Corona Impfung

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rotdorn
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Re: Corona Impfung

Beitrag von rotdorn » 14.06.2021, 16:14

Mist, dass bei dir, Rotdorn keine Antikörper nachgewiesen wurden. Waren es denn gar keine, oder nur wenige?
Was hat dein Arzt denn dazu gesagt?
LG Sonnenscheinchen

Bei mir sind gar keine Antikörper nachgewiesen worden. Ich hatte bei der Terminvereinbarung für die Blutbildkontrolle darum gebeten, auch den Titer nach Impfung zu bestimmen. Da war problemlos möglich, soll etwa 18 € kosten.
Das Ergebnis werde ich bei meinem nächsten Termin in der Onkologie besprechen.
Gruß Rotdorn

Thomas55
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Thomas55 » 14.06.2021, 08:35

rotdorn hat geschrieben:
13.06.2021, 18:01
Ich habe schon die Erfahrung gemacht, das der Kontakt mit einem fidelen Enkelkind, dem etwas die Nase läuft, mir einen anhaltenden Infekt beschert.
Ich wüßte gerne, wie Ihr mit dieser Frage umgeht.
Thomas wünsche ich sehr, daß das Testergebnis erfreulich ist.
....das Coronaabstrichergebnis ist schon da, leider negativ, (unter 0,4). Hoffe dass ich durch die beiden Impfungen trotzdem eine gewisse Immunität erhalten habe, das ist ja bisher alles recht unklar und unerforscht...

Zum anderen Thema : Bei Infekten von Enkeln, Kindern, Angehörigen und Freunden gehe ich immer auf Abstand. Bis auf das jüngste Enkelkind machen die das inzwischen auch von selbst. Kein Handschlag auch beim Arzt, sondern freundliche japanische Verneigung. Kino usw. ungefährliche hintere Plätze suchen. Bahn nur noch 1. Klasse mit Reservierung. Arztwartezimmer meiden, irgendwo haben die Sprechstundenhilfen wenn man von der Leukämie erzählt immer ein extra Warteplätzchen. Krankenhaus nur Einzelzimmer, auch als Kassenpatient aus medizinischen Gründen. Dann habe ich für den Notfall immer ein Breitbandantibiotika zur Hand - natürlich mit klarer Absprache mit dem Hämatologen. Meine Gruppenaktivitäten habe ich bis auf die SHG reduziert.
Nach wie vor sind Infekte Todesursache Nr. 1 bei der Cll. Aber Achtung, viele Cller haben noch ein gutes funktionierendes Immunsystem, bei mir war von Anfang an die Nebendiagnose "Immunmangelsyndrom" dabei. Deshalb auch regelmäßige Immunglobulinsubstitution seit über 20 Jahren. Man muss das sehr individuell sehen.
Gruß
Thomas

Sonnenscheinchen
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Sonnenscheinchen » 13.06.2021, 18:41

Hallo,

Ich wundere mich ja, dass es so unterschiedlich gehandhabt wird mit den Testungen auf Antikörper und dass es in manchen Fällen die Patienten selber bezahlen müssen. Mein Arzt hat mich, ohne, dass ich darum bitten musste darauf getestet. Das macht er mit all seinen Patienten, die immungeschwächt sind. Bei mir sind zum Glück Antikörper vorhanden. Ich bin nun etwas entspannter.
Mist, dass bei dir, Rotdorn keine Antikörper nachgewiesen wurden. Waren es denn gar keine, oder nur wenige?
Was hat dein Arzt denn dazu gesagt?
LG Sonnenscheinchen

rotdorn
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Re: Corona Impfung

Beitrag von rotdorn » 13.06.2021, 18:01

Ich habe mich 4 Wochen nach der zweiten Impfung testen lassen. Es wurden keine Antikörper nachgewiesen. Damit habe ich zwar gerechnet, hatte aber insgeheim auf ein anderes Ergebnis gehofft.
Jetzt bin ich ratlos, wie ich mich weiter verhalten soll. Ich nehme seit 8 Monaten Imbruvica und rechne deshalb sowieso mit einer erhöhten Infektanfälligkeit.
Um mich herum sind die Freunde und die erwachsenen eigenen Kinder geimpft. Die Enkelkinder gehen in den Kindergarten. Ich habe schon die Erfahrung gemacht, das der Kontakt mit einem fidelen Enkelkind, dem etwas die Nase läuft, mir einen anhaltenden Infekt beschert.
Ich wüßte gerne, wie Ihr mit dieser Frage umgeht.
Thomas wünsche ich sehr, daß das Testergebnis erfreulich ist.
Gruß Rotdorn

