Sprycel-Generikum

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steef1973
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von steef1973 » 11.06.2019, 12:18

Hallo zusammen,

ich nehme auch seit letzter Woche das Generikum von Aliud. Kann bisher keine negativen Veränderungen feststellen.

Grüße

Stephan

Enki
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von Enki » 27.05.2019, 20:56

Liebe Grüße von der Nordsee,
ich bin vor einem Jahr an CML erkrankt.
Im Frühjahr diesen Jahres bekam ich plötzlich Dasatinib von Aliud und war auch total irritiert.
Ich rief meinen Onkologen an und er bestätigte mir, dass ich trotz der DasaHIT Studie ohne Weiteres
das Mittel nehmen könne, es sei der absolut identische Wirkstoff und ich habe gerade das Gefühl, dass das
Mittel bei mir weniger Nebenwirkungen macht als SPRYCEL.
Der Onkologe meinte sogar,dass die anderen Inhaltsstoffe für Nebenwirkungen verantwortlich sein können.
Alles Gute für Euch :)

jan
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von jan » 20.05.2019, 09:31

Hallo zusammen,

ob Generikum oder Originalpräparat, bei demselben Wirkstoff in derselben Dosis spielt es keine Rolle, ob das Arzneimittel für die CML (in verschiedenen Phasen) oder für ALL zugelassen ist - das hat rein patentrechtliche Gründe, weil die Laufzeiten der Patente von der Indikation abhängig ist.

Verwirrend ist es trotzdem, das verstehe ich.

Viele Grüße
Jan

paradoxon
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von paradoxon » 19.05.2019, 22:23

Hallo zusammen,

die Liste der TK-Rabattverträge gibt es online: https://www.tk.de/resource/blob/2058850 ... t-data.pdf
Anscheinend gibt es bisher nur zwei Hersteller von Dasatinib-Generika: Hexal und Aliud/Stada.

Ich denke nicht, dass man sich wegen der Arzneimittelqualität Sorgen machen muss. Sicher ist aber jede Umstellung bei so einem Medikament ein komisches Gefühl.

Ich frage mich allerdings, wie das überhaupt funktionieren soll, dass ein Generikum nur für bestimmte Indikationen des Originalpräparats zugelassen ist. Das hat wohl patent- bzw. zulassungsrechtliche Gründe.

Der Apotheker kennt ja die Diagnose nicht und kann gar nicht wissen, ob das Medikament für die Indikation zugelassen ist. Er muss entsprechend der Rabattverträge das Generikum ausgeben, wenn "aut idem" nicht ausgekreuzt ist.

Muss der Arzt sich hiermit beschäftigen? Ich denke eigentlich, nein: An sich verordnet er einen Wirkstoff, vielleicht ist zum Zeitpunkt der Verordnung das Generikum noch nicht einmal erhältlich. Das "aut idem" auskreuzen darf er auch nur bei medizinischen Gründen, ist eine unterschiedlich auslaufende Marktexklusivität für unterschiedliche Indikationen ein medizinischer Grund? Ich denke nein... Trotzdem ist das Kreuz bei "aut idem" ja wohl der einzige Weg sicherzustellen, dass der Patient das Original erhält.
Und weil der Apotheker es gar nicht anders wissen kann, ist die Verantwortung aus meiner Sicht auf jeden Fall beim Arzt.

Wenn jemand seinen Arzt mal darauf anspricht, berichtet doch bitte mal hier. Bin gespannt, was sie dazu sagen.

Viele Grüße
Jonathan

Annemi
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von Annemi » 18.05.2019, 13:21

Hallo,

Das Thema scheint ja gerade hochzukochen. Nehme seit 8 Wochen Sprycel und wollte mir heute in der Apotheke die dritte Packung kaufen. Da sagte man mir auch, das ich nur ein Generikum bekommen könnte. Die letzten beiden Male habe ich kommentarlos Sprycel bekommen. Ich habe jetzt erstmal keines mitgenommen, weil ich noch ein paar Tabletten habe. Mich verunsichert, das eines der Generika bei CML nicht zugelassen ist ... wie konnte man es mir dann verschreiben? Welche Generika gibt es denn genau für Spycel? Ich bin auch bei der TKK.

