Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Wie gehe ich mit Leukämie im Alltag um? Wie unterstütze ich als Freund oder Angehöriger? Welche Erfahrungen gibt es bezüglich Rente, Behindertenausweis, Psychotherapie, Kur?

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Hoffnung_stirbt_zuletzt
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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von Hoffnung_stirbt_zuletzt » 25.04.2014, 09:39

Rifur, habe nach dem lesen deines Artikels Mal geschaut und bei uns ist das Kirschwasser auch nicht im Angebot. hatte es vorher aber nie gekauft und weiss drum auch nicht ob sie es je hatten.

Auf jeden Fall würde ich mich nicht beschweren dass es nicht mehr erhältlich ist, denn wenn an der Aussage was dran war, dass sei froh, deiner Gesundheit wegen, dass sie es aus dem Sortiment gestrichen haben. Du hättest ja anscheinend nicht darauf verzichtet trotz schlechter Schlagzeile.

Findest bestimmt bald ein anderes Lieblingsgetränk! Oder kauf dir Kirschensirup und mische selbst ein Sprudel, ist nicht nur gesünder sondern auch günstiger!

Rifur
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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von Rifur » 08.04.2014, 03:51

Hey, nochmal das Thema aus aktuellen Anlass hochholen. Ich hab ja immer das Penny Wasser mit Kirschgeschmack getrunken hab. Es soll ja auch mit Benzol belastet sein. Hatte es aber auch weiterhin getrunken weil ich es bestimmt schon Jahre lang getrunken hatte und einfach lecker gefunden hab. Am Freitag war ich wieder mal beim Penny meiner Wahl.... aber kein Kirschwasser zu finden. Die Paletten waren voll mit irgend einer neuen Sorte die keiner will. Ich hatte dann gefragt, was denn bitte mit Kirschgeschmack sei. Schließlich kaufe ich das seit Jahren. Keine Antwort nur ein Schulterzucken und den Hinweis das die irgend eine Sorte gegen was neues ausgetauscht hätten. Viel mehr konnte sie aber auch nicht sagen weil sie nichts weiter wusste,

Bin dann noch in einen anderen Penny Laden gewesen aber das gleiche. Scheinbar haben die das Entsprechende Wasser aus dem Angebot genommen. Zumindest haben hier zwei Läden die entsprechende Sorte "Kirsche" nicht mehr. Die wurde ja beanstandet und diese war so lecker toll.

Kann das denn jemand bestätigen? Sieht das bei euren Pennys auch so aus das die Kirsche aus den Sortiment genommen haben?

Cecil
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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von Cecil » 09.06.2013, 12:20

Jetzt mache ich mir meine schöne Schnapszahl kaputt (222) ...

Genau so, wie einige Viren schon seit einiger Zeit als krebsauslösend identifiziert worden sind und gleichzeitig berichtet wird, dass das z. B. gegenüber Alkohol und Nikotin nur recht wenige Fälle ausmacht, schaust Du hier:

http://www.krebsinformationsdienst.de/v ... hp#inhalt6

und hier:

http://www.stern.de/gesundheit/michael- ... 19712.html

wäre es schon wünschenswert, noch ein paar weitere Risikofaktoren (Kanzerogene) zu verifizieren.

Oder aber, mindestens genau so gut, ziemlich sicher auszuschließen. Eben um jener Karzinophobie entgegenzuwirken, einer somatoformen Störung, der man bei entsprechender Disposition leicht erliegen kann, die aber meines Wissens nicht dazu führt, den eingebildeten Krebs dann tatsächlich zu bekommen.

In diesem Sinne: Alles Gute!

NL
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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von NL » 08.06.2013, 21:03

Noch etwas zur Bekämpfung von Krebsursachen:
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/20 ... ung-afrika
Gruss & schönen Abend
Niko

Cecil
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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von Cecil » 08.06.2013, 10:54

Also ich wünsche mir schon, dass meine Kinder nicht die selben vermeidbaren Fehler machen wie ich.

