärztin in Köln meinte, dass ich zunächst mit Venetoclax Mono weitermachen könnte und bei eventueller späterer Umstellung auf Zanbubrutinib oder Pirtobrutinib zuvor einen Kardiologen konsultieren sollte aufgrund meines Vorhofflimmerns bei Ibrutinib im August 2020. Ich habe jedoch den Eindruck, dass ein Kardiologe nicht unbedingt eine
100%ige Lösung für die Vermeidung eines Vorhofflimmerns hat. Bei meinem Vorhofflimmern wurde im August 2020 u.a. Wasser aus der Lunge und "um das Herz herum" entfernt. Es erfolgte zweimal eine Kardisivion. Als danach mit Ibrutinib fortgefahren wurde (wozu 2 von involvierten 3 Hämatologen votierten), setzte erneut Vorhofflimmern ein, so dass Ibrutinib abgesetzt und sukzessive über 2-3 Wochen durch Venetoclax abgelöst wurde.Seitdem nehme auch täglich den Betablocker Metroprolol und den Blutverdünner Lixiana ein.
Von der Kardiologie hieß es bei meiner dortigen Entlassung noch: "Im Falle einer unzureichenden Frequenzkontrolle unter Metroprolol empfehlen wir die Eindosierung von Digitoxin unter regelmäßiger Spiegelkontrolle. Sollte hierunter ebenfalls nur eine unzureichende Frequenzkontrolle erzielt werden, so sollte im Verlauf die Implantation eines Micra-Schnittmacher-systems sowie konsekutive AV-Knoten-Ablation evaluiert werden." - So etwas macht "Mut", d.h. hat mir
im Sommer 2020 zu schaffen gemacht.
Ich persönlich glaube nicht, dass ein Kardiloge überhaupt die Möglichkeit hat, einem eine Medikamentation zu verabreichen, die einen vor einem möglichen erneuten Vorhofflimmern ausgelöst durch einen BTK-Inhibitor schützen könnte.
Ich persönlich tendiere dazu, zunächst so lange wie möglich mit Venetoclax weiterzumachen (evtl. in Kombination mit Rituximab ?). Nach Feststellung meiner CLL im April 2015 begann ich erst mit der Chemo-Immun-Therapie im April 2016
bei mittlerweile 126.000 Leukos; nach dem Rezidiv im Sommer 2018 startete ich die Ibrutinib-Medikamentation erst im
Februar 2020 bei einem Leukozytenstand von 137.000.
Das war ein jetzt sehr langer Bericht, verbunden mit der Hoffnung, dass ich den einen oder anderen nützlichen Hinweis oder Rat erhalten könnte.
Gruß Hubertus
von Dir, Alan, und/oder anderen Cll-Betroffenen
Hallo Alan und andere CLL-Betroffene,
bei meiner CLL-Kontrolluntersuchung in Mainz am 14.11. führte ein Abtasten der Lymphknoten im Lendenbereich zu einer CT-Untersuchung am 4.12. Heute erfuhr ich von meiner Hämatologin, dass kaum wesentliche Veränderungen festgestellt wurden. Weil ich den Zweitmeinungsbrief von der Uniklinik Köln nach der dortigen Untersuchung am 15.10. trotz zweier Erinnerungen/Anmahnungen vor dem 4.12. immer noch nicht erhalten habe, erbat ich von meiner Hämatologin den kurzen
E-Mail-Text, den die Kölner Oberärztin aufgrund meiner Anmahnung vom 13.11. an meine Hämatologin gemailt hatte.
Meine Hämatologin sagte mir, dass sie das nicht zu mir mailen dürfte. Als ich von einer beabsichtigten Beschwerde an Frau Prof. Eichhorst sprach, sagte sie mir, dass ich bis Januar zuwarten solle, da sich jetzt alle in den USA befänden.
In Orlando findet in diesen Tagen der diesjährige ASH-Kongress statt, wozu Prof. Hallek das Grußwort erteilt und Verlauf bekannt gibt und Frau Prof. Eichhorst über CLL referiert; es nehmen weitere deutsche Experten aus Köln, München, Berlin, Stuttgart und Hamburg teil.
Meine Hämatologin will im Januar 2026 mit anderen Ärzten der Uniklinik (die sich jetzt auch in Orlando aufhalten) über meine weitere Therapie sprechen.
