CLL Verbesserung der Blutwerte

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kladei
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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von kladei » 10.12.2018, 14:48

Hallo Watson,

Dein Bericht vom letzten Jahr hat mich beeindruckt, aber auch nachdenklich gemacht. Ein Stochern im Nebel. Warum dieser Nebel sich in meinem Fall gelichtet hat, werde ich wohl nie erklären können. Dass ein Karzinom eine diagnostisch perfekte CLL vortäuschen kann, ist bei mir sicherlich nicht der Fall. Meine 4 Prostataoperationen liegen Jahre zurück, dabei wurde kein Karzinom diagnostiziert.
2014 wurden in meinem Gesicht mehrere Basaliomen und auch ein Bowen-Karzinom operativ entfernt. Zu diesem Zeitpunkt aber waren meine Blutwerte schon fast im Normalbereich. Deine Fragen nach den Ergebnissen des Klonalitätsnachweises, der Immunphänotypisierung und der Zytogenetik kann ich nicht beantworten, da nach meinem Wissen solche Untersuchungen nie durchgeführt wurden. Ob B-Lymphozyten bei meinen jetzigen Blutwerten noch nachweisbar sind, glaube ich nicht.

Blutwerte vom 27. September 2018
Hämoglobin 14,1 g/dl
Erythrozyten 4,6 / pl
Hämatokrit 40,6%
MCH 31,pg
MCV 89 g/dl
Leukozyten 6,5 / nl
Thrombozyten 217 / nl
CRP 3,0 mgl
Tumor Marker PSA 0,46 ng/ml

Es ist ein Geschenk des Himmels im Alter von 771/2 Jahren….
Wenn da nicht die Erkrankung meiner Frau wäre. Unsere große Hoffnung bestand auf einer Versuchstherapie mit Lenalidomid (Revlimid) einem Arzneistoff aus der Gruppe der Immunmodulatoren. Der Krankheitszustand meiner Frau hatte sich nach der Tabletteneinnahme drastisch verschlechtert. Die Blutwerte rutschten abwärts. Nach 3 Monaten musste die Therapie abgebrochen werden. Es hatte sich eine gefährliche A-Granulozystose gebildet. Die Neutrophile lagen bei einem Wert von 0,04/nl. Ein totaler Zusammenbruch des Immunsystems. Seit Beginn der neuen Therapie mir Gemcitabin und Rituximab stagniert die Krankheit. So fahren wir seit dem 29.12.2017 alle 14 Tage, aus der Pfalz zur Chemo in die Heidelberger Tagesklinik. Vielleicht geschieht doch noch ein Wunder, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Watson
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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von Watson » 25.09.2017, 00:05

Hallo Kladei,

das ist doch auf jeden Fall eine gute Nachricht und ein Beleg dafür, dass eine CLL nicht immer nur schlechter werden muss. In der Überzahl der Literatur (sowohl fach- als auch populärwissenschaftlicher Art) liest man Beschreibungen in der Art: "Eine CLL manifestiert sich durch eine Blutlymphozytose, die im späteren Verlauf zunehmende Lymphozytenzahlen, Lymphknotenpakete, Organomegalien, Gammaglobulinämie u.v.m. zeigt". Viele (Fachbuch-)Autoren legen noch eines drauf und resümieren: "Schließlich tritt ein so gravierender Antikörpermangel auf, so dass nicht mehr beherrschbare Infektionen das Schicksal des Patienten besiegeln". Das impliziert, dass es nach einer einmal diagnostizierten CLL immer nur noch kontinuierlich bergab geht. Wie wir ja hier leider von anderen Betroffenen sehen, kann das durchaus passieren. Aber eine CLL folgt offenbar keinen starren Regeln. Vieles, was Laien und Experten hierzu postulieren, ist, bei allen Fortschritten der Leukämieforschung, wohl auch ein Stochern im Nebel.