Thomas55
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Thomas55 » 13.06.2021, 09:02

Ich habe mich am Freitag nach längerer Diskussion mit meinem Hausarzt testen lassen - muss den Test allerdings selbst zahlen. Ergebnis gibt es in ca. einer Woche. Die Diskussion ging darum, dass ein negativer Test noch lange nicht aussagt dass ich keine Abwehr habe. Mir ist das bewußt. Mein Argument war : falls er doch positiv ausfallen würde, würde mich und meine Kinder psychisch - besonders auch im Umgang mit den Enkeln - sehr entlasten. Bin mal gespannt.
Gruß
Thomas

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 12.06.2021, 19:27

Hallo HH20,

mein Ergebnis des Antikörpertests ist für mich erfreulich, aber ich habe nicht damit gerechnet. Es wäre schön ,wenn ein solches Ergebnis Normalität wäre, dass ist leider bei vielen Pat. mit CLL nicht so.
Für immungeschwächte Pat. lebt die Covid - 19 Bedrohung weiter, auch wenn für vollständig geimpfte Menschen ohne Immunschwächen die Maskenpflicht aufgehoben wird.
Gruß Alan

HH20
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Re: Corona Impfung

Beitrag von HH20 » 10.06.2021, 23:26

Hallo Alan,

die hört sich nach einem normalen Ergebnis an?

Gruß

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 09.06.2021, 19:32

An Alle,

meine Erstimpfung gegen Corona, mit Biontech Pfizer war am 02.04.2021 . Zweitimpfung am 03.05.2021 .

Antikörpertest auf Sars - Cov2 Spike - Protein bei SYNLAB Mikrobiologie und Labor Medizin war am 02.06.2021 Das Ergebnis war positiv und zeigt das Vorhandensein von IgG - Antikörpern gegen Sars - Cov 2 an sowie generell eine Exposition gegen Sars - Cov2.
Ergebnisse werden in negativ , positiv , sehr niedrig , niedrig , hoch und sehr hoch positiv nachgewiesen.

Mein Ergebnis war hoch mit 369 >. Die Blutprobe habe ich zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt.
Die Umrechnung auf BAU /ml entspricht dem internationalen WHO Standart-
Zur Erinnerung : Mein IgG beträgt 355 mg / dl IgA 129 mg / dl und IgM 10 mg / dl.
Gruß Alan

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 03.06.2021, 19:14

An alle,

John C. Byrd MD
14. Mai 2021
Dieser Inhalt war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell. In Wissenschaft und Medizin ändern sich Informationen ständig und können durch neue Daten veralten.
Erst kürzlich wurden vom US-amerikanischen Center for Disease Control (CDC) Empfehlungen veröffentlicht, die die Empfehlungen für Geimpfte liberalisieren. Wie gelten diese für CLL-Patienten, die geimpft wurden? Die Wahrheit ist, dass wir es nicht wissen, da nur wenige Daten verfügbar sind, die sich wirklich mit dem CLL-Schutz vor der Impfung im Zusammenhang mit der Prävention eines schweren COVID-19-Syndroms befassen. Dies ist sehr ähnlich wie bei der SARS-CoV-2-Pandemie, bei der wir als Ärzte gezwungen waren, von unserer Meinung, unserem Wissen über andere Impfstoffe und der Integration des Risikos zum Nutzen für unsere Patienten zu extrapolieren.

Vor diesem Hintergrund möchte ich meinen Ansatz zur Diskussion des Impfstoffs mit Patienten in Bezug auf die häufigsten Fragen teilen, die mir in der Klinik gestellt werden. Diese 12 Fragen sind wahrscheinlich die häufigsten. Fast alles hier ist meine eigene Meinung und andere Ärzte können sehr wohl anderer Meinung sein. Aus diesem Grund würde ich sagen, dass praktisch alle Fragen nur wenige Daten haben, um eine Meinung zu stützen. Ehrlich gesagt ist die richtige Antwort nicht bekannt - es ist nur eine Meinung.

