Autologe vs. allogene SZT

Knochenmarks- und Blutstammzelltransplantation: Austausch von Erfahrungen über Transplantation, Nebenwirkungen, Stammzellspende

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Exil-Hanseat
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Re: Autologe vs. allogene SZT

Beitrag von Exil-Hanseat » 01.05.2014, 16:42

Hallo nochmal,

also im Myelom-Forum bin ich gut aufgenommen worden und habe ein paar Hinweise bekommen.
Eine autologe SZT unter 75 scheint nichts wirklich Außergewöhnliches zu sein, es gibt aber auch andere Therapieformen, die erfolgversprechend sein können.
Es ist beim MM offenbar viel mehr eine EInzelfallentscheidung als bei anderen bösartigen Erkrankungen. Es gibt eine Menge verschiedener Ausprägungen und Wirkstoffe bzw. Therapieansätze habe ich gelernt.

Das empfinde ich nun als Fluch und Segen zugleich. Wir werden also das erste Gespräch (nächste Woche) in jedem Fall abwarten müssen.
Gleichzeitig scheint es hier eine Krankheit zu sein, wo eine zweite Meinung immer angebracht ist ...

Wir werden sehen

Cecil
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Re: Autologe vs. allogene SZT

Beitrag von Cecil » 21.04.2014, 20:05

Hallo, nochmal,

dass man eine Hochdosischemo mit anschließender autologer Transplantation auch im fortgeschrittenen Alter und sogar mit erheblichen Begleiterkrankungen (Nierenzellkarzinom) gut übersteht, wenn die Therapie in einem hoch qualifizierten Zentrum durchgeführt wird, zeigt der thread hier.

Die Frage ist aber weiterhin, ob das Prozedere entweder dringend notwendig ist oder einen so hohen Benefit bringt, dass Patient sich bereitwillig darauf einlässt. Insofern würde mich schon interessieren, lieber Stephan, wie die Meinung im Myelom-Forum ist und wie man Euch in der Uniklinik berät.

VG!

Exil-Hanseat
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Re: Autologe vs. allogene SZT

Beitrag von Exil-Hanseat » 18.04.2014, 19:23

Moin Niko und Christina,

zum Glück bedrängt bisher niemand meine Mutter.
Sie wurde ca. zum Jahreswechsel zufällig diagnostiziert.
Jetzt hat man sie auf die Möglichkeit der autologen SZT hingewiesen und sie hat in 2 Wochen in Braunschweig ein Beratungsgespräch.

Wir sind also noch nicht mal bei der 1. Meinung ;-)

Prinzipiell will sie keine SZT, denn sie hat die Chemo gut vertragen und offenbar erfüllt die auch bisher ihren Zweck.
Aber man will ja auf das Gespräch vorbereitet sein und sich auch in 10 Jahren nichts vorwerfen.
Da ich durch meine CML etwas mehr Einblick in diese Sachen habe als der Durchschnittsdeutsche möchte ich ihr natürlich möglichst gut zur Seite stehen, auch wenn uns meist gute 600 km trennen.

Von der CML gibt es keine bewiesenen Familienveranlagungen was ich so gelesen habe. Ich habe nicht weiter darüber nachgedacht, ob es Zusammenhänge geben könnte. Warum auch?
Es bringt nichts darüber zu grübeln. Selbst wenn es diesen Zusammenhang gäbe, was würde mir diese Erkenntnis helfen?
Soll ich mir dann verstärkt Sorgen um meine Kinder machen?
"Et kütt wie et kütt" sagt der Rheinländer, und obwohl ich keiner bin halte ich diesen Ausspruch für eine echte Weisheit ...

Danke Niko für den Link. Leider gibt es hier keine Risikoabwägung.
Bei der CML ist es ja so, dass die Risikoabwägung die TKI zur bevorzugten Therapie macht, obwohl die allogene SZT höhere Heilungschancen verspricht. Ähnliches habe ich zur SZT beim MM leider noch nicht gefunden.

Aber ich werde mich die Tage mal bei myelom.org umsehen.

