Bedeutung von β2-Mikroglobulin

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Carlos
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Re: Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Carlos » 17.10.2014, 19:43

Cecil: Danke, das habe ich gelesen.

Ich hoffe, ich nerve nicht zu sehr ... aber wenn schon, dann richtig.

Noch (vorerst) eine letzte Frage. Haben Gallenblasenpolypen irgend etwas mit der CLL zu tun? Werden diese durch eine CLL irgendwie begünstigt? Bei mir wurden mehrere ca 3mm große Gallenblasenpolypen festgestellt. Meine Hämatologin meinte, dass ich diese so schnell als möglich entfernen lassen muss. Der zuständige Facharzt möchte abwarten bis sie 1 cm erreicht haben.

Im Internet wird gesagt, dass bis zu einem Zentimeter quasi keine Gefahr, ab einem Zentimeter aber die Gefahr zur Entartung besteht. Und wenn dies geschieht, dann sieht es anscheinend weniger gut aus. Aber nirgends wird ein Zusammenhang mit CLL genannt. Hat die CLL einen Einfluss auf das Wachstum von Gallenblasenpolypen?

Cecil
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Re: Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Cecil » 17.10.2014, 18:05

bei B-Symptomatik u. U. auch im Stadium Binet A:

https://www.dgho-onkopedia.de/de/onkope ... l#therapie

Carlos
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Re: Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Carlos » 17.10.2014, 16:17

Thomas55
Nein, mehr Angst nicht. Bei mir wurde, weiß ich jetzt gar nicht mehr so genau, mit rund 19, 20 Jahren Morbus Scheuermann diagnostiziert. Mein Arzt meinte damals, dass ich leider in wenigen Jahren im Rollstuhl sitzen werde. Sitze ich aber 35 Jahre danach immer noch nicht. Ich bin schon eher die Kämpfernatur. Ich versuche mich so gut wie möglich zu informieren und stelle mich dann dem Problem. Ohne in Panik zu geraten

Am Umsatz machen kann es bei der Hämatologin nicht liegen. Ich habe eine private Krankenversicherung. Die Hämatologin gibt mir die Überweisung und ich suche mir das mir genehme Labor für die Blutuntersuchungen aus. Einziges Kriterium das Labor muss mit meiner Krankenversicherung zusammen arbeiten. Ebenso verhält es sich mit Röntgen-, Ultraschall- und anderen Untersuchungen.

Cecil
Schande, da habe ich wohl schlampig gelesen :oops: !

Thomas55, Cecil
Weshalb ich beunruhigt bin ist der Umstand, dass ich eben extrem müde und antriebslos bin. Nach der kleinsten Anstrengung muss ich mich hinsetzten und schnappe zum Teil auch nach Luft. Ich könnte schlafen, schlafen und nie wieder aufwachen. Was mich daran hindert sind meine Rückenschmerzen. Zum Teil habe ich dafür auch eine Erklärung in meinen Blutwerten gesucht. Zudem plage ich mich schon seit Monaten mit einer Grippe die ich nicht los werde.



Ich habe hier schon von vielen gelesen, dass es ihnen trotz extremer Blutwerte gut geht. Ist das nun die Ausnahme oder die Regel. Haben die Blutwerte tatsächlich so wenig mit dem tatsächlichen Befinden zu tun? Oder sind das die wenigen glücklichen, denen es trotz der Blutwerte gut geht. Die anderen mit den selben Blutwerten schreiben nur deshalb nicht, weil sie schon nicht mehr schreiben können?

Cecil
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Re: Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Cecil » 17.10.2014, 15:09

Genau: Da steht Plasmozytom(= lokal begrenztes Myelom), Multiples Myelom. Eine Unterart der Lymphome, die wir froh sind nicht zu haben. Für die CLL würde ich mich dann doch eher an die Leitlinien halten.

Abseits von Umsatz-Verschwörungstheorien habe auch ich letzte Woche wegen Osteoporose ein Labor bekommen. U. a. waren die Alpha 1 und 2 -Globuline geringstfügig erhöht (je 0,1%). Das Labor vermutete die Frühphase einer akuten Entzündung infolge einer Infektion - damit dürften sie recht gehabt haben, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob es schon die Frühphase oder noch die Spätphase war.

