Corona Impfung

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ceda
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Re: Corona Impfung

Beitrag von ceda » 19.07.2021, 21:20

Guten Abend.

Hat da jemand Erfahrung mit Test auf T- Zell Immunität, oder weißt jemand etwas mehr?
https://www.my-lab.at/news/ Man muss weiter unten schauen.

Danke Dana

Timo2601
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Timo2601 » 06.07.2021, 14:01

Hallo zusammen,

ich habe im Klinikum in Kiel den Impftiter bestimmen lassen und bin hoffnungsvoll davon ausgegangen, dass nach zwei Dosen Biontech ( bei der zweiten Impfung habe ich sehr heftig reagiert) ein ausreichender Impfschutz aufgebaut wurde.
Leider habe ich nun das ernüchternde Ergebnis.
knapp grenzwertiger Impfschutz mit 23,2B au/ml
Als zusätzlicher Hinweis, ich bin 36 Jahre alt und hatte bislang keine Therapien und auch keine nennenswerten Immunproblematiken. Nun ist fraglich ob eine dritte Impfung hilfreich wäre.
Leider scheint das Thema bei der CLL wirklich schwierig zu sein.

LG Timo

Sonnenschein55

Re: Corona Impfung

Beitrag von Sonnenschein55 » 25.06.2021, 17:34

Hallo zusammen,
bezüglich der Bildung von Antikörpern kann ich mitteilen, dass meine Mutter (92)
an CLL erkrankt seit 15 Jahren, aber bisher w & w auch 0 Antikörper gebildet hat. Sie wurde 2 x mit Biontech
geimpft und ca. 5 Wochen nach 2. Impfung wurde die Blutuntersuchung vorgenommen.
Sie hat leider 2 Probleme, die diese Situation verursachen . Ihr Alter und die
CLL. Unser Hämatologe hat uns mitgeteilt, dass es z.Z. eben keine Studien,
Erfahrungen und Zulassung gibt um eine 3. Impfung vorzunehmen.
Er hofft, dass die T-Zellen etwas tun und doch ein gewisser Schutz da ist.
Diese T-Zellen sind ja anscheinend noch nicht messbar, wie ich das
verstanden habe. Mein Mann und ich haben mehr als genug Antikörper gebildet laut
Arzt. Müssen jetzt weiter vorsichtig sein, dass wir nichts nach Hause bringen (Mutter lebt
im Haushalt).
Ich möchte nicht wissen wieviel Menschen sich in Sicherheit wiegen weil sie geimpft sind
und doch keinen Schutz haben durch unterschiedliche Erkrankungen.
Viele werden diesen Test bestimmt nicht machen, zumal er selbst bezahlt werden muss.
Ich wünsche allen eine gute Zeit und viel Gesundheit.
Maria

411kappel

Re: Corona Impfung

Beitrag von 411kappel » 25.06.2021, 09:50

Guten Morgen zusammen,
leider habe ich auch diese Woche die Mitteilung von meiner Ärztin erhalten, dass ich 0,00 Antikörper habe…
Habe meine Impfung Pfizer bereits im Februar erhalten und fühlte mich etwas sicherer. Jetzt weiß ich nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Bin im Moment noch in w&w. Die Nachricht hat mich umgehauen.
Was kann ich tun, außer Mundschutz, Hygiene.. .?

Grüsse Chrisi

ceda
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Re: Corona Impfung

Beitrag von ceda » 23.06.2021, 21:07

Guten Abend.

Noch einmal ich. Ich habe heute mit Hämatologie telefoniert.
Sie haben natürlich auch keine Unterlagen über 3. Impfung. Der Arzt meint ich soll noch einmal nach 6 Wochen Antikörper testen lassen. Laut ihm ist möglich dass ich doch über T- Zellen Immunantwort habe. Weil: Seine 2 CLL Patienten mit 0,00 Antikörper nach 2 Impfungen, Pfizer, sind Corona krank geworden. Verlauf COVID 19 Erkrankung war bei beiden sehr mild. .Aber sie müssen auch alle Daten sammeln.

