Verhaltensprobleme bei Kleinkindern nach Therapie

Wie gehe ich mit Leukämie im Alltag um? Wie unterstütze ich als Freund oder Angehöriger? Welche Erfahrungen gibt es bezüglich Rente, Behindertenausweis, Psychotherapie, Kur?

Moderatoren: NL, Marc, jan

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Beitrag von unknown » 10.02.2010, 21:36

Lieber Vater,
Tja, das klingt ja eigentlich nicht so verkehrt..., da fällt mir wenig zu ein, was man da noch verbessern kann.
Wahrscheinlich hilft nur Aushalten und Linie wahren.
Ich wünsche Dir Geduld und dass es besser wird.
herzlich
Lise

unknown
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Beitrag von unknown » 10.02.2010, 11:55

Hallo und danke für eure Antworten,

wenn ich von der Arbeit komme bin ich ausschließlich für meine Kinder da, spiele mit
ihnen, die Kleine bringe ich auch jeden Abend ins Bett mit dem kompletten Programm
was dazugehört, vom Zähne putzen bis hin zum Geschichte vorlesen und nächtlicher
Tablettengabe... ich versuche da schon zu entlasten wo ich nur kann :)

Auch haben wir die ganze Therapiezeit über schon Grenzen gesetzt und lange nicht
alles durchgehen lassen. Auch jetzt vermitteln wir ihr ganz klar was sie darf und was
nicht, leider fruchtet es irgendwie nicht so recht.

Vielleicht bin ich einfach zu ungeduldig...?

unknown
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Beitrag von unknown » 05.02.2010, 01:29

Lieber Gast,
das ist natürlich eine schwierige Situation: Angriff auf das Leben erst mal erfolgreich abgewehrt, jetzt folgen die Niederungen des Alltags unter erschwerten Bedingungen.

Ich persönlich (drei Kinder) mache die Erfahrung, dass man am besten fährt, wenn man eine grobe Leitlinie bei der Erziehung hat über das, was man erreichen möchte, zum einen, und dass man "Momente" nicht so überbewertet.

Drei Jahre ist ganz sicher ein schwieriges Alter, das Kind wird zusehends selbständiger, aber mit drei kann man natürlich - aus Erwachsenensicht - auch nicht besonders viel. Dazu hat man als Vater natürlich auch eine Meinung; es geht ja auch um Eure Beziehung.

Kannst Du mit Deiner Frau das Gespräch suchen? Ich als Mutter habe mir immer viel Entlastung gewünscht, aber nicht so bekommen; vielleicht kannst Du einige feste Tätigkeiten (auch anstrengende) verantwortlich übernehmen, zB das Kind abends bettfertig machen (im gesamten Sinne, mit Geschichte vorlesen oder so) und Deine Frau so vom Tagesgeschäft und den alltäglichen Nervereien mit Kind entlasten?

Wie Du siehst, lege ich den Schwerpunkt nicht zunächst auf das Kind, sondern auf die Beziehung zwischen den Eltern. Manchmal drückt das Kind auch den Stress zwischen den Eltern aus; wird dort die Stimmung besser, wird es kurze Zeit später auch gegenüber dem Kind alles viel entspannter. Auch muss sicher noch der Druck der ALL erst mal aus Eurem Leben etwas weichen, das dreht das Kind sicher auch auf.

Ich hoffe, ich konnte Dir eine Unterstützung geben und freue mich, wenn Du noch mal antwortest,
Grüße
Lise

Ulli
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Beitrag von Ulli » 03.02.2010, 22:51

Als Vater von drei Kindern (einer davon mit 9 an CML erkrankt) habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Das Alter hat sicher auch etwas mit den Problemen zu tun, aber in erster Linie liegt es wahrscheinlich an der ALL. Nicht an der Krankheit selbst, sondern an eurer (nicht übel nehmen) mangelnden Strenge gegenüber dem Kind. Wir hatten zuerst auch jede Linie im Umgang mit unserem Sohn verloren und mussten uns erst wieder zurückkämpfen. Das Kind merkt genau, wenn die Eltern nicht mehr Eltern sind, sondern nur noch Bedienstete - und machen dann so lange Stress, bis Mama und Papa wieder ihren Platz in der Hierachie einnehmen. Kinder brauchen starke Eltern und gerade krebskranke Kinder brauchen SEHR starke Eltern, denn sie brauchen jemanden der sie beschützt und bei dem sie sich Hilfe/Kraft/Mut/Unterstützung holen können. Und das finden sie nicht bei Eltern die immer "Ja" sagen und nicht mehr schimpfen/korrigieren/regeln weil das Kind ja eine lebensbedrohende Krankheit hat. Unser Sohn geht mit meiner Frau ziemlich respektlos um und läßt sich sehr bedienen. Zu mir kommt er Abends zum Schmusen und reden. Dreimal dürft ihr raten, wer der strengere Elternteil bei uns ist...