Lg.

Annemie

Anne
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von Anne » 18.05.2019, 08:49

Hallo Sophie,

meine Diagnose war im Oktober 2012 und im Rahmen der TIGER-Studie hatte ich dann auch einen Absetzversuch unternommen, der aber scheiterte. Anfangs nahm ich Tasigna, dann ganz kurze Zeit Bosulif und nun seit eineinhalb Jahren Sprycel. Meine Werte waren immer gut, der letzte lag sogar bei 0,0000, wie ich gestern erfuhr.

Auf dem Beipackzettel von Dasatinib AL steht, dass es für die Behandlung von ALL zugelassen ist. Auf dem Beipackzettel von Sprycel steht, dass es für ALL und CML zugelassen ist. Mag ja sein, dass Dasatinib AL genauso gut funktioniert bei CML, aber wenn es dafür nicht zugelassen ist, darf es eigentlich nicht beim CML-Patienten landen. Das hat Dein Arzt offenbar auch so gesehen, und die Auskunft, die Daskleineichbinich jetzt erhalten hat, bestätigt das.

Aber da fragt man sich als Patientin dann doch, wie es sein kann, dass man ein für CML nicht zugelassenes Medikament erhält. So etwas sollte eigentlich nicht passieren. Ich habe die Study Nurse gebeten, mal mit einem der Ärzte zu sprechen. Wenn es Neues gibt, melde ich mich wieder bei Euch.

Einstweilen ganz liebe Grüße

Anne

Daskleineichbinich27
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von Daskleineichbinich27 » 17.05.2019, 13:02

Hallo
Ich muss mich nochmal melden
Ich bin grad angerufen worden von meiner Onkologie Praxis. .
Mein Onkologe sagt Dasatinib von AL (Aliud) ist nicht zugelassen für CML daher soll ich das Medikament in der Apotheke umtauschen. Das ist ein Fehler der Apotheke gewesen.
Ich bekomme in Zukunft nur das Original Sprycel von Bristol Meyer Squibb mit auf idem Kreuz.

Vllt wissen Marc oder Jan noch mehr dazu.

Wollte euch diese Info nicht vorenthalten.
Lg
For I am quite sure:neither death nor life, neither angels nor demons, neither present nor future, nor any powers,neither high nor low, or anything else in the world, can separate us from the love of God which he gives us in Jesus Christ, our Lord, give.

Daskleineichbinich27
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von Daskleineichbinich27 » 17.05.2019, 09:33

Hallo Anne und alle anderen Betroffenen
Guten Morgen
Also die Studienzentrale in Jena hat mich zurück gerufen.
Für diese Anwendungsstudie DasaHit ist es unerheblich von welcher Firma das Dasatinib kommt.
Die Studie ist nicht von der Firma Bristol Meyer Squibb , die ja das Original Sprycel herstellt, initiert.
Sondern es geht darum, ob der Wirkstoff Dasatinib in dem Arm (Zweig) in denen die Patienten 5 Tage Dasatinib nehmen u 2 Tage Pause haben, genauso wirksam ist, aber mit weniger Nebenwirkungen, wie die Patienten, die es 7 Tage durchgehend nehmen.
Die offizielle Empfehlung lautet ja täglich nehmen. Das wird eben nun mit der Studie geprüft.
Übrigens auch wenn du keinen Arzt direkt als Ansprechpartner hast (Was ich auch nicht mag u bei meinem Arzt wohl auch jetzt ist u ich schon bemängelt habe) ist die Study Nurse, die Studienschwester, immer Ansprechpartner für uns Patienten und natürlich Jena
Hoffe ich konnt ein bischen helfen
Viele Grüße
Daskleineichbinich27
Zuletzt geändert von Daskleineichbinich27 am 17.05.2019, 14:11, insgesamt 2-mal geändert.
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Sopherl23
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von Sopherl23 » 17.05.2019, 09:22

Hallo Anne,

nein, ich bin in keiner Studie. Ich habe am 6.6. Wieder Termin und werde da nochmal nachhaken.
Ohne festen Ansprechpartner ist das natürlich nicht so toll für dich, ich hoffe, das ändert sich wieder.
Seit wann nimmst du TKIs und wie sind deine Werte?

