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Willkommen bei Leukämie-Online!
Leukämie-Online e.V. ist eine unabhängige deutschsprachige Wissens- und Kommunikationsplattform zum Thema Leukämie. Diese wird von Leukämiepatienten ehrenamtlich betrieben und ist gemeinnützig. Das Angebot fördert aktive, informierte und selbstbestimmte Patienten durch umfangreiche Informationen über die neuen Möglichkeiten in der Behandlung von Leukämie. Die Plattform ist sehr interaktiv: Bei Leukämie-Online kann jeder in Foren Fragen stellen und Antworten geben, sowie Artikel, gute Bücher, Web-Links und Veranstaltungstermine veröffentlichen. |
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Patienten mit CML können gezielt mit dem Wirkstoff Imatinib behandelt werden. Bislang nahm man an, dass Imatinib diese Form von Blutkrebs nicht heilen kann, die in den Stammzellen des Knochenmarks entsteht. Deshalb müssen die Patienten Imatinib dauerhaft einnehmen. Ein Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön hat nun mit Hilfe mathematischer Modelle gezeigt, dass die entarteten blutbildenden Stammzellen nach einer ausreichend langen Behandlung mit Imatinib mit hoher Wahrscheinlichkeit verschwinden.
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Eine Genmutation bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) ist für die Hälfte der bislang nicht erklärbaren Fälle dieser Leukämien verantwortlich. Durch eine Mutation der Gene für das Enzym Isocitrat-Dehydrogenase 1 und 2 (IDH) erhöht sich die Konzentration des Metaboliten 2-Hydroxyglutarat (2HG) und verursacht so die AML. Diese Zusammenhänge entdeckten Forscher um Craig Thompson von der Universität Pennsylvania. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Cancer Cell".
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Patienten sind nach der Diagnose Krebs emotional stark belastet. Etwa jeder dritte Tumorpatient entwickelt nach der Therapie die Furcht vor dem Fortschreiten der Erkrankung - eine Progredienzangst -, die nicht mit psychiatrischen Angststörungen vergleichbar ist, so ein Bericht vom 29. Deutschen Krebskongress in der Ärzte Zeitung.
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Auch nach sieben Jahren Leukämie-Online macht man Dinge das erste Mal. Wir haben bisher noch nie einen Hilferuf für Spenden und Ideen zu Schicksalen eines einzelnen Patienten gestartet. Jetzt ist es doch soweit: Wir rufen um Hilfe für Fuad Abbasov, einem Leukämie-Patienten in Leipzig in Not.
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Der monoklonale Antikörper Oftamumab könnte schon bald zur Therapie der CLL zur Verfügung stehen. Die europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat sich für eine Zulassung als Orphan Drug unter Vorbehalt ausgesprochen. Der Hersteller GlaxoSmithKline will das Präparat unter dem Handelsnamen Arzerra in den Handel bringen.
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Die entsprechende Klage eines jungen Mannes hat das Sozialgericht Aachen abgewiesen. Der Kläger hatte sich auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) zu Leistungsansprüchen eines Beamten gegenüber seinem Dienstherren im Rahmen der Beihilfe gestützt. Demnach handele es sich bei den Kosten der sogenannten Kryokonservierung um Ausgaben, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Krankheitsfall, dem Hodenkrebs, stünden. Sie dienten der Vermeidung und Minimierung der mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Behandlungsrisiken, wie etwa der Zeugungsunfähigkeit.
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US-Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die Zahl von hämatopoetischen Stammzellen im Nabelschnurblut deutlich gesteigert werden kann. In einer klinischen Phase-I-Studie in Nature Medicine (2010; doi: 10.1038/nm.2080) wurde die Zeit bis zur Erholung des Knochenmarks deutlich verkürzt.
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Mit individuellen Antikörpern lassen sich Immunantworten erzeugen: In einer Studie blieben geimpfte Patienten über ein Jahr länger krankheitsfrei als ungeimpfte. Künftige Tumortherapien waren der Schwerpunkt der jüngsten US-Krebstagung ASCO. Ziel ist, mit einer zunehmenden Zahl von Tumormarkern möglichst spezifische Diagnosen zu stellen, die Aussagen erlauben zu Stadieneinteilung, Prognose und Ansprechbarkeit auf Therapien. Die Ärzte erhoffen sich davon eine individuell ausgerichtete Behandlung.