Dana.

ceda
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Re: Corona Impfung

Beitrag von ceda » 22.06.2021, 21:15

Hallo Alan.

Ja genau. Ich weiß das. Z.B Rotaviren-Impfung. Die Kinderärztin hat mich gewarnt.

LG Dana

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 22.06.2021, 17:08

Hallo ceda,

über eine 3. Impfung fehlen noch Daten, ob sie einen Unterschied macht , sie könnte eine Option sein, müsste aber eine Zulassung erhalten.
Eine Studie über eine Impfstoff Kombi mit AstraZeneca und Biontech Pfizer mit 250 Personen bei der Uni Homburg Saar .
Die Analyse der Antikörperbildung ergab, dass eine kombinierte Astra Erstimpfung und Biontech Pfizer Zweitimpfung eine wesentlich höhere Wirksamkeit ergab als eine zweifache AstraZ. Impfung und noch leicht bessere Ergebnisse als eine zweifache Biontech Pf. Impfung. ( Prof. Martina Sester Transplantations- und Infektionsimmunologie Tel. 06841 162 3557 )
Für Pat. deren Immunabwehr geschwächt ist gilt zu überprüfen ob diese Kombi Impfung spätestens als 3- Impfung eine Version sein sollte, um eine möglichst breite Immunreaktion zu erzeugen.

Der Kontakt mit Enkeln ist gerade ein Thema während der Corona Pandemie .
CLL – Pat. dürfen auf keinen Fall Lebendimpfstoffe erhalten.
Müssen wir uns als CLL- Pat. Sorgen machen in der Nähe von Enkeln zu sein, die kürzlich Lebendimpfstoffe erhalten haben ? ( kein Corona Impfstoff )
Antwort von CLL – Experten: Es besteht ein theoretisches Risiko , dass Lebendimpfstoffe , die Kindern verabreicht werden, auf immungeschwächte Pat. übertragen werden und wir empfehlen daher, den Kontakt zu vermeiden.
Gruß Alan

ceda
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Re: Corona Impfung

Beitrag von ceda » 21.06.2021, 17:05

@ Alan
Danke für deine Antwort. <3 Meine Nebenwirkungen habe ich gemeldet. Pfizer hat eine Seite wo du das alles schreiben kannst. Auch mein HA hat das gemacht. Er hat gemeint dass ich 3.Imipfung brauche. Vektorimpfstoff. Aber momentan ist sowieso nur Biontech/Pfizer oder Moderna geliefert an HÄ.

@ Thomas
..mit der Angst zu leben.. Ich habe CLL seit 11 Jahren. Man lernt mit der Krankheit umgehen. Meine Blutwerte sind 11 Jahre stabil. Immunglobuline waren und sind immer sehr niedrig. Globulin-Substitutionen ist nicht notwendig weil ich nie krank bin. Klopf klopf.
Meine erwachsene Kinder sind Corona geimpft Problem sind meine Enkelinnen. 3 und 2 Jahre.
( Kindergarten und Krabbelstube ) Da blutet mein Herz. Ich möchte richtig Oma sein.
Angst sage ich nicht. Ich bin unsicher. Schnupfen oder Grippe sieht man. Symptome sind gleich da.
Aber Corona....
Gottseidank haben wir Sommer. Man kann auch im Garten mit Kinder spielen.
Wir sehen was uns Herbst bringt.