1. Sollte ich als CLL-Patient den COVID-19-Impfstoff erhalten?

Ja, man sollte sich gegen COVID-19 impfen lassen. Es sei denn, es liegen mildernde Umstände in Ihrer CLL-Anamnese oder in der Vorgeschichte vor, die dies verbieten, oder wenn Sie eine sehr schwere Reaktion auf die erste Impfdosis (MODERNA oder Pfizer) hatten.

2. Wenn ich mich derzeit wegen CLL in Behandlung befinde, sollte die COVID-19-Impfung verschoben und meine Behandlung für einen bestimmten Zeitraum ausgesetzt werden?

Wir kennen die Antwort darauf nicht. Generell empfehle ich Patienten, die COVID-19-Impfung so schnell wie möglich zu erhalten. Ich breche die Therapie der CLL auch nicht ab, um den Impfstoff zu verabreichen. Dies gilt insbesondere für BTKi, bei dem das Absetzen zu einem Tumorschub (schmerzhafte Vergrößerung der Lymphknoten) führen kann. Es stimmt zwar, dass BTKi wie Ibrutinib und Acalabrutinib die Impfreaktion vermindern können, sie kehren jedoch auch die Immunsuppression um, was die Fähigkeit von CLL-Patienten erhöhen kann, einen gewissen Nutzen aus dem Impfstoff zu ziehen. Bis eine gründliche Studie durchgeführt werden kann, werden wir die Antwort auf diese Frage nicht kennen. Außerdem sollte beachtet werden , dass wir haben beobachteten Patienten auf langfristige Ibrutinib oder acalabrutinib die robuste Antikörperreaktionen auf die COVID-19 Impfstoffe gehabt haben.

3. Wenn ich mich für den Beginn der Behandlung meiner CLL bereit mache, sollte ich den Beginn verschieben, um mich zuerst impfen zu lassen?

Wir kennen die Antwort auf diese Frage nicht, aber im Allgemeinen war es mein Ansatz, den Behandlungsbeginn zu verschieben, bis der Patient geimpft werden kann, insbesondere wenn die CLL-Behandlung etwas beinhaltet, das normale B-Zellen dezimiert. Beispiele hierfür wären Venetoclax, CD20-Antikörper (wie Rituximab oder Obinutuzumab) und Chemotherapeutika. Ich persönlich würde sogar den Beginn der Behandlung für diejenigen, die mit Ibrutinib oder Acalabrutinib beginnen, hinauszögern.

4. Gibt es einen besseren Impfstoff für CLL-Patienten?

Wir kennen auch keine Antwort darauf, aber Rückschlüsse auf die getesteten Populationen würden nahelegen, dass die mRNA-Impfstoffe (Moderna, dann Pfizer) möglicherweise besser für Krebspatienten sein könnten. Davon abgesehen ist es der Ansatz, der gewählt werden sollte. In Zukunft ist es möglicherweise möglich, eine andere Impfstoffklasse zu erhalten, wenn Sie keine Impfreaktion auf die zuvor erhaltene Impfung nachweisen.

5. Sollte ich meinen Spike-Antikörper oder meine T-Zell-Reaktion testen lassen, nachdem ich den Impfstoff erhalten habe?

Wir kennen die Antwort auf diese Frage nicht. Da wir nicht wissen, gibt es kein richtig oder falsch zu tun, und ein konservativer Ansatz wäre, zu sagen, dass keine Überwachung durchgeführt werden sollte, da dies der Ansatz ist, den wir für Impfungen gegen Grippe, Gürtelrose und Pneumokokken-Pneumonie verwenden. Das wäre einerBeispiel für eine richtige Antwort. Die Virusinfektion SARS-CoV-2 ist jedoch anders, da sie ein hohes Infektionsrisiko bei denen, die nicht dagegen immun sind, sowie eine hohe Sterblichkeitsrate mit sich bringen kann. Es erfordert, dass diejenigen, die eine Ansteckung vermeiden wollen, wie Einsiedler leben. Für jemanden, der über 70 ist und Enkel und Familie hat, mit denen er gerne zusammen ist, wirkt es sich erheblich auf sein psychisches Wohlbefinden aus, so lange isoliert zu bleiben. Für diejenigen, die im Dienstleistungs- oder Lehrsektor arbeiten müssen, kann dies ihren Lebensunterhalt und ihre Fähigkeit, finanziell zahlungsfähig zu bleiben, beeinträchtigen. Zu wissen, ob der Impfstoff diesen Personen ein gewisses Maß an Schutz bietet, ermöglicht es ihnen, zumindest ein wenig mehr Informationen zu erhalten, um zu extrapolieren, ob sie eine gewisse Immunität gegen SARS-CoV-2 haben oder ob sie näher an ihrem Zustand vor der Impfung bleiben . Hier können die Spike-Antikörpertests helfen. In meiner Praxis haben wir sie verwendet. Ich habe den Spike-IgG-Proteintest (RBD ortsspezifischer Antikörper) empfohlen, der, wenn er entdeckt wird, anzeigt, dass der Impfstoff einen gewissen Nutzen gebracht hat. Einige Labore melden Titer, aber die Relevanz dieser für CLL-Patienten bleibt ungewiss. Bei Patienten, bei denen ich vermute, dass sie zuvor ein COVID-19-Syndrom hatten, teste ich auch auf das Nukleokapsid (N) IgG.