Da ich über die Uni kostenfreien Zugriff auf einiges an Fachliteratur habe, habe ich -nicht zuletzt in eigener Sache (CLL seit 2015)- viel recherchiert. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch mal auf deine Probleme mit dem herausgenommenen Lymphknoten, dem Prostatakarzinom und den Basaliomen eingehen. Ältere Literatur (ca. 80er Jahre) beschreibt nämlich einige Fälle, in denen fälschlicherweise eine CLL bei Karzinomen an anderer Stelle diagnostiziert wurde. Das Karzinom veranlasste den Organismus, eine diagnostisch "perfekte" CLL vorzutäuschen. Nach Entfernung der Karzinome bildeten sich die CLL-Merkmale jeweils vollständig zurück. Ob solche falschen Fährten mit den heutigen Diagnosetechniken noch möglich sind, weiß ich nicht. Aber es könnte immerhin eine mögliche Erklärung sein.

Wenn der Hämatologe vom "möglichen Vorhandensein von Rest-Leukämiezellen im Körper" sprach, rekurriert er wahrscheinlich auf die weit über die in Serum zirkulierenden B-Lymphozyten hinausgehenden Kriterien, die heute zytologisch/zytogenetisch bestimmt werden können. Ich denke da z.B. an den Nachweis der Leichtkettenrestriktion (klonale Herkunft der B-Lymphozyten), für CLL typische Chromosomenveränderungen in diesen B-Lymphozyten, oder ein sehr typisches Expressionsmuster in der Immunphänotypisierung. Auch wenn die klassischen Diagnosekriterien nicht (mehr) vorliegen, kann das Vorhandensein einer dieser Merkmale zumindest für ein latentes Restrisiko sprechen. Wenn natürlich keine CLL-typischen B-Zellen mehr nachweisbar sind, kann man diese auch nicht näher untersuchen, und folglich müsste man in der Tat wohl von Heilung sprechen. Das wünsche ich dir natürlich von ganzem Herzen. Mich würde lediglich interessieren, wie sich bei dir die Ergebnisse des Klonalitätsnachweises, der Immunphänotypisierung und der Zytogenetik, wenn vorhanden, im Verlauf darstellten. Sind heute tatsächlich keine leukämischen B-Lymphozyten mehr nachweisbar, oder wird dein Ergebnis an der Gesamtlymphozytenzahl im Serum festgemacht?

LG,

Watson

kladei
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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von kladei » 23.09.2017, 16:34

Rückblick:
2007: OP eines Lymphknotens am Hals, in Kiel.
Histologisch untersucht. Ergebnis: CLL.
Leukozytenanzahl 10 000

2008: Leukozyten 22 500, Lymphozytenanteil über 92%.
Segmentkernige Granulozyten 3% (Normal ist 30% - 80%).
Vergrößerte Lymphknoten am Hals, in der Leiste, unter der Achselhöhle und im Oberbauch.

So habe ich dann im Internet recherchiert. Wie kann ich auf Naturbasis und in Eigeninitiative mein Immunsystem stabilisieren? Goji Beeren. War das die Lösung? „Die nährstoffreichste Frucht der Welt, enthält die meisten Antioxidantien, die meisten Spurenelemente, die meisten Vitamine“ und und und, so die Anbieter. 25 Euro im Monat. Ein Versuch war es Wert. Goji Beerem aus Ningxia, von einem deutschen Labor überprüft und mit einer Prüfnummer versehen. Sie spornen die Zellen an, Makrophagen, die Fremdkörper, Bakterien und Viren fressen können, werden ebenso angeregt, wie die T-Zellen. Eine Produktion von Immun-Botenstoffen.

Meine Blutwerte haben sich von Jahr zu Jahr zum Positiven verändert. Ein Professor der Hämatologische Ambulanz der Uniklinik Heidelberg schrieb in seinem Arztbericht: „Aktuelle Medikation – Goji Beeren“. Desgleichen ein Oberarzt im Januar 2016: „Procedere: die Kriterien einer CLL sind aktuell nicht mehr erfüllt“
Bei einer Blutuntersuchung vor einigen Wochen, aufgelistet in 26 Einzelwerten, lagen alle Werte im Normalbereich.

Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen. Zurzeit ist dies der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie. Oft ist der Krebs für das Immunsystem unsichtbar.
Immunologische Therapien können dazu beitragen, das Immunsystem wieder zu aktivieren, so dass es die Krebszellen wieder erkennt und zerstört. Dies ist nur ein Hinweis, dass Goji Beeren kein Allheilmittel sind. Außerdem sind sie für Allergiker und Herzpatienten ungeeignet.