LG Dana

Thomas55
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Thomas55 » 20.06.2021, 14:26

..der emotionale Teil meines Gehirns blinkt rot, wenn ich jeden Tag Bilder und Nachrichten höre uns sehe die sich mit Corona beschäftigen. Der rationale Teil meines Gehirns fragt sich "was hat sich geändert" zur bisherigen Situation. Die Cll war und ist ja schon immer. die Leukämievariante die besonders mit einer Immunproblematik zusammenhängt, d.h. ein Krebs des Immunsystems. Für mich schon immer seit fast 25 Jahren ein "Tanz auf dem Vulkan" einmal durch drohende nicht mehr zu kontrollierende Infekte und einmal durch andere Probleme z.B. der Blutbildung und z.B. wie bei mir durch drohende innere Blutungen.

In diesem Zusammenhang hat mich schon immer gestört, dass alle (modernen) Therapien die Immunproblematik in der Regel oft dauerhaft zusätzlich verschärfen, dadurch z.B. auch die Gefahr der Zweitkrebse. Dies fällt in der Diskussion auf Vorträgen und bei Therapieentscheidungen oft etwas "unter den Tisch".

Was ist nun für uns neu : es gibt eine zusätzliche neue Krankheit, bei der es scheint, dass die Impfung nicht oder nur eingeschränkt wirkt. Mir war es wichtig dass deshalb mein familiäres Umfeld sich möglichst impfen läßt. Inzwischen haben meine Frau und alle 4 Kinder ihren Impfschutz die älteste Enkelin ist auch schon 1x geimpft und drei jüngere Enkel werden mindestens zwei Mal wöchentlich getestet....und dann hoffe ich dass es der Medizin gelingt eine gute Therapie zu finden. Auch werden bis in ein bis zwei Jahren in den Globulinsubsitutionen, die ja einige von uns bekommen, auch Corona Antikörper zu finden sind.

Es bleibt uns eigentlich nichts anderes übrig als mit der Angst zu leben, so dass sie nicht überhand nimmt. Sein praktisches Leben darauf einzustellen war für Immungeschwächte schon immer ein wichtiger Überlebenspunkt, ist für extrovertierte Menschen schwieriger als für introvertierte aber ein Preis der Krankheit....

Gruß
Thomas

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 20.06.2021, 12:32

Hallo ceda,
zu deinen Fragen gibt es leider mehr Unbekanntes als Bekanntes. Das Nebenwirkungen und Reaktionen einer Impfung auf ein Ansprechen hindeuten, halte ich für einen Mythos obwohl es unter Ärzten keinen Konsens gibt. Die Nebenwirkungen treten bei Biontech Pfizer typischerweise bei der Zweitimpfung auf und sind spätestens nach 3 Tagen verschwunden.
Da diese bei dir 4 Wochen angehalten haben ,ist dies ein Grund ,das zu melden um den Ereignissen nachzugehen ,um auch die Impfsicherheit zu erhalten .
Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten wie Schwellungen von Gesicht, Hals, Lymphknoten , Probleme beim Atmen, schneller Herzschlag , Ausschlag, Schwindel und Schwäche. Impfschäden sind äußerst selten, wichtig ist, dass nichts zurück geblieben ist.
Zu den aktuellen Herausforderungen für einen zugelassenen SARS-CoV-2-Impfstoff gehören die maßstabsgetreue Herstellung, der Vertrieb, die Lagerbedingungen, die Rekonstitution und die Verabreichung, insbesondere für die Impfstoffe auf Lipid-Nanopartikel-mRNA-Basis, die für eine angemessene Impfstoffkonservierung niedrige Temperaturen erfordern.
Um nach der Impfung eine optimale schützende Immunität zu erzeugen, wird eine intakte Wirtsimmunität benötigt, insbesondere in Bezug auf Antigenpräsentation, B- und T-Zell-Aktivierung und Plasma-B-Zell-Antikörperbildung. Daher sind Wirte, denen funktionelle adaptive Immunzellen fehlen, möglicherweise nicht in der Lage, eine vollständig schützende Immunantwort auf einen SARS-CoV-2-Impfstoff zu erzeugen, der für die allgemeine Bevölkerung zugelassen ist.