Als Differentialdiagnose gab das Labor auch Östrogen-Medikation (nö, eigentlich nicht), akute Gewebsnekrosen (Herzinfarkt, Malignome - na, hoffentlich nicht!), intravasale Hämolyse (siehste, hatte ich noch nicht gegoogelt - na, hoffentlich auch nicht!) oder MGUS (eine Erkrankung, die in wenigen % der Fälle zum MM führen kann) an.

Nächste Woche bin ich in der Hämatologie, da werde ich das natürlich vorlegen. Bis dahin gilt Infektionsgeschehen.

Thomas55
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Re: Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Thomas55 » 17.10.2014, 14:55

Carlos, Du zitierst : Je höher der Wert für das β2-Mikroglobulin und je niedriger der Wert für das Albumin im Blut ist, desto weiter ist die Erkrankung fortgeschritten. und was hätte das für Konsequenzen ? Mehr Angst ? Behandeln ist ja nach wie vor erst dann angesagt wenn es die Symptome verlangen.

Deine Meinung dass die Hämatologin nur das untersucht was nötig ist, mag richtig sein....

Ein Beispiel das ich dieses Jahr mehrmals in zwei verschiedenen urologischen Abteilungen zweier (öffentlicher Träger) Kliniken erlebte : jeder Patient muss bei jedem Besuch Urin abliefern, egal ob Blase, Hoden oder was ganz anderes in diesem Bereich der Besuchsgrund ist. Hintergrund ist (vermutlich) ein extremer Druck auf die jeweiligen Chefärzte Umsatz zu machen....

Gruß
Thomas

Carlos
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Re: Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Carlos » 17.10.2014, 14:25

Thomas55 und Cecil, danke für eure Antworten!

Nein, ich versuche mich nicht verrückt zu machen. Ich schaue mir eben die Ergebnisse der Blutuntersuchungen an, die man in Brasilien im Internet von der Laborseite holt, ausdruckt und dann zum nächsten Arzttermin mit nimmt. Ich denke es ist erst einmal ganz normal, dass man schaut wie die Werte sind und was das Labor als Referenz angibt. Im Internet versuche ich dann, bei Abweichungen meiner Werte zur Referenz, heraus zu finden, was dies bedeutet / bedeuten könnte.

Zum Beispiel Hämoglobin. Referenzwert ist 13,0 - 18,0 g/dl. Mein Wert ist im Moment 11,2 g/dl. Da finde ich es zumindest hilfreich zu wissen, dass man bis zu einem Wert von xx.x g/dl zwar nicht mehr im grünen, dafür aber im gelben aber noch nicht im roten Bereich ist. Vielleicht mache ich da auch einen Gedankenfehler, gehe das Problem CLL falsch an!?

Natürlich gehe ich auch davon aus, dass sich meine Hämatologin bei den angeordneten Blutuntersuchungen irgend etwas denkt. Sprich, dass sie nicht einfach Blutuntersuchungen macht, weil man die eben machen kann. Irgend ein Sinn, ein Plan muss den Blutuntersuchungen sicherlich zu Grunde liegen.

Auf der Seite http://www.krebsinformationsdienst.de/t ... nostik.php ziemlich am Seitenende unter der Überschrift Plasmozytom, Multipes Myelom: Stadieneinteilung habe ich
Seit einigen Jahren legt man für die Planung der Therapie das Internationale Staging System (ISS) zugrunde. Gemessen werden vor allem zwei Blutwerte: der Wert für das Bluteiweiß Serumalbumin und der Wert für das sogenannte β 2-Mikroglobulin, eines Immuneiweißes, das unter anderem auf eine erhöhte Zellteilungsrate hinweist. Je nach der Höhe der Werte werden Patienten einer von drei Gruppen zugeordnet: Je höher der Wert für das β2-Mikroglobulin und je niedriger der Wert für das Albumin im Blut ist, desto weiter ist die Erkrankung fortgeschritten.
gelesen.

Vielleicht sollte ich mehr in mich hinein hören und weniger im Internet suchen.