An anderer Stelle habe ich mich schon mal zu "Epidemiologie von Krebs" geäußert; wer mag, kann hier lesen:

http://www.leukaemie-online.de/index.ph ... =17&t=3625

Ich finde die Ausführungen zum Nocebo-Effekt sehr interessant und sehe als Hobby-Psychologe hier viele Parallelen zu somatoformen Erkrankungen. Allerdings wehre ich mich vor allzu starken Verallgemeinerungen. Solche Erkrankungen treten m. E. vor allem in Bereichen wie Schmerz, krankhafte Angstzustände, Herz-Kreislauf usw. auf. Alles Dinge, die eng mit dem vegetativen Nervensystem verbunden sind.

Um ein Beispiel zu nennen: Diejenigen Stammzelltransplantierten, deren Angehörige in den letzten Monaten verzweifelt unter AML/ALL gepostet haben, weil sie mit schweren GvHDs im KH lagen, haben im Vorfeld ihrer Transplantation sicher nicht annähernd so viel über GvHDs gehört und gelesen wie z. B. ich. Sie haben sie sich nicht herbei gelesen. Die Ärzte klären sie darüber auf, dass das Auftreten einer GvHD durchaus im Bereich des Möglichen liegt, damit die Betroffenen bei den ersten Anzeichen adäquat reagieren.

Hier gilt dann, was auch in dem u. a. Link steht:
"Die Lösung liegt in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient. ... Die zweite Möglichkeit ist, den Patienten über den Noceboeffekt aufzuklären und ihm anzubieten, ihn deshalb nicht über Nebenwirkungen zu informieren. 'Das geht aber nur bei Medikamenten, bei denen die Unwissenheit nicht gefährlich werden kann' ... Mache ein Medikament beispielsweise so müde, dass man nicht mehr Autofahren kann, müsse der Patient das wissen." Zitat aus dem bereits von Niko zitiertem Link:

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/02/ ... ceboeffekt

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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von Utissima » 08.06.2013, 09:12

Man kann, wenn es einem überhaupt keine Ruhe lässt, natürlich in seiner Vergangenheit nachforschen, was es da gegeben hat. Zu einem gesicherten Ergebnis wird man nur selten kommen.
Es ist ja auch die Frage, was einem das im Nachgang "bringt". Was nützt es mir zu wissen, mein Krebs kam von x, aber nicht von y?
Dass ich anschließend umso mehr y konsumiere?
Meine Schwägerin, starke Raucherin, hatte Lungenkrebs. Klar besteht dort ein Zusammenhang. Geholfen hat ihr dieses Wissen gar nichts.

Wichtig finde ich eine Ursachenforschung für die Forschung--ganz ohne Frage.
Bei mir selbst als Erkranktem halte ich so eine vage Ursachenforschung für Verschwendung der Kraftreserven. Die brauche ich dann an anderen Stellen.

NL
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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von NL » 08.06.2013, 07:43

Moin Zusammen,
die Frage, was Krebs ausgelöst haben könnte, wird sehr oft gestellt. Was die Erkrankung eines Einzlnen angeht, lässt sich dasim Nachhinein wohl nur selten nechvollziehen, die Arbeit mit Radioaktivität oder Chemikalien gehören sicherlich dazu.
Was in den Diskussionen meines Erachtens oft ausgeblendet wird, sind Viruserkrankungen, Übergewicht (egal ob Bio oder nicht), Rauchen, Alkoholkonsum usw. Dazu braucht es keine konservierten, mit Vitaminen versetzten süsslichen Klebegetränke (in die Benzol selbstverständlich nicht hineingehört).
Man kann, wenn es einem überhaupt keine Ruhe lässt, natürlich in seiner Vergangenheit nachforschen, was es da gegeben hat. Zu einem gesicherten Ergebnis wird man nur selten kommen.