Die folgenden immungeschwächten Patientenpopulationen könnten eine abgeschwächte oder fehlende Reaktion auf SARS-CoV-2-Impfstoffe aufweisen:

Primär u. Primäre und sekundäre Immundefekte mit adaptiver Immunität
Splenektomie oder funktionelle Asplenie [z. B. Sichelzellanämie]
B-Zell-gerichtete Therapien (z. B. Blockierung monoklonaler Antikörper gegen CD20 oder CD22, bispezifische Wirkstoffe wie Blinatumomab, CD19- oder CD22-gerichtete chimäre Antigenrezeptor-T-Zell-[CAR-T]-Therapien, Bruton-Tyrosinkinase-[BTK]-Inhibitoren)
T-Zell-gerichtete Therapien (z. B. Calcineurin-Inhibitoren, Anti-Thymozyten-Globulin, Alemtuzumab)
Viele Chemotherapieschemata
Hochdosierte Kortikosteroide (≥20 mg pro Dosis oder >2 mg/kg/Tag täglich Prednison oder Äquivalent)
Hämatopoetische Zelltransplantation (HCT), insbesondere innerhalb der ersten drei bis sechs Monate nach autologer HCT und oft länger nach allogener HCT
Zugrundeliegende aberrante Immunität (z. B. Graft-vs.-Host-Erkrankung, Transplantatabstoßung, fehlende oder unvollständige Immunrekonstitution, Neutropenie ANC <500/μl, Lymphopenie ALC <200/μl)
Die Wirksamkeit von proteinbasierten oder inaktivierten (abgetöteten) SARS-CoV-2-Impfstoffen bei immungeschwächten Patienten muss noch untersucht werden. Frühere Erfahrungen mit inaktivierten oder abgetöteten Virusimpfstoffen haben eine gewisse Wirksamkeit bei immungeschwächten Patienten gezeigt, was dazu führt, dass einige Gesellschaften die Impfung dieser Population empfehlen. 10Das Ansprechen des Impfstoffs wird durch die Grunderkrankung sowie die Art und den Zeitpunkt der kürzlich erfolgten Therapie beeinflusst. Der adjuvantierte rekombinante (proteinbasierte) Zoster-Impfstoff war sicher und rief bei Patienten mit hämatologischen Malignomen robuste humorale und zelluläre Immunantworten hervor, wenn er während oder bis zu sechs Monate nach der immunsuppressiven Therapie verabreicht wurde. Allerdings waren die Ansprechraten bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) oder Non-Hodgkin-Lymphomen, von denen viele wahrscheinlich mit Anti-CD20-haltigen Therapien behandelt wurden, niedriger als bei den übrigen hämatologischen Malignomen.

Grippeimpfstoffe, die abgetötete Viren verwenden, sind sicher und können bei immungeschwächten Patienten humorale Immunantworten auslösen, aber die Ansprechraten scheinen sehr unterschiedlich zu sein, zwischen 15 und 63 Prozent der CLL-Patienten, die nicht aktiv behandelt werden, und bei 7 bis 26 Prozent bei Patienten, die BTK-Inhibitoren erhalten on (Ibrutinib)-Therapie.

Die Immunantwort auf Varicella-Zoster ist eine Gedächtnisreaktion, da die überwiegende Mehrheit der Menschen im Kindesalter Antikörper gegen das Varicella-Zoster-Virus gebildet hat. In ähnlicher Weise ist die Reaktion auf Influenza zumindest teilweise eine Gedächtnisreaktion. Im Gegensatz dazu erfordert die Reaktion auf SARS-CoV-2 eine de novo- Immunantwort, und es ist viel weniger darüber bekannt, wie gut immungeschwächte Patienten in der Lage sein werden, eine solche Reaktion zu erzeugen.

