Autoimmunhämolytische Anämie

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unknown

Beitrag von unknown » 30.07.2007, 00:21

Hallo,
Kann jemand berichten wie lange seine Hämolyse gedauert hat und ob sie wieder ganz weg therapiert werden konnte?
Danke

Thomas55
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Beitrag von Thomas55 » 11.07.2007, 20:19

Hallo Michael,

mein Arzt sprach schon vor Jahren wegen eines stark erniedrigten Haptoglobinwertes von einer beginnenden Hämolyse, mein HB-Wert erfreut sich aber nach wie vor bei Werten um 14. Auch der Coombs-Test ist zwischenzeitlich positiv geworden, zufällig habe ich gelesen, dass durch die Gabe von Glubolinen (die ich ja regelmäßig bekomme) dieser Wert verfälscht werden kann. Wie stark Medikamente Werte beeinflussen können habe ich diese Woche erlebt : durch die Einnahme von Novalgintropfen sind meine Thrombos auf nur noch 6.000 gesunken, angeblich eine sehr seltene Nebenwirkung. Glücklicherweise sind sie aber dank Kortison wieder im ansteigen.

Gruß
Thomas
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Oldiesohn
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Beitrag von Oldiesohn » 11.07.2007, 12:40

Hallo, hat jemand von euch eine autoimmuhämolytische anämie?


<!-- BBCode auto-link start --><a href="/http://www.onkodin.de/zms/content/e8/e1 ... x_ger.html" target="_blank">http://www.onkodin.de/zms/content/e8/e1 ... er.html</a><!-- BBCode auto-link end -->

angeblich ist dann der Coombs Test im Blut positiv, das Haptoglobulin erniedrigt und LDH erhöht und indirektes Bilirubin erhöht

bei meiner Mutter wurde jetzt nebenbei ein pos.Coombs Test festgestellt, aber Hapto ist sogar erhöht bzw. LDH normal
lt. Onkologen keine autoimmunhämolytische anämie

wenn jemand eine hat, wie waren die werte bei euch?

gruß Michael

_________________
danke und Gruß Michael

unknown

Beitrag von unknown » 19.10.2006, 14:27

Danke Waldi,

wie häufig sind eigentlich so Autoimmun Anämien- wie stellt man die im Blut fest?

Waldi
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Beitrag von Waldi » 14.08.2006, 13:30


Hallo Gast,
schwankende Blutwerte gehören zum Erscheinungsbild der CLL. Schon von heute auf morgen gibt es oft große Unterschiede. Das ist also durchaus "normal" und stellt in der Regel kein Problem dar. Die von dir genannten Werten sind keine Indikation für eine Chemotherapie. Sollte der Hb-Wert unter 10 sinken, wird man es wohl erst einmal mit Cortison versuchen. Damit kann man die AIHA meistens lange Zeit wirkungsvoll behandeln.
Gute Besserung
Waldi
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unknown

Beitrag von unknown » 14.08.2006, 12:21

Bei einer Entzündung im Darm= Divertikulitis sind meien Leukozyten zunächst von 33000 auf 37000 angesteigne , um dann auf 29000 innerhalb einer Woche abzufallen, verbunden mit einer Abnahme der lymphozyten von 35000 auf 28000 und der Granulozyten von 1500 auf 584!!!

aber gleichzeitg fiel der Erywert innerhalb von 5 Tagen!!! von 3,24 auf 3,09 und der HB wert von 11,4 auf 10,9

Hoffe dies hat nur mit der Entzündung zu tun und die Werte werden danach wieder besser

---------
habe sonst Angst, daß ich aufgrund der Erywerte womöglich eien Chemotherapie benötige- ab



Thomas55
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Beitrag von Thomas55 » 11.08.2006, 09:45

wichtig ist zu Wissen, dass die AIHA (Autoimmunhämolytische Anämie) oft als Nebenwirkung von einer Fludarabintherapie auftritt.

Gruß
Thomas
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Waldi
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Beitrag von Waldi » 09.08.2006, 10:11

Hallo Gast,
wie du schon richtig sagst, fallen bei einer Anämie Hb und Erys ab. Bei der CLL, die sich überwiegend im Knochenmark abspielt, kommt das oft im fortgeschrittenen Stadium vor, weil die normale Blutbildung durch die starke Vermehrung der monoklonalen Lymphos stark beeinträchtigt wird. Bei einer autoimmunhämolytischen Anämie ist das anders, die kann bereits im Frühstadium der CLL auftreten. Vermutlich versucht sich der Körper dabei gegen die CLL zu wehren, indem er Antikörper gegen die CLL-Zellen bildet. Oft gelingt es diesen Antikörpern sogar, die CLL zumindest teilweise zu kontrollieren, weshalb die Krankheit dann langsamer verläuft. Eine unangenehme Nebenerscheinung dieses Effektes ist jedoch, dass dadurch oft auch andere (gesunde) Zellen des Körpers angegriffen werden: in diesem Fall also die Erys. Viel häufiger als Autoimmun-Anämien sind bei der CLL aus dem gleichen Grund aber Autoimmun-Thrombopenien, aber auch Nervenzellen werden oft angegriffen, was sich in einer unangenehmen Polyneuropathie (PNP) in den Füßen bemerkbar macht. Interessant zu wissen ist, dass Autoimmun-Erkrankungen sich häufig schon vor der eigentlichen Diagnose der CLL oder auch anderer Krebserkrankungen bemerkbar machen.
Autoimmun-Anämien und -Thrombopenien therapiert man in der Regel mit Cortison. Gegen die Autoimmun-PNP ist noch kein vernünftiges Kraut gewachsen.
LG
Waldi

unknown

Beitrag von unknown » 08.08.2006, 09:16

Man liest immer weider, daß viele CLLler eine autoimmunhämolytische Anämie entwickeln

1) wie unterscheidet sie sich von der normalen Anämie-

vermutlich fallen auch HB und Erys ab?

2) wie kann man sie im Blut bestimmen?

3) wie wird sie therapiert

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