Neben dem bekannteren Placeboeffekt gibt es auch das Gegenteil dazu:
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/02/ ... ceboeffekt

Gruss & schönes Wochenende
Niko

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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von Rifur » 07.06.2013, 14:46

funkenflug hat geschrieben:Da die gesundheitlichen Risiken keiner sicher abschätzen kann, und bekannt ist dass das Zeug giftig ist und darüber hinaus verzichtbar, sehe ich keinen vernünftigen Grund warum es in irgendwelchen Lebensmitteln enthalten sein sollte.
Der Grund ist aber relativ leicht. Geld ist der Grund :) Sieht man ja schon daran was diese Bio Sachen kosten wo vieles einfach nicht mit drin ist. Wer kann sich das wirklich auf dauer leisten? Vieles kostet gleich mal doppelt teilweise auch 3 mal soviel als normal. Die meisten werden dafür wohl einfach nicht das Geld haben. Ich hätte es zumindest nicht.

funkenflug hat geschrieben:Was den Mobilfunk angeht: Soweit ich gehört habe hat man schon festgestellt dass Menschen die einen Sendemasten auf dem Dach direkt gegenüber haben mal über einen Umzug nachdenken sollten...
Aber da hört man auch immer was anderes. Was ist mit den ganzen Beispielen wo Leute eine Antenne auf ihr Dach bekamen. Plötzlich klagten die ganzen Mieter über Schlafstörungen, Kopfschmerzen und sonst was. Am ende stellte sich dann schon so oft heraus, dass die besagte Antenne noch gar nicht in Betrieb genommen wurde und einfach nur dort steht. Da ist einfach auch viel Einbildung bei. Vermutlich auch geschnürt durch solche Artikel die immer alles sofort verteufeln.

Am ende kann doch eh keiner sagen, wieso man nun irgend eine Krankheit wirklich bekommen hat. Wenn ich nun irgendwann mal Krebs oder Leukämie bekomme, dann kann ich es entweder auf die Süßstoffe die in der Cola drin sind die ich seit mindestens 15 Jahre trinke. Und das auch locker 3 bis 4 Liter davon. Oder aber ich kann auch einfach sagen, es liegt in der Familie. Wenn ich mir das bei uns so angucke, bei uns sterben fast alle irgendwie an Krebs. Wobei Leukämie noch nie dabei gewesen. Aber Lungenkrebs ist sehr häufig vertreten. Am ende weiß ich dann auch nicht ob es vielleicht einfach die Gene waren oder doch die Cola. Oder einer der ganzen anderen Sachen die ich esse/trinke und total ungesund sein sollen.

funkenflug

Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von funkenflug » 07.06.2013, 03:14

Es stimmt natürlich, dass Teile der Presse wie auch Verbraucher- und Naturschutzorganisationen von solchen Meldungen leben, und dabei die Wissenschaftlichkeit und nüchterne Betrachtungsweise gerne mal auf der Strecke bleibt. Ich würde vermuten die Gefahr die von solchen Getränken ausgeht ist, zumindest solange man sie nicht regelmäßig konsumiert, auch überschaubar. Wenn 1 Mikrogramm pro Liter unbedenklich sein sollten - was aber auch wieder so eine Frage ist, oft sind Grenzwerte ja auch zu hoch oder (scheinbar) willkürlich festgelegt - dann werden 2 - 3 Mikrogramm pro Liter nicht gleich eine Leukämie auslösen vermute ich.
Sicher sein, dass bei dieser Menge niemand zu Schaden kommt, der es ohne diese _zusätzliche_ Belastung nicht wäre, kann man aber nicht, denn wie schon erwähnt kommt da ja so einiges zusammen, und spätestens da weiß wirklich kein Mensch mehr wie sich das bei wem auswirkt oder ggf. auch nicht auswirkt.

Die Frage ist also nicht in erster Linie, ob man davon gleich Leukämie oder was sonst noch bekommt, oder ob man deswegen in Panik verfallen sollte (Panik ist selten ein guter Ratgeber, ich denke darauf kann man sich einigen), und auch nicht wovon man sich denn überhaupt noch ernähren soll weil es bei vielen anderen Lebensmitteln auch nicht besser aussieht - sondern die Frage ist aus meiner Sicht v.a. die, ob das da reingehört oder nicht. Da die gesundheitlichen Risiken keiner sicher abschätzen kann, und bekannt ist dass das Zeug giftig ist und darüber hinaus verzichtbar, sehe ich keinen vernünftigen Grund warum es in irgendwelchen Lebensmitteln enthalten sein sollte.
Das selbe gilt in vielen anderen vergleichbaren Fällen. - "Da und da ist aber auch das und das drin" ist kein Argument, sondern ein in den meisten Fällen lösbares Problem. Also wieso sollte man das nicht tun? Auch wenn man nicht weiß wie vielen Menschen das womöglich viel Leid erspart wird es mit Sicherheit nicht schaden, und wenn es um ein so hohes Gut geht und praktisch keine Nachteile daraus entstehen gibt es da für mich keine zwei möglichen Sichtweisen. Und ob oder wieviele Menschen dann weniger an Leukämie oder was immer erkranken, das wird man dann sehen wenn man zumindest mal die ohne Weiteres vermeidbaren Risiken und Belastungen minimiert hat - oder womöglich auch erst Jahrzehnte danach.