Vor wenigen Tagen war ich mit meiner Frau im Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen. Es ging um die Verträglichkeit einer neuen Therapie (Lenalidomid). Nachdem die Untersuchung bei meiner Frau abgeschlossen war, fragte mich der Hämatologe, ob ich mich zu einer Knochenmarkspende bereit erklären würde. Es geht um eine Forschung, ob sich bei älteren Patienten die Stammzellen verändern. Nach meiner spontanen Zusage gab ich ihm zu bedenken, dass ich jahrelang an CLL erkrankt war. In diesem Fall, sagt er, müsse er mich als Spender kategorisch ausschließen. Es könnten ja immer noch Leukämiezellen in meinem Körper sein, die dann die Forschungsergebnisse verfälschen.

Wie dem auch sei, sollten meine Blutwerte sich verändern, werde ich es euch wissen lassen.

Gruß an alle
Kladei

kladei
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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von kladei » 11.03.2017, 15:07

Hallo seoul1,
Entschuldigung wenn ich mich unklar ausgedrückt habe.
Der zweite Abschnitt betrifft den derzeitigen Krankheitsstatus meiner Frau. Das Thema finden sie hier:
http://www.leukaemie-online.de/diskussionsforen/10/3805

Gast

Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von Gast » 09.03.2017, 21:36

Hallo mein Name ist Elke,
Ich würde mich gerne Euch anschließen.Vielleicht ist ja das ein oder andere interessant für mich und ich erfahre wo mich diese Krankheit hinführt. 2011 wurde bei einem Screening einen Knoten in der Achselhöhle festgestellt. Es wurde eine Blutuntersuchung gemacht und dabei stellte sich heraus dass ich CLL habe.
Ich bin heute 61 Jahre alt und lebe eigentlich ganz gut damit. Meine Leukozyten liegen mittlerweile bei 98000, obwohl da auch größere Schwankungen drin sind.
Meine Milz ist etwas vergrößert ,naja und meine Knoten sind mal etwas größer oder auch an verschiedenen Tagen kleiner. Ich muss alle drei Monate in die Uniklinik Köln zur Kontrolle. Ich habe den Onkologen gewechselt , da Professor Hallek sehr weit mit seinen Studien ist,bei der CLL.
Bis jetzt brauchte ich noch nicht behandelt zu werden. Man sagte mir ich sollte mir den grünen Teeextrakt EGCG kaufen. Nächste Woche am 14.3. habe ich eine Kontrolluntersuchung und ich bin mal gespannt.
Es wäre sehr schön wenn mir jemand antworten würde.
Liebe Grüße Elke

seoul1
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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von seoul1 » 06.03.2017, 16:23

Gute Nachtlicht!! Aber zwischen dem ersten und dem nächsten Absatz erkenne ich keinen Zusammenhang, oder verstehe ich etwas falsch?

Vielleicht kann das noch aufgeklärt werden.
Ansonsten scheint es sich zu bewahrheiten, dass Sport, Frischluft so viel wie möglich und gesunde Lebenseinstellung einiges bewirken kann. Hinzu kommt natürlich Vitamin d3 .

Gruss Seoul

kladei
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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von kladei » 05.03.2017, 20:05

Es ist vorbei. Die CLL ist Vergangenheit. Der letzte Beweis war am 08. Februar der TÜV in Heidelberg. Es gibt seit einem Jahr nicht einen einzigen Blutwert, der nicht im Normbereich liegt. Was die Ursache meiner Gesundung ist, steht in den Sternen. War es der Wille? Der Sport? Die Ernährung? Alles zusammen? Wie sehr man aber auf die Kunst der Ärzte bei einer schwerwiegenden Krankheit angewiesen ist habe ich tagtäglich vor Augen.
Lesen Sie meinen Bericht über andere Leukämie und Lymphome (Diffus großzelliges B-Zell Lymphom und Nierenzellkarzinom). OP (Kopf), Chemo – totale Remission ein halbes Jahr danach. Chemo… Hochdosischemo, Stammzellentransplantation – wieder das erlösende Wort Remission. Ein weiteres halbes Jahr danach. 30 Bestrahlungen und zur Zeit wieder Chemo.
Komplementäre Behandlungsstrategien? Naturheilkunde? Nein! Volles Vertrauen auf die klassische Schulmedizin. In diesem Fall der wohl einzige Weg. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der Medizin, um zusätzliche Heilung zu ermöglichen, die Naturheilkunde und die Komplementärmedizin mit einbezogen werden sollte.