6. Wenn jemand den Impfstoff erhält und einen ortsspezifischen Spike-IgG-Protein-Antikörper nachweisbar hat, was bedeutet das?

Für CLL-Patienten wissen wir derzeit noch keine Antwort darauf. Meiner Meinung nach sagt mir dies, dass das Immunsystem auf den Impfstoff reagiert hat, und vielleicht andes gibt einen gewissen schutz. Im Allgemeinen rate ich meinen Patienten, indem ich sage, dass eine fortgesetzte vollständige Isolation und andere Vorsichtsmaßnahmen für sie am sichersten sind. Aber auch die Befolgung der CDC-Richtlinien nach der Impfung ist mit einigen wichtigen Vorbehalten sinnvoll. Ich empfehle meinen CLL-Patienten weiterhin, Restaurants, Bars und große Veranstaltungen zu vermeiden, bei denen eine SARS-CoV-2-Infektion leichter auftreten könnte. Ich empfehle auch, nach Möglichkeit mit dem Auto (im Gegensatz zum Flugzeug) zu reisen. Wenn ein Patient nach der Impfung einen positiven Spike-Protein-Antikörpertest hat, gibt es meiner Meinung nach einen Grund, einige der Einschränkungen zu lockern, insbesondere wenn es um wichtige Dinge wie den Besuch von Familienmitgliedern und Enkeln geht. Wenn es um die Arbeit geht, muss man die Risiken gegen den Nutzen abwägen, aber mit zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen. Persönlich fühle ich mich wohl, meine Patienten wieder arbeiten zu lassen, wenn sie eine positive Impfreaktion hatten. Ich möchte betonen, dass dies mein ganz persönlicher Ansatz ist. Es enthält im Wesentlichen keine Daten, sondern Rückschlüsse aus unseren bisherigen Erfahrungen mit infektiösen Krankheitserregern.
7. Wenn jemand den Impfstoff erhält und keinen ortsspezifischen IgG-Spike-Protein-RBD-Antikörper hat, was bedeutet das?

Für CLL-Patienten liegen hierzu derzeit keine Daten vor. Dies sagt mir meiner Meinung nach, dass das Immunsystem möglicherweise noch auf den Impfstoff reagiert hat (über T-Zellen), aber die humorale Reaktion (B-Zellen, die Antikörper produzieren) ist nicht aufgetreten. Bei einem Patienten, der keine IgG-Spike-Protein-Antikörperantwort hat, besteht möglicherweise ein höheres Risiko für eine Lockerung von SARS-CoV-2 als bei einem Patienten, der eine Antikörperantwort hat. In meiner eigenen Praxis würde ich dieser Person raten, äußerst vorsichtig zu sein und ihre Risikobereitschaft sorgfältig zu prüfen, insbesondere wenn ein hohes Expositionspotenzial für das Virus besteht. Leider werden wir noch einige Zeit mit SARS-CoV-2 leben. Während die Fortsetzung der Sicherheitsvorkehrungen für CLL-Patienten immer noch sehr wichtig ist, ist es auch wichtig, die richtige Balance individuell zu finden.