Mögliche Überlegungen für Tests vor der Verabreichung des SARS-CoV-2-Impfstoffs bei einem immungeschwächten Patienten umfassen ein komplettes Blutbild mit Differentialblutbild, B- und T-Zell-Immunphänotyp im peripheren Blut, quantitative Immunglobuline (IgG, IgM, IgA) sowie Tetanus- und Pneumokokken-Titer , um zu bestimmen, ob ein Patient wahrscheinlich eine schützende Immunantwort aufbauen wird. Der Einfluss dieser Parameter auf die Reaktion auf SARS-CoV-2-Impfstoffe ist jedoch unbekannt.
Gruß Alan

ceda
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Re: Corona Impfung

Beitrag von ceda » 19.06.2021, 15:19

Hallo Alan.

Danke für deine Mühe uns alle immer zu informieren. Ich lese ab und zu 2x, 3x bis ich das alles heraus habe.( Naja, Krankenschwester )
Ich habe nach meine 2. Impfung ( Pfizer ) sehr heftige Reaktion. Alles was als Nebenwirkung dabei steht. Ca 3 Tage lang aber auch naher immer wieder etwas. Gelenke, Muskel, Bauch, Fieberblasen, Gerstenkorn. Erst jetzt 4 Wochen nach, geht es mit wieder gut.
Hast du vielleicht für mich eine Antwort warum habe ich so reagiert. Ich habe wirklich 0,00 Antikörper.

Danke. Dana.

Bei Pfizer habe ich nachgefragt. Sie dürfen keine Info geben und ich soll Beipackzettel lesen. :D

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 19.06.2021, 14:18

An alle,
Antikörper-Titer-Test
Zweck des Tests
Der Zweck dieses Tests besteht darin, den Spiegel bestimmter Antikörper im Blut zu überprüfen. Diese Werte werden als Antikörpertiter bezeichnet. Wenn die Titer über einem bestimmten Schwellenwert liegen, zeigt dies, dass das Immunsystem zuvor entweder einem Impfstoff oder einem Krankheitserreger ausgesetzt war.

Ein Antikörper-Titer-Test kann in verschiedenen Situationen verwendet werden:

Beurteilung einer früheren Krankheitsexposition: Das Vorhandensein von Antikörpern kann eine frühere Exposition gegenüber einem Krankheitserreger widerspiegeln.
Ermittlung der Impfanamnese : Bei Personen, die keine vollständigen oder zuverlässigen medizinischen Unterlagen haben, kann ein Antikörpertitertest die bereits erhaltenen Impfstoffe identifizieren. Am häufigsten tritt dies bei Kindern oder Erwachsenen auf, die ohne detaillierte medizinische Aufzeichnungen in die Vereinigten Staaten einwandern. In diesem Zusammenhang kann es als Immunisierungstest bezeichnet werden.
Erfüllung der Anforderungen für Schulen, Arbeitgeber oder Einrichtungen für betreutes Wohnen: In verschiedenen Kontexten ist ein Impfnachweis erforderlich, und wenn die Krankenakte diesen Nachweis nicht erbringen kann, kann ein Antikörpertitertest eine Option sein, um nachzuweisen, dass Sie einen bestimmten Impfstoff erhalten haben.
Beurteilung einer früheren Krankheitsexposition: Das Vorhandensein von Antikörpern kann eine frühere Exposition gegenüber einem Krankheitserreger widerspiegeln.
Bewertung der Immunfunktion: Menschen mit einigen Immunkrankheiten entwickeln nach der Exposition mit Krankheitserregern oder der Verabreichung des Impfstoffs nicht richtig Antikörper. Dies kann zu wiederkehrenden Infektionen führen oder sie anfällig für impfpräventable Krankheiten machen. Nach der Impfung kann ein Titertest durchgeführt werden, um zu sehen, ob das Immunsystem richtig reagiert.
Diagnose von Autoimmunerkrankungen: Unter bestimmten Bedingungen greift das Immunsystem körpereigene Zellen an. Das Vorhandensein bestimmter Arten von Antikörpern kann ein Hinweis auf ein Autoimmunproblem sein.
Schutz des medizinischen Personals: Medizinisches Personal benötigt möglicherweise einen Titertest, um sicherzustellen, dass sie Antikörper gegen Viren haben, denen sie häufig ausgesetzt sind.
Was misst der Test?
Der Test misst Antikörpertiter. Dies ist ein Fachbegriff für den Gehalt einer Proteinart, die vom Immunsystem produziert wird. Spezifische Antikörper werden als Reaktion auf bestimmte Krankheitserreger wie Viren produziert.