Kladei

Conzalles
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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von Conzalles » 24.04.2016, 11:35

Hallo kladei,

ich kann das nur bestätigen, das Sport den Selbstheilungsprozeß fördert. Habe keine Infektionen Top Blutwerte, Spaß am Leben.
Sport tut auch der Psyche sehr gut.
Ich stelle selbst in meinem Bekannten und Freundes Kreis fest wieviel an Grippallen Infekten erkrankt sind. Die aber Gesund sind.
Ich als CLLer schmunzle darüber. Sport und Bewegung Sauerstoff Austausch ist wichtig.
Ich höre im Moment viel über Frühjahrsmüdigkeit als Sportler hast du so etwas nicht.
Das sind alles Dinge die mich anspornen Sport zu treiben.
Wieviel CLLer haben vor ihrer Erkrankung nie Sport getrieben und sind einfach anfälliger für Nebenwirkungen aller Art.
Aber es ist nie zu spät das zu ändern.

Schönen Sonntag

LG Conzalles

kladei
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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von kladei » 24.04.2016, 09:12

CLL Verbesserung der Blutwerte


Selbstheilungskräfte in Verbindung mit Sport

Nachdem ich in München einen Wettkampf im Rückenschwimmen gewonnen hatte und mich kurz danach für die deutsche Meisterschaft im Rettungsschwimmen, seit 53 Jahren bin ich Rettungsschwimmer, qualifizieren konnte, stellte ich mir die berechtigte Frage kann mein Körper noch krank sein?
Die Hämatologen von Heidelberg konnten diese Frage beantworten.
Die Ultraschalluntersuchung die vom Oberarzt der Sonographie durchgeführt wurde brachte das Ergebnis:
Oberbauch – Milz – Leber – Lunge keine Auffälligkeiten alles im Normalbereich
Rückblick: 2007 OP eines Lymphknotens der in Kiel histologisch untersucht und dann der CLL zugeordnet wurde. Leukozytenanzahl 10 000
Ein Jahr danach Leukos auf 22500 erhöht bei einem Lymphozytenanteil von über 90 Prozent
Abfallendes Immunsystem nur noch drei Prozent segmentkernige Granulozyten normal ist 30-80 Prozent. Dann der Versuch in Eigeninitiative auf Naturbasis das Immunsystem zu stabilisieren. Erfolgsnachweis ersehen Sie in den vorhergegangenen Berichten
Im Januar 2016 keine Lymphadenonopathie
Leukozyten 7,700
Hb 14,4
Thrombozyten 221000
Alle Blutwerte im Differentialblutbild sind im Normalbereich
Procedere: die Kriterien einer CLL sind aktuell nicht mehr erfüllt

18.04.16 letztes Ergebnis der Blutuntersuchung:
Alle Werte im Normalbereich
Leukozyten bei mittlerweile 5,3/nl
Unser Prof. in Heidelberg ist der Meinung, dass es hierfür keine Erklärung gebe, schließt aber aus, dass alle CLL Zellen total verschwunden sind. Er sagte: Es wäre ein Wunder. Nun denn, es sei so wie es sei. Zum Abschied gab er uns den Rat: genießen Sie Ihr Leben. Das werden wir auch tun.

Meine Freude ist verhalten da mir das Wohlergehen meiner Frau sehr am Herzen liegt.
Trotz vieler Chemotherapien und einer Stammzellentransplantation ist ihre Krankheit nicht ausgeheilt. Werde demnächst unter andere Leukämien und Lymphome darunter berichten.

Grüße an alle CLL erkrankten, deren Schicksalsverlauf ich bei Leukämie-Online weiterhin mit großem Interesse verfolge.