Euer Kind ist verunsichert und hat Angst vor einer Situation die es nicht versteht, da braucht es starke Eltern. Und zwar IMMER. Und nicht nur, wenn dann irgendwann der Geduldsfaden dann doch mal reißt.

Unser Arzt hat das mal so formuliert: Stellen Sie sich vor sie sind ein kleiner frecher Wolf, der im dunklen Wald Angst hat. Bei wem suchen sie Schutz? Bei dem großen starken bösen Rudelanführer, oder bei dem Weicheiwolfi, der sich von ihnen immer ins Bein beißen lässt? <IMG SRC="modules/phpBB_14/images/smiles/icon_biggrin.gif">

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Stinkmorchel
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Beitrag von Stinkmorchel » 03.02.2010, 14:10

Sorry, ich habe gerade gemerkt, dass ich eben wohl nicht angemeldet war, der vorherige Beitrag stammt von mir...
[addsig]

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Beitrag von unknown » 03.02.2010, 14:08

Hallo,

ich bin selbst Mama von zwei kleinen Kindern (4 und 1 Jahr), die sind zwar nicht krank sondern mein Mann, aber unabhängig davon kann ich dazu aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es im Alter von 3 Jahren völlig normal ist, wenn die Kinder Trotzanfälle haben, sich nicht anziehen lassen wollen, nicht die Zähen putzen lassen wollen, sich vor Zorn auf den Boden werfen und nicht weiter laufen wollen, etc..., vielleicht hat es gar nicht unbedingt etwas mit der Therapie zu tun, sondern bei ihr kommt es jetzt einfach, nachdem sie sich ein bißchen von ihrer Krankheit erholt hat, "geballt" raus... (aber ich weiß, wie nervig diese Zeit ist...) Liebe Grüße

unknown
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Beitrag von unknown » 03.02.2010, 13:29

Hallo Ute,

nein, die letzte Cortisonphase ist schon 2 Monate zurück.

Ich will mich einerseits ja auch nicht beschweren, habe ein
richtig schlechtes Gewissen das ganze im Moment als Problem
anzusehen wenn man bedenkt was die Kleine das letzte Jahr
durchgemacht hat. Ich bin auch glücklich wenn ich sehe wie
gut es ihr geht, nur macht man sich eben so seine Gedanken.

ute.s.
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Beitrag von ute.s. » 03.02.2010, 12:04

Hallo,
bekommt deine Tochter Cortison? Wenn ja, dann könnte das eine Erklärung sein.
Aus eigener Erfahrung weiß ich das überdreht sein und Schlaflosigkeit, Nebenwirkungen von Cortison sind.

Ich hatte Energie ohne Ende und kam auch mit nur 4St. Schlaf aus und das über einen langen Zeitraum.
Schildert dem behandelnden Arzt doch mal die Situation, vielleicht kann der helfen.

Gruß
Ute
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Beitrag von unknown » 03.02.2010, 09:24

Hallo,

meine Tochter (3) hatt ALL und befindet sich jetzt seit ein paar Wochen in
der Dauertherapie. Momentan ist es aber sehr schwierig mit ihr, sie
hört nicht mehr ansatzweise, jeden Abend gibt es stundenlang Terror
wegen schlafen gehen usw. Sie ist auch ständig völlig überdreht.
Ich bin tagsüber arbeiten, meine Frau gerät oft mit der Kleinen zur
Zeit an Ihre Grenzen, ich mach mir momentan große Sorgen, das ganze
Familienleben auf das wir uns so gefreut haben leidet darunter, zum
einen weil meine Frau dementsprechend gelaunt ist, zum anderen weil es
eben viel Streit zu hause gibt.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Kann das Verhalten meiner
Tochter durch die Medikamente die sie noch nimmt kommen?

Danke


Antworten
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