Das Vorhandensein einer bestimmten Menge von Antikörpern kann zeigen, dass eine Person geimpft wurde oder einem bestimmten Krankheitserreger ausgesetzt war. Beispiele für Antikörper im Blut, die gemessen werden können, um Informationen über Impfungen oder vergangene Infektionen zu erhalten, sind:

Masern und Mumps
Röteln
Varicella-Zoster-Virus, das Windpocken und Gürtelrose verursacht
Hepatitis ( Hepatitis A , Hepatitis B , Hepatitis C )
Tetanus und Diphtherie
Mononukleose
COVID-19
Blut kann analysiert werden, um Dutzende anderer spezifischer Antikörper zu messen, die mit einer Vielzahl von Erkrankungen in Verbindung stehen. Je nach Art der gemessenen Antikörper stehen verschiedene Testmethoden zur Verfügung.

Bei der Messung der Antikörpertiter im Zusammenhang mit der Immunisierung ist zu beachten, dass das Vorhandensein von Antikörpern keinen Schutz garantiert. Es gibt keinen Test, um eine vollständige Immunität gegen einen Erreger definitiv nachzuweisen. Das Fehlen spezifischer Antikörper bedeutet auch nicht, dass der Körper keine Immunantwort gegen diese spezifische Krankheit aufbauen könnte. Dies liegt daran, dass andere Segmente des Immunsystems für die Bekämpfung von Krankheitserregern verantwortlich sind.

Wann sollte ich einen Impftest machen lassen?
Antikörpertitertests zur Bewertung der Immunfunktion oder zur Identifizierung aktiver oder vergangener Infektionen werden auf Ihre spezifischen Umstände zugeschnitten. Ihr Arzt ist am besten in der Lage, die potenziellen Vorteile und Nachteile von Tests in Ihrer Situation zu überprüfen. Sprechen Sie mit einem Arzt, um festzustellen, ob ein Antikörpertest für Sie geeignet ist.

In einigen Fällen können Antikörpertitertests verwendet werden, um einen Zeitplan für Impfstoffe festzulegen. Wenn der Impfstatus jedoch unklar ist, können Ärzte altersgerechte Impfungen empfehlen, ohne einen Impftest durchzuführen.
Wie viel kostet der Test?
Es gibt keinen Standardpreis für Antikörpertitertests. Zu den Faktoren, die den Preis des Tests beeinflussen, gehören:

Welcher Antikörper oder welche Antikörper werden gemessen
Die Labortechniken zur Messung von Antikörpern
Wo Sie Ihr Blut abnehmen lassen
Die Technikergebühr für die Blutabnahme
Ob Sie eine Versicherung haben und ob diese den Test abdeckt
Ob Sie Kostenbeteiligungen wie Selbstbeteiligungen oder Selbstbehalte im Rahmen Ihrer Versicherung haben
Bevor Sie sich testen lassen, können Sie Ihren Arzt oder einen Vertreter eines medizinischen Labors und Ihrer Versicherungsgesellschaft fragen, welche Kosten für einen Titertest auf bestimmte Antikörper zu erwarten sind.
Gruß Alan

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 19.06.2021, 14:10

An alle,
Merkmale einer Immunantwort
Eine Immunantwort wird im Allgemeinen in angeborene und adaptive Immunität unterteilt. Die angeborene Immunität tritt sofort ein, wenn zirkulierende angeborene Zellen ein Problem erkennen. Die adaptive Immunität tritt später auf, da sie auf der Koordination und Expansion spezifischer adaptiver Immunzellen beruht. Das Immungedächtnis folgt der adaptiven Reaktion, wenn reife adaptive Zellen, die hochspezifisch für das ursprüngliche Pathogen sind, für eine spätere Verwendung erhalten bleiben.