Kladei

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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von kladei » 05.02.2015, 18:01

CLL Verbesserung der Blutwerte
Ich glaube an die Kunst der Ärzte - siehe den Bericht über meine Frau im Forum - andere Leukämien und Lymphome -.
Ich glaube aber auch an Selbstheilungskräfte, die das Immunsystem neu aufbauen und stärken.
Wie sonst könnte es sein, dass ich mittlerweile 25 Hautkrebsoperationen
Basaliome, Bowenkarzinom, aktinische Keratosen, die als Berufskrankheit anerkannt wurden, ohne Komplikationen überstanden habe.
Vor wenigen Wochen hatte ich in Bezug auf meine CLL in der hämatologischen Ambulanz Heidelberg eine Verlaufsuntersuchung.
Das Ergebnis:
Leukozyten 7,79/nl
Hb 14,7 g)dl
Thrombozyten 220/nl
Erythrozyten 4,8/pll
Procedere des Professors:
Aktuell sind die Leukozytenzahlen rückläufig und im Normalbereich, so dass zur Zeit die Kriterien einer CLL nicht erfüllt sind. An eine komplette Remission glaube ich nicht, aber mit diesem Ergebnis lässt es sich gut leben.
Gruss an alle die ihre Hoffnung nicht aufgeben

kladei

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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von Akita » 09.12.2013, 16:45

Mit diesen Goiji - Beeren hat es etwas..

Allerdings ist schon sehr viel passiert nach der Einnahme,ua. Anaphylaktischer Schock.

Pubmed ist von kritischen Berichten bzw. solchen, wo PatientInnen Nachteile von Goji-Beeren hatten, geprägt.

Doch gibt wohl auch positive Erfahrungen-zum Beispiel beim Prostata Karzinom (wenn ich mich richtig erinnere).

Akita

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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von kladei » 09.12.2013, 12:48

Hallo Nebelzauberer,
vielen Dank für deinen großartigen Bericht.

Herzliche Grüße und alles Gute
kladei

Frohe Weihnachten

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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von Nebelzauberer » 08.12.2013, 17:41

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht genau, ob Kladeis Bemerkungen wirklich süffisant sind. Bezüglich des nachweisbaren medizinischen Nutzens der Beeren auf die CLL wäre ich ebenfalls eher skeptisch. Vielleicht waren es doch eher Sport, allgemein gute Ernährung und die Hoffnung auf eine mögliche "sanfte" Therapie. Ich versuche die Trias im Übrigen auch, allerdings mit Grüner-Tee-Kapseln. Um ehrlich zu sein, ist es bei mir eher das Prinzip Hoffnung. Zumindest achtet man mehr auf seinen Körper - vielleicht ist das der Schlüssel. Nichtsdestotrotz bin ich ein großer Verfechter der Fachmedizin - wenn die CLL einmal in eine aggressive Form übergeht, würde ich mich sicher nicht auf grünen Tee verlassen. Wie ich Kladeis Aussagen deute, ist das wohl bei ihm auch so. Wenn die Beeren dir, Kladei, zumindest mental gut tun, spricht doch nichts dagegen.
Die Angelegenheit mit deiner Frau tut mir wirklich Leid. Deine verhaltene Freude kann ich verstehen. Immerhin hast du so aber die Kraft, ihr beizustehen.
Eine kleine Anmerkung bezüglich der Blutwerte möchte ich noch geben:
Die Frage ist, ob wirklich eine "Verbesserung" vorliegt - ich würde es eher als progresslos einstufen. Also eine CLL mit bislang sehr mildem Verlauf. Wie komme ich darauf? Nun ja, dein Blick, Kladei, richtet sich zu sehr an der absoluten Anzahl an Leukozyten im Blut sowie an den Prozentwerten aus. Hier ist wirklich eine Verbesserung zu sehen. Hämoglobin, Erythrozyten und Thrombozyten sind im Prinzip gleich gut geblieben, sie lagen also seit Diagnosestellung absolut innerhalb der Norm. Der prozentuale Anteil an Lymphozyten war bei Diagnosestellung recht hoch, was aber vor allem an der hohen Leukozytenanzahl lag. Im Übrigen muss man die Kernschatten und lymphatischen Reizformen auch zu den Lymphozyten dazuzählen, um den korrekten Prozentwert zu erhalten. Hier gehe ich mit Waldis Argumentation absolut konform.
Genug gefachsimpelt. Ich wünsche dir und allen anderen einen weiterhin so milden Verlauf. Auf welche Mittelchen auch immer ihr zurückgreift, hoffentlich verbessern sie - auf welche Weise auch immer - euer Wohlbefinden. Sich allerdings nur darauf zu verlassen, wäre fahrlässig - ich denke, das ist es, was entscheidend ist.