8. Wenn ich eine T-Zell-Antwort auf den Impfstoff habe, was bedeutet das?

Für CLL- und Nicht-CLL-Patienten ist der volle Schutznutzen der T-Zell-Antwort gegen die Prävention des COVID-19-Syndroms noch nicht bekannt. Es gibt einen kommerziellen Test, der dies untersucht, aber wir machen das in unserer Praxis noch nicht. Es bleibt jedoch ein wichtiges Forschungsgebiet, zu dem wir hoffen, dass bald weitere Informationen veröffentlicht werden.

9. Gibt es für CLL-Patienten, die keine Impfreaktion zeigen, die anhand nachweisbarer Antikörper gemessen wird, Hoffnung auf andere Behandlungen, die uns in Zukunft ein gewisses Maß an Schutz bieten könnten?

Es besteht durchaus Hoffnung. Es gibt eine Reihe von künstlichen neutralisierenden Antikörpern, die möglicherweise die gleiche Schutzwirkung wie die COVID-19-Impfstoffe haben. Diese befinden sich derzeit alle in der klinischen Erprobung und könnten bald verfügbar sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit von Adjuvantien (eine Substanz, die die Immunantwort des Körpers auf ein Antigen verstärkt). Diese Adjuvantien würden wirken, indem sie die Impfreaktion verstärken und können den Schutz verbessern. Schließlich könnte sich im Laufe der Forschung herausstellen, dass T-Zellen, die für das SARS-CoV-2-Virus spezifisch sind, einen gewissen Schutz gegen COVID-19 bieten können.

10. Warum gibt es so viele verwirrende Informationen von verschiedenen Gesundheitsdienstleistern und auch im Internet über die Impfreaktion bei CLL-Patienten?

Zu diesem Zeitpunkt wurde noch sehr wenig untersucht, und als Ergebnis ist sehr wenig bekannt. Wir wissen jedoch, dass CLL-Patienten ein höheres Risiko für ein schweres COVID-19-Syndrom haben und auch nicht so gut auf die verfügbaren Impfstoffe ansprechen wie die Allgemeinbevölkerung. Für alles andere ist es ähnlich wie zum Pferderennen zu gehen und Informationen über die vergangene Leistung zu sammeln, sich die Form und den Zustand des Pferdes und den letzten Lauf anzusehen, die aktuellen Bedingungen (regnet es oder trocken draußen) und dann eine Wette abzuschließen, wer geht who gewinnen. Wenn Sie konservativ sind und Ihr Geld nicht verlieren möchten, dann ist es am besten, einfach nicht zu wetten. Während einer Pandemie würde dieser konservative Ansatz bedeuten, strenge Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen und zu isolieren, ähnlich wie Sie es getan haben, bevor die Impfstoffe jemals verfügbar waren. Wenn Sie alle derzeit verfügbaren Informationen verwenden, um Ihr Risikoniveau zu bestimmen (z. B. Ihre Antikörperreaktion und nur Personen mit geringem Risiko sehen), können Sie sich für einen konservativeren Ansatz entscheiden. Wenn Sie jedoch eher risikofreudig sind, können Sie einfach den Impfstoff einnehmen und die CDC-Richtlinien nach der Impfung befolgen und einen weniger konservativen Ansatz wählen. Hier gibt es keine richtige Antwort, aber es gibt mehrere Entscheidungen, die je nach den Umständen und der Risikobereitschaft des Einzelnen getroffen werden können.

11. Sollte ich mehrere Meinungen von verschiedenen Ärzten einholen, was in Bezug auf COVID-19, Impfstoffe usw. zu tun ist?

Meiner eigenen bescheidenen Meinung nach wird der Mangel an Daten zu vielen verschiedenen Meinungen führen, die verwirrend sein können. Es gibt hier kein richtig oder falsch, aber es ist wichtig, dass Sie sich mit dem, was Sie nach der Impfung tun, wohl fühlen. Wenn Ihnen eine zusätzliche Meinung hilft, sich mit Ihrer Entscheidung wohler zu fühlen, kann es sich lohnen, dies zu tun. Wir werden für die lange Halle dabei sein, daher ist es wichtig, mit Ihrer Entscheidung im Reinen zu sein.