Viele Grüße
ED 11.07.2018, ab 24.07.2018 Tasigna 300mg/Tag, seit 28.10.2018 Sprycel 100mg/Tag

Anne
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von Anne » 17.05.2019, 08:36

Hallo Sophie,

bist Du auch in einer Studie?

Ich bin - wie auch daskleineichbinich27 - in der DasaHIT-Studie und habe jetzt ebenfalls das Generikum von Aliud Pharma bekommen, das ich ab heute nehmen werde. Wegen der Wirksamkeit mache ich mir nicht so viele Sorgen, aber es wundert mich schon, dass im Rahmen einer Studie auf ein Generikum umgestellt wird.

Leider habe ich seit dem Weggang meines behandelnden Arztes an der Uniklinik Bonn keinen festen Ansprechpartner mehr, sondern immer wechselnde Ärzte, deren Schwerpunkte nicht bei Leukämien liegen und die meine Fragen zur Studie nicht beantworten können.

Nun bin ich mal gespannt, was Du, liebes kleinesichbinich27, für eine Antwort aus Jena bekommst.

Viele Grüße

Anne

Sopherl23
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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von Sopherl23 » 16.05.2019, 21:52

Hallo ihr 2,
Ich hatte schon in Januar Dasatinib von AL und habe keinen Unterschied bemerkt. Mein Arzt hat mir aber vor ein paar Wochen erklärt, dass er mir aus rechtlichen Gründen NUR noch das Original verschreiben darf. Deshalb wundert es mich, dass ihr JETZT das Generikum bekommt.

Viele Grüße
Sophie
ED 11.07.2018, ab 24.07.2018 Tasigna 300mg/Tag, seit 28.10.2018 Sprycel 100mg/Tag

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Re: Sprycel-Generikum

Beitrag von Daskleineichbinich27 » 16.05.2019, 13:12

Hallo Anne
Das ist genau meine Frage
Ich habe grad Dasatinib von AL (Aloud Pharma )bekommen. Da ich in der DasaHIT Studie bin habe ich dort in Jena angerufen und nachgefragt. Warte noch auf einen Rückruf. Aber die Dame meinte dass sie diese Frage jetzt schon öfter bekommen hat und es wohl egal sei für die Studie. Wollte aber das nicht 100% bestätigen u gibt es weiter. Sobald ich mehr weiß meld ich mich gern nochmal.
Hast du das neue inzwischen bekommen? Berichte mal von deinen Erfahrungen damit. Ist sicher interessant.
Ich hab noch nicht damit gestartet. Hoffe dass die Nebenwirkungen nicht schlimmer werden.
Eine Nachfrage meinerseits bei der Firma Bristol Meyer Squipp (dem Hersteller von Sprycel) ergab das es einen Engpass durch eine Begrenzung der Abgabe an Händler gegeben hat. Es gibt aber das Original weiter.
Viele Grüße
Daskleineichbinich27
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Sprycel-Generikum

Beitrag von Anne » 13.05.2019, 10:05

Hallo,

nachdem ich schon etwas länger nicht mehr im Forum war und nicht mehr ganz auf dem Laufenden bin, wollte ich mal nachfragen, wer von Euch jetzt Sprycel als Generikum bekommt. Weder meinem Arzt noch mir war bekannt, dass es nicht mehr möglich ist, das Original zu erhalten (zumindest gilt das für die TK). Meines ist erst bestellt, weshalb ich noch nicht sagen kann, von welchem Hersteller es ist.

Hat von Euch schon jemand Erfahrungen diesbezüglich?

Beste Grüße

Anne

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