Einen schönene Abend

Nebelzauberer

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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von Waldi » 08.12.2013, 14:11

Hallo Kladei,

Deine süffisanten Bemerkungen über Mitbetroffene sind hier im Forum völlig unangebracht. Bevor Du so etwas vom Stapel lässt, solltest Du erst einmal GENAU lesen, was ich damals geschrieben habe. Mit keinen Wort hatte ich dort angezweifelt, dass Du CLL hast. Angezweifelt hatte ich damals und auch heute noch, jegliche Wirkung Deiner Beeren-Therapie auf die CLL, womit ich mit Fachmedizinern und modernen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen im Konsens bin.

Waldi

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Re: CLL Verbesserung der Blutwerte

Beitrag von kladei » 07.12.2013, 21:04

Am 04.04.2012 hatte Waldi meine Erkrankung an CLL angezweifelt. Er stellte sich die Frage, ob der Zustand meiner Blutwerte und mein Lymphknotenstatus überhaupt etwas mit meiner CLL zu tun hatten.
2007 wurde an meinem Hals ein 2,5cm großer Lymphknoten operativ entfernt und zur histologischen Untersuchung nach Flensburg geschickt. Das Ergebnis war eindeutig "CLL". Es folgten Untersuchungen wie CT, MRT, Ultraschall usw. Da mehrere vergrößerte Lymphknoten im Leisten- und Achselbereich sowie im Oberbauch festgestellt wurden, hatte man mich im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg in Binet B eingestuft.
Am 01.10.2009 war ich bei Prof. Bentz in Karlsruhe. Die Labordiagnostik: Leukos 15.5/nl mit einem Anteil von Kernlymphozyten von 89%, Hämoglobin 11,7g/dl , Thrombozyten 132/nl. Befund: B-CLL Stadium Binet B.
Vielleicht hat Waldi recht und es haben sich beide Institute geirrt.
Am 04.04.2012 hat Ralf in Bezug auf meine Goji-Beeren sehr abfällig reagiert. Versucht Ralf aber nicht auch mit seiner Methode (Transformational Breathing) gegen die CLL anzukämpfen? Übrigens den Bericht von Ralf in der Plauderecke vom 27.11.2012 "ich bin ich" sollten sie unbedingt lesen.
Vor 3 Monaten hatte meine Frau an meinem rechten Fuß eine Wanderröte festgestellt. Der Verdacht meines Hausarztes auf eine frische Borrelien-Infektion hat sich bestätigt: hohe burgdoferi IgG IgM Werte machten eine 4 wöchige Antibiotika-Einnahme erforderlich.
Bei der erweiterten Blutabnahme wurden in Bezug auf eine Veränderung der CLL folgende Werte festgestellt:
Hämoglobin 13.8g/dl
Erythrozyten 4,5p
Thrombozyten 176/nl
Leukozyten (gesamt) 6,4/nl
Neutr. Segmentkernige 30% (vor 7 Jahren nur 3%)
Lymphozyten 59%
Wichtig: in einem Ärzteblatt wird darauf hingewiesen, dass es in mehreren Fällen zu schweren Nebenwirkungen kommen kann, wenn Gojibeeren zusammen mit Blutgerinnungsmedikamenten eingenommen werden.
Die Beeren habe ich gekauft, um mein Immunsystem wieder auf Vordermann zu bringen. Allem Anschein nach hat es funktioniert.
Meine Freude über die verbesserten Werte ist sehr verhalten, da bei meiner Frau eine Nierenkrebs- und Lymphomerkrankung vorliegt. Hierüber werde ich unter dem Thema "andere Leukämien und Lymphome" berichten.

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