Angeborene Immunität
Zellen des angeborenen Immunsystems exprimieren genetisch kodierte Rezeptoren, sogenannte Toll-like Rezeptoren (TLRs), die allgemeine Gefahren- oder Pathogen-assoziierte Muster erkennen. Zusammengenommen können diese Rezeptoren Viren, Bakterien, Pilze und sogar nicht infektiöse Probleme allgemein erkennen. Sie können jedoch nicht zwischen bestimmten Bakterien- oder Virenstämmen unterscheiden.

Es gibt zahlreiche Arten von angeborenen Immunzellen mit spezialisierten Funktionen. Sie umfassen Neutrophile, Eosinophile, Basophile, Mastzellen, Monozyten, dendritische Zellen und Makrophagen (siehe Immunzellen für detaillierte Beschreibungen). Ihr Hauptmerkmal ist die Fähigkeit, schnell und umfassend zu reagieren, wenn ein Problem auftritt, das typischerweise zu Entzündungen führt. Angeborene Immunzellen sind auch wichtig für die Aktivierung der adaptiven Immunität. Angeborene Zellen sind entscheidend für die Abwehr des Wirts, und Störungen der angeborenen Zellfunktion können eine chronische Anfälligkeit für Infektionen verursachen.

Adaptive Immunität
Adaptive Immunzellen sind spezialisierter, wobei jede adaptive B- oder T-Zelle einzigartige Rezeptoren trägt, B-Zell-Rezeptoren (BCRs) und T-Zell-Rezeptoren (TCRs), die eher spezifische Signale als allgemeine Muster erkennen. Jeder Rezeptor erkennt ein Antigen, bei dem es sich einfach um ein beliebiges Molekül handelt, das an einen BCR oder TCR binden kann. Antigene stammen aus einer Vielzahl von Quellen, einschließlich Pathogenen, Wirtszellen und Allergenen. Antigene werden typischerweise von angeborenen Immunzellen verarbeitet und adaptiven Zellen in den Lymphknoten präsentiert.

Die Gene für BCRs und TCRs werden in bestimmten Zellreifungsstadien zufällig neu angeordnet, was zu einzigartigen Rezeptoren führt, die potenziell alles erkennen können. Durch die zufällige Generierung von Rezeptoren kann das Immunsystem auf neue oder unvorhergesehene Probleme reagieren. Dieses Konzept ist besonders wichtig, da sich die Umgebung häufig ändern kann, beispielsweise wenn sich die Jahreszeiten ändern oder eine Person umzieht, und sich Krankheitserreger ständig weiterentwickeln, um zu überleben. Da BCRs und TCRs so spezifisch sind, erkennen adaptive Zellen möglicherweise nur einen Stamm eines bestimmten Pathogens, im Gegensatz zu angeborenen Zellen, die breite Klassen von Pathogenen erkennen. Tatsächlich wird eine Gruppe adaptiver Zellen, die denselben Stamm erkennen, wahrscheinlich verschiedene Bereiche dieses Pathogens erkennen.

Wenn eine B- oder T-Zelle einen Rezeptor hat, der ein Antigen eines Pathogens erkennt und auch Hinweise von angeborenen Zellen erhält, dass etwas nicht stimmt, wird die B- oder T-Zelle aktiviert, geteilt und zerstreut, um das Problem zu lösen. B-Zellen bilden Antikörper, die Krankheitserreger neutralisieren und unschädlich machen. T-Zellen erfüllen mehrere Funktionen, einschließlich der Abtötung infizierter Zellen und der Aktivierung oder Rekrutierung anderer Immunzellen. Die adaptive Reaktion verfügt über ein System von Checks and Balances, um eine unnötige Aktivierung zu verhindern, die dem Host Schaden zufügen könnte. Ist eine B- oder T-Zelle autoreaktiv, das heißt, ihr Rezeptor erkennt Antigene aus körpereigenen Zellen, wird die Zelle deletiert. Auch wenn eine B- oder T-Zelle keine Signale von angeborenen Zellen empfängt, wird sie nicht optimal aktiviert.