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CML ist ein selten auftretender bösartiger Tumor in der Pädiatrie. Imatinib ist ebenfalls als Erstlinienbehandlung bei Kindern mit CML etabliert, während eine allogene Stammzellen-transplantation als Behandlungsoption für diejenigen Patienten vorbehalten wird, die eine Behandlung mit Tyrosinkinasehemmern (TKIs) nicht mehr vertragen oder sich solch einer Behandlung widersetzen. Die CML-PAED II Studie sowie eine französische Phase-IV-Studie berichteten auf ASH über eine Analyse von Daten von jungen Patienten mit neu diagnostizierter Ph-positiver CML unter Imatinib-Therapie.
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Eine Phase II Studie wurde gestartet, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Dasatinib bei Patienten mit vormals unbehandelter CML in chronischer Phase zu untersuchen. Das Ziel ist, die Wirksamkeit und Sicherheit von Dasatinib als Anfangstherapie für Patienten mit CML in chronischer Phase zu untersuchen. Dabei wurde auch untersucht, ob Dasatinib täglich einmal oder in zwei Dosen gegeben werden sollte. Die auf ASH vorgestellte Studie empfiehlt eine einmal tägliche Dosis aufgrund besserer Verträglichkeit.
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Imatinib, Nilotinib und Dasatinib sind wirksam bei CML in chronischer Phase. Allerdings weiß man bisher nur wenig über die potentiellen Auswirkungen dieser Medikamente auf das Immunsystem und es liegen noch keine menschlichen in vivo Daten vor. Zu verstehen, wie sich verschiedene Tyrosinkinasehemmer (TKIs) auf die Immunantwort auswirken, wird wesentlich zur Entwicklung von immuntherapeutischen Strategien beitragen. Das Ziel einer auf ASH vorgestellten Studie war es, humorale und zelluläre Immunantworten auf eine Impfung gegen das Grippevirus (Erkältung) und Pneumokokken bei CML Patienten, die mit Imatinib, Dasatinib oder Nilotinib behandelt werden, verglichen mit der gesunden Kontrollgruppe, im Voraus zu analysieren.
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CML Patienten, die mit Imatinib behandelt werden, können ein unterschiedlich hohes molekulares Ansprechen erreichen. Das jeweilige Ausmaß an molekularem Ansprechen könnte widerspiegeln, in welchem Umfang die Therapie eingehalten wurde. Eine Forschergruppe untersuchte bei 87 CML Patienten in chronischer Phase, inwiefern die Therapie mit Imatinib eingehalten wurde. Diese Patienten erhielten vor der Anmeldung bereits als Erstlinientherapie durchschnittlich 60 Monate lang 400 mg Imatinib pro Tag und alle Patienten hatten bereits ein vollständiges zytogenetisches Ansprechen. Die auf ASH vorgestellte Studie belegt, dass Therapietreue ein entscheidender Faktor dafür ist, eine molekulare Remission erreichen zu können.
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Imatinib ist ein selektiver und hochwirksamer BCR/ABL Kinasehemmer. Trotz fortlaufender Therapie mit Imatinib ist jedoch ein Fortbestehen von BCR/ABL die Regel. Diese Tatsache legt nahe, dass Imatinib keine Heilung von CML herbeiführt, und schürt Bedenken über eine auftretende Imatinib-Resistenz, Langzeitunverträglichkeit von Imatinib und Therapietreue. Auf ASH wurde nun eine Studie vorgestellt, die nahelegt, dass eine Interferon-Erhaltungsbehandlung nach einer erfolgreichen Imatinib-Ersttherapie eine wirksame Alternative zu einer langfristigen Imatinib-Therapie darstellen könnte.