In Panik verfallen und um auf Nummer sicher zu gehen am besten gar nichts mehr zu essen und zu trinken ist natürlich keine Lösung. Aber kann man sowas nicht trotzdem als Problem ernst nehmen?
Ich möchte damit niemandem zu Nahe treten, aber ich habe den Eindruck (und das generell!) dass die Leute entweder Angst bekommen und teilweise auch überreagieren (aber wie gesagt, das Risiko einzuschätzen ist auch nicht ganz einfach), oder aber dem Ganzen mit so einer Abwehrhaltung begegnen (womöglich um genau den ersten Fall zu vermeiden), aber sowas finde ich eben auch absurd. Manchmal kommt von irgendwem dann noch ein "Sterben müssen wir sowieso alle!" als ultimatives Totschlag-Argument.

Eine Frage noch an cicici: Woher weißt du eigentlich dass Leukämien _nur_ durch bessere Diagnostik und höhere Lebenserwartung zunehmen? Kann ja sein dass das einen (vielleicht sogar großen) Teil ausmacht, aber gleichzeitig kann es doch auch noch genug andere Faktoren geben?

Was den Mobilfunk angeht: Soweit ich gehört habe hat man schon festgestellt dass Menschen die einen Sendemasten auf dem Dach direkt gegenüber haben mal über einen Umzug nachdenken sollten... :roll:
Ich weiß nicht, für welche Krankheiten man sonst ein um wieviel höheres Risiko hat (müsste ich selbst erst recherchieren), aber zumindest in diesen Fällen scheint es ernsthafte Hinweise auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung zu geben. Wie gesagt, so weit ich es mitbekommen habe, ist auch schon ein paar Jahre her, aber die Quelle schien mir seriös. Wer es genau wissen will muss leider selbst recherchieren, denn mehr ist bei mir auch nicht hängen geblieben und ich habe mich damit nicht weiter beschäftigt da ich keinen Sendemasten in unmittelbarer Nähe habe. Aber irgendwas war da schon.... (Und ganz genau wissen wirs vielleicht auch erst in zwanzig Jahren wenn die Wissenschaft wieder etwas weiter ist, sofern die breite Öffentlichkeit davon dann auch Kenntnis erlangt, denn das soll sie im Falle eines Falles ja dann doch lieber nicht. Bis mal der breiten Masse bekannt war wie gefährlich das Rauchen eigentlich ist hat es viele Jahrzehnte gedauert, und zu vielen ist die Erkenntnis scheinbar bis heute noch nicht durchgesickert.... :roll: )


PS: Bei Bio-Lebensmitteln sind ja immerhin die meisten fragwürdigen Zusatzstoffe verboten. Wem es auf das Geld nicht ankommt, dem kann das evtl. einiges an Zeit beim Enkaufen sparen....

Rifur
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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von Rifur » 07.06.2013, 00:18

Jetzt hab ich mich auch mal Angemeldet. Ich hab ja vorher das Forum bzw mehr so den Offtopic Bereich als "guest" zugespamt. Und bevor sich die Admins oder Mods wundern, ja früher war ich noch bei 1und1 jetzt gab es halt ein Providerwechsel ;)

Das ganze ist irgendwie mehr Panikmache als alles andere. Dort heißt es, dass Benzol entstehen KANN und genau das ist jetzt aber das was mich überwiegend interessiert. Wir haben also zwei Stoffe woraus sich Benzol bilden kann. Was dort überhaupt nicht erwähnt ist welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen damit das passiert. Wie viele gleiche Flaschen wurden getestet und in wie vielen der Flaschen hat man am Ende wirklich Benzol gefunden. Das sind irgendwie alles angaben die ich wichtig finde und die man einfach weggelassen hat. Liegt vielleicht auch daran, dass ich Chemie in der Schule schon immer geliebt hab. Und das mich so etwas einfach interessiert. Aber ohne diese Angaben kann ich irgendwie kein Artikel verbreiten.