Das Immungedächtnis ist ein Merkmal der adaptiven Immunantwort. Nachdem B- oder T-Zellen aktiviert wurden, expandieren sie schnell. Wenn das Problem behoben ist, hören die Zellen auf, sich zu teilen und bleiben im Körper als Gedächtniszellen erhalten. Wenn derselbe Erreger das nächste Mal in den Körper eindringt, ist eine Gedächtniszelle bereits bereit zu reagieren und kann den Erreger beseitigen, bevor er sich festsetzt.
Gruß Alan

MichaelKe
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Re: Corona Impfung

Beitrag von MichaelKe » 18.06.2021, 13:20

silvester hat geschrieben:
17.06.2021, 23:05
Hallo,
danke für eure Beiträge. Bin selbst seit 7 Jahren in w&w, Blutbild akzeptabel, IgA, IgG, IgM unterhalb der Grenzwerte, bisher keine nennenswerten Infektionen. Bin zweimal mit Biontech geimpft, habe keine nachweisbaren Antikörper gebildet.
@ MichaelKe: Vielen Dank für die Informationen über deine Aktivitäten. Hast du bei der DCLLSG in Erfahrung bringen können, ob irgendwelche Studien in Sachen CLL/Covid19-Impfung geplant sind (z.B. 3. Impfung o.ä.)? Ich habe den Eindruck über "Patient Power", dass in den USA die Forscher in dieser Sache deutlich aktiver sind. Und natürlich wäre es sehr interessant, wenn du über die eventuellen Reaktionen aus den Bundes- und Landesministerien berichten würdest.
Grüße an alle
Silvester
Hallo Silvester,
ich habe der CLL-Studiengruppe in Köln konkret die Frage nach einer dritten Impfung gestellt. Ich warte die Antwort ab. Weiterhin habe ich heute lange mit dem Gesundheitsamt meines Kreises telefoniert. Man hat mir die Hoffnung genommen, die Ministerien in Berlin oder Düsseldorf weiterhelfen können, da es dort keine Fachexpertise gibt. Man verweist auf Experten, z.B. die von aus der CLL-Studiengruppe an der Uniklinik in Köln.

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 18.06.2021, 13:03

An alle,
Suboptimale Reaktion auf COVID-19-mRNA-Impfstoffe bei Patienten mit hämatologischen Malignomen
Studien, die SARS-CoV-2-Immunantworten nach einer mRNA-Impfung bei Patienten mit hämatologischen Malignomen (HM) beschreiben, sind praktisch nicht vorhanden. Wir haben die SARS-CoV-2-IgG-Produktion bei 67 HM-Patienten gemessen, die 2 mRNA-Impfstoffdosen erhielten. Wir fanden heraus, dass 46 % der HM-Patienten keine Antikörper produzierten und daher nicht auf den Impfstoff ansprachen. Patienten mit B-Zell-CLL wiesen ein besonders hohes Risiko auf, da nur 23 % nachweisbare Antikörper aufwiesen, obwohl fast 70 % dieser Patienten keine Krebstherapie erhielten. HM-Patienten sollten über das anhaltende COVID-19-Risiko trotz Impfung aufgeklärt werden. Eine routinemäßige Messung von Antikörpern nach der Impfung bei HM-Patienten sollte in Betracht gezogen werden. Neue Strategien sind erforderlich, um COVID-19 bei diesen Personen zu verhindern.
Gruß Alan

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