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Der Zweck der SPIRIT-Studie war es, zuerst zu bestimmen, ob höhere Dosen von Imatinib oder das Kombinieren von Imatinib mit Interferon oder Ara-C höhere Raten des molekularen Ansprechens erzielen würden, und wenn ja, ob die Überlebenschancen verbessert würden. Neue Patienten werden aufgrund der Zwischenergebnisse nur noch in die Imatinib-400 und der Imatinib-400+Peg-Interferon2a Arme aufgenommen. Die Zwischenergebnisse wurden auf ASH2009 vorgestellt.
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Imatinib ist eine wirksame Erstlinientherapie für CML. Dieser Wirkstoff hat im Wesentlichen sein biologisches und klinisches Verhalten geändert. Anhaltendes Ansprechen mit einem relativ gutartigen Nebenwirkungsprofil wurde bei den meisten Patienten trotz der nicht abgezielten Hemmung von mehreren anderen Kinasen, einschließlich Kit (Protein), PDGFR (Wachstumsfaktor) und Lck (Protein) festgestellt. Da die meisten verfügbaren Informationen hauptsächlich auf geförderten Studien basieren und Langzeitfeldstudien fehlen, wurde die ILTE-Studie als eine unabhängige, akademische, multizentrische Studie erarbeitet, die von der italienischen Gesundheitsbehörde unterstützt wird. Die Studie wurde auf ASH2009 vorgestellt.
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Die ENESTnd-Erstlinien-Studie (Evaluating Nilotinib Efficacy and Safety in Clinical Trials-Newly Diagnosed Patients) ist eine offene, multizentrische, randomisierte Phase III Studie, die die Wirksamkeit und Sicherheit von 300 oder 400 mg Nilotinib zweimal täglich mit 400 mg Imatinib täglich bei Patienten mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom positiver (Ph+) CML in chronischer Phase vergleicht. Auf ASH2009 wurden die ersten Daten dieser Studie vorgestellt, die als mögliche Zulassungsstudie für Nilotinib als Erstlinientherapie gilt.
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Imatinib ist der derzeitige Behandlungsstandard bei chronisch myeloischer Leukämie (CML). Interferon-alpha (IFN-alpha) rief jedoch bei einigen CML Patienten reproduzierbare Heilwirkung hervor, die anhaltende Remissionen hervorruft, die sogar nach einer Therapieunterbrechung andauerten. Aus diesem Grund ist das Interesse an einem möglichen Einsatz von Interferon-alpha bei der Behandlung von CML weiterhin beachtlich, und erst vor kurzem haben einige prospektive Studien der französischen und deutschen Gruppen die Wiedereinführung von Interferon-alpha bei der Erstbehandlung von CML in früher chronischen Phase in Verbindung mit Imatinib vorgeschlagen. Auf ASH wurden nun die 24-Monats-Ergebnisse einer italienischen Studiengruppe vorgestellt.
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Die Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Informatik und Biomathematik der Universität Münster erstellen seit dem 1. Januar 2010 unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Dugas einen so genannten "Leukämie-Genatlas". Ziel des Projektes ist, der Leukämieforschung eine umfassende Datenbank aller weltweit verfügbaren Leukämiedaten bereitzustellen.
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Bereits in früheren Jahren zeigte die IRIS-Studie weitaus höhere Sicherheit und Wirksamkeit von Imatinib (IM) im Vergleich zu Interferon-Alpha + Cytarabin. Basierend auf Ergebnissen dieser Studie, wird Imatinib derzeit als Ersttherapie für CML-Patienten in chronischer Phase empfohlen. Nun wurden die Daten einer 8-jährigen Nachsorgezeit im Rahmen der ASH-Konferenz 2009 vorgestellt, die die Langzeitwirkung und Sicherheit von Imatinib bewerten.
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Die ENACT-Studie ist eine multizentrische, offene Phase IIIb Studie, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Nilotinib bei erwachsenen Patienten mit Imatinib-resistenter oder -intoleranter CML in einem klinischen Praxisumfeld ohne Registrierung untersuchte. Daten aus ENACT werden verwendet, um die Muster und Handhabung von Nebenwirkungen bei Nilotinib-Patienten mit Imatinib-resistenter oder -intoleranter CML in der chronischen oder akzelerierten Phase zu charakterisieren. Ein Nachtrag zu den ENACT-Studiendaten wurden auf ASH 2009 vorgestellt.
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