12. Was kann ich tun, um dem Mangel an Informationen zum Impfschutz bei Patienten mit CLL entgegenzuwirken?

Es gibt eine Reihe von Studien, die von Institutionen, Organisationen (zB Leukemia and Lymphoma Society) und Unternehmen gesponsert werden, die sich mit vielen dieser Fragen befassen. Die Teilnahme an gut konzipierten und durchgeführten Forschungsstudien wird dazu führen, die Antworten zu erhalten, die wir in Zukunft brauchen. Ich ermutige dies dringend!

Gruß Alan

Thomas55
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Thomas55 » 25.05.2021, 07:26

Hallo Alan, u.a.
für mich wäre interessant zu erfahren wieviele fertig geimpfte Cller trotzdem Covid entwickelten, und dabei einen starken oder gar einen tödlichen Verlauf hatten.
Da die Cll die mit Abstand häufigste Erwachsenenleukämie ist, müssten da eigentlich in den großen Unizentren wie Köln oder auch MD Andersen in den Staaten bereits einige Erfahrungen vorliegen. Ich gehe davon aus, da auf Grund der Alterspriorisierung in Deutschland (keine Ahnung wie es die USA machte) es inzwischen eine größere Anzahl fertig geimpfter Mitpatienten gibt.
Kennt da Jemand Berichte oder hat seinen Hämatologen - der ja meist auch noch andere Cller betreut - gefragt ?

Gruß Thomas

PS : Patient Power bietet am Donnerstag um 19.00 Uhr unserer Zeit einen Vortrag zum Thema an. https://patientpower.info/events/event/ ... -288834080
Man muss allerdings auf der Seite sich registrieren. Ich habs versucht, habe dabei aber irgendwas falsch gemacht, auch fand ich die Anmeldefragen eigentlich zu intim, bezw. nicht Datenschutzkompatibel, deshalb habe ich es gelassen, vielleicht gibt es hinterher einen schriftlichen Bericht, im Newsletter, hierzu braucht man kein eigenes Konto.

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 24.05.2021, 17:19

Adaptive Biotechnologies gibt FDA-Genehmigung für den Notfallgebrauch für T-Detect ™ COVID bekannt, um die jüngste oder frühere COVID-19-Infektion zu bestätigen
5. März 2021 um 18.45 Uhr EST

Erster und einziger klinischer T-Zell-basierter Test für Patienten zum Nachweis der einzigartigen T-Zell-Signatur, die für SARS-CoV-2, das Virus, das COVID-19 verursacht, spezifisch ist

T-Detect COVID bestätigte die jüngsten oder früheren COVID-19-Infektionen in 97,1% der Fälle ab dem Datum der RT-PCR-Diagnose mit 100% iger Spezifität korrekt
EUA basierte auf einer klinischen Validierungsstudie, die zeigte, dass T-Detect COVID ab dem Datum der Diagnose mittels RT-PCR eine Sensitivität von 97,1% aufwies. Die Empfindlichkeit ist die Fähigkeit des Tests, einen positiven Fall korrekt zu identifizieren (wahr positiv). T-Detect COVID zeigte ebenfalls eine Spezifität von 100%. Die Spezifität ist die Fähigkeit des Tests, einen negativen Fall zu identifizieren (wahres Negativ).

Über die T-Zellen
T-Zellen sind die Ersthelfer des adaptiven Immunsystems, die Viren nachweisen. Sie vermehren sich schnell und zirkulieren im Blut, um das Virus anzugreifen, oft bevor Symptome auftreten. Neben vielen anderen Aufgaben rekrutieren T-Zellen auch B-Zellen, um nach etwa ein oder zwei Wochen Antikörper zu produzieren, die möglicherweise eine Immunität gegen zukünftige Infektionen bieten. T-Zellen enthalten einen Schatz an Informationen, die ein konsistentes und nachverfolgbares Maß für die Immunantwort auf COVID-19 von der ersten Exposition bis zur viralen Clearance liefern könnten.

T-Zellen können sich an frühere Infektionen „erinnern“ und Krankheitserreger abtöten, wenn sie wieder auftreten. Untersuchungen zeigen, dass Antikörper gegen SARS-CoV-2 mit der Zeit abnehmen. T-Zellen enthalten wichtige Hinweise auf Immunität und Schutzkorrelate und müssen untersucht werden, um festzustellen, wie lange Patienten gegen eine erneute Infektion resistent bleiben. Da T-Zellen im Blut frei zirkulieren, sind sie ein einfaches und daher wünschenswertes Ziel für die Beurteilung der SARS-CoV-2-Exposition und der potenziellen Immunität.