Bei meinen eigenen weiteren Überlegungen habe ich etliche meiner mehr als 100 ausgedruckten CLL-Infos durchgeblättert
und habe auch Deine (Alan) Info von gestern über die "Beschleunigte Zulassung von Pirtobrutinib in volle Zulassung umgewandelt" gelesen.. Dabei nahm ich u.a. zur Kenntnis, dass jetzt bei Pirtobrutinib ein Vorhofflimmern/-flattern von 1,4 % bzw. 0,7 % festgestellt wurde. Das wäre ja noch etwas weniger als die 2,5 % Vorhofflimmern bei Zanubrutinib über die
NLM am 9.8.2022 berichtete.
Ebenfalls las ich heute im CLL-Forum zu "Sonrotoclax plus Zanubrutinib" Deine (Alan) Informationen, insbesondere "es gab kein Vorhofflimmern". Zu der Frage an alle von Greg am 11.11.24 "kann man abschätzen, wann die Sontroclax+Zanubrutinib-Kombination zugelassen werden könnte" , gab es scheinbar noch keine Erkenntnis.
Ich weiß auch nicht, ob nach meiner derzeitigen fraglich gewordenen Venetoclax-Mono-Therapie Sonotoclax plus Zanubrutinib überhaupt bei mir infrage kommen könnte.
Da meine Hämatologin auch über eine mögliche Fortsetzung von Venetoclax mit zusätzlich Rituximab nachdachte, sah ich mir im CLL-Forum auch noch einmal den Fall "Rezidiv 7 Jahre nach Erstbehandlung - Blutwerte verstehen" an, zu dem Du (Alan) Dich gemeldet hattest und ich eine Frage an alle gerichtet hatte. Der Betroffene hatte 2017 an der CLL 13 Studie
teilgenommen und dann im März 2024 (d.h. nach mehr als 6 Jahren) ein Rezidiv erlebt. Es wäre interessant zu erfahren, wie es damit nach der Info im CLL-Forum weiter ging, wobei ich nicht weiß, ob es daraus evtl. Erkenntnisse für meinen Fall geben könnte.
Die Oberärztin in Köln meinte, dass ich zunächst mit Venetoclax Mono weitermachen könnte und bei eventueller späterer Umstellung auf Zanbubrutinib oder Pirtobrutinib zuvor einen Kardiologen konsultieren sollte aufgrund meines Vorhofflimmerns bei Ibrutinib im August 2020. Ich habe jedoch den Eindruck, dass ein Kardiologe nicht unbedingt eine
100%ige Lösung für die Vermeidung eines Vorhofflimmerns hat. Bei meinem Vorhofflimmern wurde im August 2020 u.a. Wasser aus der Lunge und "um das Herz herum" entfernt. Es erfolgte zweimal eine Kardisivion. Als danach mit Ibrutinib fortgefahren wurde (wozu 2 von involvierten 3 Hämatologen votierten), setzte erneut Vorhofflimmern ein, so dass Ibrutinib abgesetzt und sukzessive über 2-3 Wochen durch Venetoclax abgelöst wurde.Seitdem nehme auch täglich den Betablocker Metroprolol und den Blutverdünner Lixiana ein.
Von der Kardiologie hieß es bei meiner dortigen Entlassung noch: "Im Falle einer unzureichenden Frequenzkontrolle unter Metroprolol empfehlen wir die Eindosierung von Digitoxin unter regelmäßiger Spiegelkontrolle. Sollte hierunter ebenfalls nur eine unzureichende Frequenzkontrolle erzielt werden, so sollte im Verlauf die Implantation eines Micra-Schnittmacher-systems sowie konsekutive AV-Knoten-Ablation evaluiert werden." - So etwas macht "Mut", d.h. hat mir
im Sommer 2020 zu schaffen gemacht.
Ich persönlich glaube nicht, dass ein Kardiloge überhaupt die Möglichkeit hat, einem eine Medikamentation zu verabreichen, die einen vor einem möglichen erneuten Vorhofflimmern ausgelöst durch einen BTK-Inhibitor schützen könnte.
Ich persönlich tendiere dazu, zunächst so lange wie möglich mit Venetoclax weiterzumachen (evtl. in Kombination mit Rituximab ?). Nach Feststellung meiner CLL im April 2015 begann ich erst mit der Chemo-Immun-Therapie im April 2016
bei mittlerweile 126.000 Leukos; nach dem Rezidiv im Sommer 2018 startete ich die Ibrutinib-Medikamentation erst im
Februar 2020 bei einem Leukozytenstand von 137.000.
Das war ein jetzt sehr langer Bericht, verbunden mit der Hoffnung, dass ich den einen oder anderen nützlichen Hinweis oder Rat erhalten könnte.
Gruß Hubertus
von Dir, Alan, und/oder anderen Cll-Betroffenen