Wem es interessiert, hier gibt es auch noch etwas über Benzol http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/d ... benzol.pdf Da sieht man doch schon das Problem bei der ganzen Sache. Im Grunde hat man so wieso fast überall Benzol in der Atemluft.

Und wenn man dann schon dabei ist muss man auch auf Süßstoff verzichten. Das soll auch Leukämie auslösen. Gibt sogar hier auf der Seite ein Artikel dazu. Aber will ich deswegen jetzt wirklich komplett auf Süßstoff verzichten? Irgendwie nicht. Dafür mag ich zu viele Getränke einfach wo das mit drin ist. Aber das ist ja nicht alles. Was gibt es denn heute noch was kein Krebs verursachen soll? Gibt auch Studien die besagen das Fleisch für Krebs verantwortlich sein soll bzw. es Krebs auslösen kann. Aber ich liebe Fleisch was nun?

Irgendwie ist es wie Cecil schon geschrieben hat. Wenn man wirklich auf alles achten würde wäre das vermutlich einfach eine Lebensaufgabe. Und vermutlich darf man dann kaum noch was essen und trinken weil alles ja irgendwie schädlich ist. Wenn man jetzt noch die ganzen Geschmacksverstärker rein nimmt... dann bleibt kaum noch was über was man essen kann. Am ende muss es eh jeder selber Wissen was er "riskieren" will und was nicht.

[EDIT]
Ich hab hier noch den Link zu Süßstoff und Leukämie rausgesucht http://www.leukaemie-online.de/index.ph ... g&Itemid=2

Cecil
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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von Cecil » 06.06.2013, 14:03

Wir alle sollten besser verstehen können, was die Liste der Inhaltsstoffe uns sagen will, ohne Lebensmitteltechnologie studieren zu müssen. Wir alle könnten uns irgendwie gesünder ernähren. Ich habe schon mal geplant, mir spätestens am WE diese Dokumentation hier:
http://www.leukaemie-online.de/index.ph ... f=7&t=3636
anzusehen (mind. 45 min), die unglücklicherweise im CML-Forum statt in "Leben mit Leukämie" gelandet ist. (Kann sie erst hinterher beurteilen.)

Bei uns ist das Kind ja leider schon in den Brunnen gefallen. Aber in Bezug auf meine liebsten Angehörigen, vor allem die, für die ich mit Verantwortung trage, bin ich da schon irgendwie aufmerksam.

Ich selbst habe nur - jenseits des hier angeführten Beispiels - grundsätzlich ein Problem damit, wenn die Lebensmittelbeschaffung zur Halb-Tagesaufgabe wird, etwa weil man sich in die Thematik "hineinsteigert". Ein klein wenig (!) Gelassenheit sollte sein, sonst schlägt der Effekt m. E. rasch ins Gegenteil um.

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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von cherry2011 » 06.06.2013, 13:23

Also mich hat der Artikel schon geschockt. Denn Benzol kann sehr wohl eine AML auslösen. Bei meinem leider mittlerweile verstorbenen Vater wurde die AML nach seinem Tod noch als Berufskrankheit anerkannt, da er in den 70er Jahren mit Benzolhaltigen Stoffen gearbeitet hat.

Ich werde diese Getränke garantiert meiden, denn man muß ja nichts riskieren.

Ich kann mich nur nochmal wiederholen:
Benzol kann eine AML auslösen, muß aber nicht.

LG cherry2011

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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von cicici » 06.06.2013, 11:25

Hallo,
ich glaub das alles nicht so richtig. Leukämien sind nach wie vor sehr seltene Krebserkrankungen. Wenn diese statistisch zunehmen, dann nur durch bessere Diagnostik und die Tatsache, dass die Menschen älter werden. Anderes Bsp. Handys: Diese gibt es doch jetzt schon seit über 20 Jahren, oder? Genug Zeit, um festzustellen, ob sich die Strahlen negativ auswirken. Da tut sich aber nichts. Wahrscheinlich muss man nur neurotisch genug ein, um sich "Schäden " einzubilden. Die Presse/Verbrauchermagazine lebt auch von Skandalen. Da werden zum Teil schlecht gemachte Studien als Indiz für etwas geführt. Oder Mini-Studien mit 5 Probanden- alles schon gelesen. Leukämien treten sporadisch auf, können jeden treffen. Damit müssen wir leben.