Informationen zu T-Detect ™
T-Detect ™ ist ein hochempfindlicher und spezifischer diagnostischer Test, der derzeit für mehrere Krankheiten entwickelt wird und die natürliche diagnostische Fähigkeit von T-Zellen in die klinische Praxis umsetzt. Im Jahr 2018 haben Adaptive und Microsoft gemeinsam eine Karte des Immunsystems namens TCR-Antigen Map erstellt. Dieser Ansatz verwendet Immunosequenzierung, proprietäre Computermodellierung und maschinelles Lernen, um T-Zell-Rezeptorsequenzen auf krankheitsassoziierte Antigene für Infektionskrankheiten, Autoimmunerkrankungen und Krebs abzubilden. Ausgehend von einer einfachen Blutentnahme nutzt T-Detect die Karte, um einen Immunstatus für eine Person bereitzustellen, der eine frühzeitige Krankheitsdiagnose, Krankheitsüberwachung und kritische Einblicke in die Immunität ermöglicht. T-Detect COVID ist der erste klinische Test, der aus dieser Zusammenarbeit hervorgegangen ist, und der erste im Handel erhältliche T-Zell-Test, der zum Nachweis neuer oder früherer SARS-CoV-2-Infektionen entwickelt wurde. T-Detect COVID ist ein von der EUA autorisierter Test, der nur für verschreibungspflichtige Zwecke erhältlich ist.
Gruß Alan

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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 24.05.2021, 16:41

Hallo Sybille,

Dein Hämatologe hatte leider keine Antwort zu einer möglichen dritten Impfung, zu wenig Erfahrung , dies war aber die richtige Antwort.
Derzeit gibt es keinen Plan CLL – Pat. ohne eine Antikörperantwort erneut zu impfen , aber man geht davon aus , dass dies eine Option werden könnte wenn Ergebnisse aus Studien und mehr Erfahrungen mit den Impfstoffen vor liegen, dass heißt verlässliche Daten müssen her.
Bei mehr als 0,8 u / ml ist die Antikörper Antwort zwar positiv, man weiß jedoch nicht wie dieses Ergebnis bei gleichzeitiger Covid 19 Infektion bei Cll – Pat. eingeordnet werden kann , auch da sind Studienergebnisse notwendig.
Kurz gesagt : Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Daten für Cll – Pat. , die darauf hindeuten, dass das Vorhandensein von Antikörpern Schutz bietet, oder sogar das Fehlen keine Immunität bedeutet.
Zeitpunkt der Antwort von Dr. Furman 02.04.2021.

Antwort von Dr. Furman:  Wir haben keine Daten bezüglich der Rolle für die Überprüfung der Titer nach der Impfung als Mittel zur Vorhersage des Schutzes. Der Schutz vor Viren erfolgt durch Antikörper und T-Zellen, so dass es theoretisch möglich ist, dass auch ohne Antikörper ein gewisser Schutz besteht. Die meisten COVID-19-Titer sowie alle Viren fallen mit der Zeit, aber das bedeutet auch nicht, dass der Schutz verloren geht. Die dafür erforderlichen Zellen sind wahrscheinlich noch vorhanden und können bei Bedarf reagieren.
CLL-Patienten könnten eine andere Geschichte sein, da wir längere Zeiträume für die Virusausscheidung und eine geringere Antikörperproduktion sehen. Wir wissen nicht, ob ein anderer Zeitplan oder wiederholte Impfungen einen Unterschied machen .