Gruß Carlos

Cecil
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Re: Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Cecil » 17.10.2014, 12:36

"In jüngerer Zeit identifizierte biologische Prognosefaktoren wie Thymidinkinase, Beta- 2-Mikroglobulin, Mutationsstatus der variablen Segmente der Immunglobulinschwerketten-Gene (IGHV), weitere genomische Aberrationen, CD38 oder ZAP70-Expression bedürfen weiterhin der prospektiven Validierung und sind derzeit nicht Grundlage differenzialtherapeutischer Überlegungen außerhalb klinischer Studien. Ihre routinemäßige Bestimmung ist außerhalb klinischer Studien nicht indiziert."

Quelle: https://www.dgho-onkopedia.de/de/onkope ... diagnostik

dort unter der Tabelle 2: Zusätzliche Diagnostik VOR EINLEITUNG EINER THERAPIE - die bei Dir, Carlos, glücklicherweise noch nicht notwendig ist. Da hat Thomas absolut recht - solange keine Therapiebedürftigkeit besteht, wöllte auch ich nicht unbedingt detailliert wissen wollen, was los ist. (Edit/einzige Ausnahme: Ich hätte Vorteile durch meine Aufnahme in ein Studienregister.)

Thomas55
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Re: Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Thomas55 » 17.10.2014, 11:18

Carlos, vergiss die Laborwerte, meine β2-Mikroglobulin Werte sind seit Jahren meist doppelt so hoch wie die obere Normalwert, hatte aber keine Aussagekraft da trotzdem meist "stable Disease" ebenso mein als Risko angesehener CD 38 Wert....
Du machst Dich kaputt, wenn Du auf solche spekulativen Werte schaust. Interessant ist wie es Dir geht, wenn der HB schlecht ist merkst Du das ja schnell ohne Labor, ok bei den Plättchen muss man etwas aufpassen, das merkt man nicht unbedingt wenns in gefährliche Bereiche geht. Ansonsten sind Werte zu bestimmen dann sinnvoll wenn Therapieentscheidungen beeinflussen können.
Ein Beispiel von mir : wegen meinen schlechten Thrombos schlug der Hämatologe vor das Knochenmark zu kontrollieren, obwohl er davon ausging dass die Blutbildung gut ist. Auf meine Nachfrage hin, gab er zu dass das Ergebnis nur "akademischer Natur" wäre, da zu dieser Zeit eine weitere Chemo wegen schlechter Neutros ohnehin nicht möglich gewesen wäre....

Gruß
Thomas

Carlos
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Re: Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Carlos » 17.10.2014, 01:06

Gerade habe ich noch im Internet gelesen, dass wenn der β2-Mikroglobulin Wert erhöht und der Albuminwert erniedrigt ist, dass dies wohl nicht so gut wäre. Mein Albuminwert beträgt 3,54 g/dL (Referenzwert 4,01 - 4,78 d/dL). Nur eben leider finde ich nirgends Richtwerte ab wann man sich ernsthafte Sorgen machen muss.

Carlos
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Bedeutung von β2-Mikroglobulin

Beitrag von Carlos » 16.10.2014, 23:55

Hallo,
bei meiner letzten Blutuntersuchung wurde auch β2-Mikroglobulin untersucht.

Laut Internet wird β2-Mikroglobulin als Tumormarker für Lymphome, Multiples Myelom, Leukämie, Pankreastumor und Leberzellkarzinom verwendet. Bei den meisten obengenannten Leukämien oder Lymphomen ist das Beta-2-Mikroglobulin ein Prognoseparameter! Ein erhöhter Wert deutet darauf hin, dass ein rascheres Fortschreiten der CLL wahrscheinlich ist.

Trotz intensiver Suche im Internet konnte ich keine Informationen dazu finden, ab wann ein erhöhter Wert
- Besorgnis erregen sollte,
- einem schlaflose Nächte bereiten sollte
- oder einen in Panik ausbrechen lassen sollte.

Laut Labor ist der Referenzwert 609,0 - 2164,0 ng/mL. Mein Wert ist 3046,0 ng/mL.

Vielleicht hilft noch, dass mein Hämoglobin sich im Abwärtstrend befindet 12,6 ... 12,2 ... 11,2 und mein Eisen 29 μg/dL (Referenz 65 bis 175 μg/dL) sich irgendwo im Keller versteckt. Zudem leide ich seit Monaten unter Grippe die ich einfach nicht in den Griff bekomme.

Liebe Grüße an alle
Carlos

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