LG
Christina

funkenflug

Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von funkenflug » 06.06.2013, 05:03

Tja, ist ja leider auch nur ein Beispiel mehr für Feldversuche an der Bevölkerung mit freundlicher Unterstützung durch den Staat.
(Ich nehme an die in Deutschland viel zu geringen Mindestabstände von Hochspannungsleitungen zu Wohnhäusern die bei Kindern zu einem höheren Leukämierisikio führen sind hier schon bekannt? Und was uns die tollen Nanopartikel überall noch bringen werden bin ich auch schon sehr gespannt...)

Was das BfR angeht darf man wohl leider nicht viel mehr erwarten. Und je mehr Menschen abstumpfen und gleichgültig (wenn nicht gar zynisch) werden (was eine nachvollziehbare und womöglich auch natürliche Reaktion ist), desto weniger wird sich daran etwas ändern.

Wer sowas nicht will und es damit ernst meint, der kann vor der nächsten Wahl ja herausfinden welche Partei das auch tut (kleiner Tipp: die beiden "Volksparteien" sind es schon mal nicht, denn sonst hätten wir solche Zustände ja nicht überall), und daraus seine Konsequenzen ziehen.
Die Frage ist aber wie man diese Abstumpfung verhindern kann, denn es reicht natürlich nicht wenn das ein paar tun während die Mehrheit bei ihrer "Augen zu und durch"-Haltung bleibt (und "mir wird schon nichts passieren").

Und bevor wieder irgendwer meint gegen Lobbyismus und bla käme man ja sowieso nicht an: das stimmt nur solange es um Minderheiten geht.
Nach Fukushima war die in Deutschland ohnehin nicht sehr beliebte und nur mit viel Lobbyismus und Desinformation weiterzuführende Atomenergie-Politik mit einem Mal bei so weiten Teilen der Bevölkerung unten durch, dass selbst die langjährige Atomlobby-Partei davon abweichen musste, weil sonst die nächste Wahl ernsthaft in Gefahr gewesen wäre. (Sofern es das dumme Wahlvieh bis dahin nicht schon längst wieder vergessen hat zumindest, aber mit entsprechender Berichterstattung hätte sich das wohl verhindern lassen.)
Oder hat das der Bundesregierung etwa irgendjemand abgenommen: "Huch, wir wussten ja gar nicht dass Atomkraft gefährlich ist!"?

Das Problem ist leider einfach, dass die meisten das nicht wissen wollen, sondern viel lieber weiter in ihrer kleinen, vermeintlich heilen Welt leben wollen. Einen Ausweg sehe ich da leider nicht in absehbarer Zukunft.

Nelly_CML
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Re: Leukämie erzeugendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Beitrag von Nelly_CML » 26.04.2013, 09:44

Gast hat geschrieben: Solche Meldungen bringen mich irgendwie mehr zum Gähnen. Wann gibt es denn mal kein "Skandal" über irgendwas was Krebs auslösen kann.

Benzol ist nicht von schlechten Eltern... aber so gesehen Atme ich das Zeug auch ständig ein wenn ich durch die Stadt gehe oder einfach generell draußen bin. Das heißt, rausgehen darf ich eigentlich auch nicht mehr.

In dem Sinne, *prost* ich werde mal ein Schluck aus der Flasche mit den bösen Softdrinks nehmen die ja auch Krebs auslösen können.
Hallo Gast,

Wohl bekomms............ Aus früheren Zeiten weiß ich, dass süffige Getränke in netter Gesellschaft mit einer leckeren Zigarette noch besser schmecken. Da behaupten diese ewigen Langweiler auch, dass da Krebs auslösende Stoffe und auch Benzol drin sind. Ich bin ganz sicher, dass die meine Leukämie nicht ausgelöst haben, bin nämlich immun gegen Benzol.

Lieben Gruß
Nelly

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