Gruß Alan

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Re: Corona Impfung

Beitrag von Sybille1972 » 23.05.2021, 10:55

Hallo,
ich bin Bj.1972 und habe eine Hochrisiko-Cll ( TP 53 Mutation, IgvH unmutiert) diagnostiziert im April 2017. Seit April 2020 Erstlinientherapie mit Imbruvica 420mg/tägl. Therapie spricht an.
Am 06.03.21 erhielt ich die 1. Impfung gegen Covid-19 und am 27.03.21 die zweite, beide mit BiontechPfizer.
Am 18.05.21 ließ ich den Titer bestimmen: 0.4u/ml. (Ab 0,8u/ml ist das Ergebnis positiv, d.h. das Immunsystem hat ausreichend Antikörper gebildet)
Jetzt weiß ich nicht, was ich von dem Impfergebnis halten soll. Bedeutet 0,4u/ml, dass gar kein Impfschutz besteht oder zumindest ein bisschen? Ist eine dritte Impfung sinnvoll und wenn ja, wie kommt man da dran? Wieder mit demselben Impfstoff oder einen Vektorimpfstoff ausprobieren? Hat es denn schon jemand hier bis zur 3. Impfung geschafft? Gibt es Erfahrungswerte? Mein Hämatologe hatte leider keine Antwort - zu wenig Erfahrungswerte...
Sybille
P.S.: Die Impfung hatte keine Auswirkungen auf die Leukos. Diese sind weiter zurückgegangen und liegen 6 Wochen nach der 2. Impfung bei 41.000. (letzte Messung vor Impfung 1: 76000 )

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 13.05.2021, 14:46

An alle,
Parallel zu Covid-19 Impfungen ist es wichtig zu bewerten, ob eine Therapie mit Rekonvaleszenz Plasma ( CP ) innerhalb einer Studie, die Infusion von Plasma mit Antikörper von Personen die sich von Covid-19 erholt haben , eine gute Behandlung für Pat. mit einer Covid- 19 Erkrankung ist.
Eine andere Studie testet ob eine Infusion von Rekonvaleszenz Plasma ( CP ) das Antikörper von Personen enthält, die sich von Covid -19 erholt haben , andere daran hindern kann , Covid – 19 zu bekommen und die Ausbreitung des Virus zu verringern.
Im allgemeinen hat sich die CP . Behandlung als sicher erwiesen , aber ihre Wirksamkeit war je nach Krankheit unterschiedlich. Studien zu CP – Therapien zum B. Mers und H1N1 Influenza , zeigten messbare Reduzierungen der Mortalität im Vergleich zu Placebo - Plasma, aber bei der Behandlung von Ebola – Virus im Zeitraum 2014 – 2016 war CP nicht erfolgreich zumindest nicht schlüssig, um so wichtiger sind Ergebnisse aus den vorgenannten Studien.

Nicht zu vergessen : CP wurde zur Vorbeugung und Behandlung von bakteriellen und viralen Infekten eingesetzt , zu einer Zeit wo es noch kein Antibiotika gab.
Eine Auffrischungs Impfung muss erst getestet werden auf Wirksamkeit und Nebenwirkung und sollte möglichst modifiziert werden auf Grund neuer Mutationen und dann erst kann eine Überprüfung und eine Zulassung von der FDA und EMA erfolgen.
Gruß Alan

speediR
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Re: Corona Impfung

Beitrag von speediR » 12.05.2021, 22:33

Hallo zusammen,
bin heute zum zweiten Mal beim Hausarzt mit Biontech-Impfstoff nach 6 Wochen Abstand geimpft worden. Schön mittig platziert meine all-zweimonatige Infusion mit Immunglobulinen... Dank deiner Info Thomas55 (vielen Dank!) wird jetzt aufgestockt, damit ich auch im Talwert nicht unter 4 rutsche...
Bei der Sitzung nun habe ich mit einer jungen Freundin im Ruhrgebiet geknipselt, die regelmäßig Plasma wohnortsnah spendet. Tatsächlich wird auch dort das Plasma ein Jahr gelagert, bevor es weiterverarbeitet zum Empfänger kommt. Man sagte ihr dort, dass jede 5. Spende auf covid 19-Antikörper untersucht würde, man aber bisher noch keine entsprechende Spende gefunden habe...
Die Arzneimittelhersteller scheinen also auch danach zu suchen... In unserem Sinne!Übrigens habe ich mir vor 12 Tagen wegen eines Unfalls eine Tetanusauffrischung geben lassen müssen... Nicht prickelnd, ich weiß, am besten keine andere Impfung dazwischen oder 14 Tage Abstand! Mein Hausarzt geht aber in seinen mehr als wohlverdienten Urlaub, die Dosis lässt sich auch nur 5 Tage lagern und Zweittermine werden in Baden - Württemberg in den Impfzentren nicht mehr separat vergeben...

Hoffentlich können sich Mitlesende aus meinem Geschreibsel Infos entnehmen... so, wie ich das seit 9 Jahren immer wieder bei euren Beiträgen dankbar tue.

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