Immerhin, ich konnte mich die letzten Tage bei einem Besuch von ihrem guten Zustand überzeugen, das ist für den Moment am wichtigsten.

Viele Grüße
Stephan

cicici
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Re: Autologe vs. allogene SZT

Beitrag von cicici » 18.04.2014, 18:12

Hallo!
Hat deine Mutti das MM neu diagnostiziert?
Ich würde grundsätzlich bei dem Alter auf eine Hochdosis mit nachfolgender SZT verzichten. Das ist schwer wegzustecken. Und geht vermutlich massiv zu Lasten der Lebensqualität. Aber natürlich würden viele Ärzte das befürworten, gerade Unimediziner. Von daher wirst du unterschiedliche Meinungen dazu hören.
Wie ist das denn möglich? Du CML und deine Mutti MM. Da bekomme ich Panik als Angehörige. Was sagen die Ärzte? Zufall oder hängen die Neoplasien zusammen?


Liebe Grüsse,
Christina

NL
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Re: Autologe vs. allogene SZT

Beitrag von NL » 18.04.2014, 14:44

Moin Hanseat,
falls Du die DGHO-Leitlinien noch nicht gesehen haben solltest, schau mal unter 4.4 und folgenden Punkten, dort wird die Auswahl allogen vs. autolog erläutert.
http://www.dgho-onkopedia.de/de/mein-on ... les-myelom
Ob man sich das mit 70 antun muss? Die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen in DE beträgt meines Wissens mehr als 80 Jahre, aber ob das eine Entscheidungsgrundlage ist? Wenn sie sich nicht sicher ist, kann hier eine zweite Meinung weiterhelfen.
Alles Gute
Niko

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Re: Autologe vs. allogene SZT

Beitrag von Exil-Hanseat » 18.04.2014, 14:04

Danke Cecil,

so hatte ich das auch wahrgenommen. Myelom.org kannte ich noch nicht, danke für den Tip.
Autologe SZT ist wohl das Mittel der Wahl beim multiplen Myelom, das habe ich bereits verstanden.
Die Frage ist allerdings, ob man sich mit über 70 das noch antun muss, wenn man mit einer (in unserem Falle) gut erträglichen Chemo bis zu 10 weitere beschwerdefreie Jahre erkaufen kann und im Wiederholungsfall nochmal ähnlich viel ...

Danke jedenfalls und ebenfalls frohe Ostern!

Cecil
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Re: Autologe vs. allogene SZT

Beitrag von Cecil » 18.04.2014, 13:49

Hallo, Exil-Hanseat,

es ist geringer. Der GvHD-/Abstossungseffekt fällt völlig weg (aber auch der GvL-Effekt), und auch die Immunrekonstitution erfolgt schneller, weil ja keine Immunsuppressiva genommen werden müssen.

Die Frage ist nur, wozu eine autologe SZT beim Myelom gemacht werden soll. Es gibt beides auch beim Myelom. Vermutlich, um vorher eine Hochdosis-Chemo zu machen? Dann ist die Zeit des stationären Aufenthaltes schon recht anstrengend.

Du könntest Dich auf myelom.org an das Patientenforum wenden. Dort gibt es Jahre bis Jahrzehnte geballte Patienten-Erfahrungen.

Alles Gute und frohe Ostern!

Exil-Hanseat
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Autologe vs. allogene SZT

Beitrag von Exil-Hanseat » 18.04.2014, 13:11

Hallo zusammen,

meine Mutter hat ein multioles Myelom. Die Dame ist 71.
Zum Glück wurde es früh erkannt, so dass die Knochen alle noch in Ordnung sind.
Auch die Chemo hat sie gut überstanden.
Man hat ihr aufgrund ihres guten Allgemeinzustandes nun eine autologe Stammzellentransplantation angeboten.
Als CML-Patient habe ich mich bisher nur mit der allogenen Variante beschäftigt.
Meine Frage wäre daher, ist die autologe SZT genauso belastend und risikoreich wie die allogene? Oder ist das Risiko geringer?

Viele Grüße

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