Am 21./22. Juni 2008 fand in Bremen der 11. Patienten-Kongress der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. (DLH) statt. Ca. 30 Refe-renten aus Bremen, dem Umland und weiteren Behandlungszentren in Deutschland hielten Vorträge über die verschiedenen Unterformen der Leukämie- und Lymphomerkrankungen, neue Behandlungsmöglichkeiten und psychosoziale Themen.

"Die Rückmeldungen zum Kongresses sind sehr positiv. Die Teilnehmer lobten besonders die qualitativ hochwertigen Informationsangebote und die vie-len Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch", sagte Annette Hünefeld vom DLH-Vorstand.

Eine Teilnehmerin meinte: "Ich war das erste Mal dabei, und ich war neugierig. Der Kongress hat mir gut gefallen, und ich habe viele neue Informationen mitnehmen können. Gut, dass es die DLH gibt."

Prof. Dr. Bernd Hertenstein, wissenschaftlicher Leiter des Kongresses vom Klinikum Bremen Mitte gGmbH, und der Bremer Staatsrat Dr. Hermann Schulte-Sasse wiesen in ihren Grußworten insbesondere auf die hohe Bedeutung von Therapiestudien hin. Viele Kranke setzen ihre Hoffnung in die Fortschritte der Medizin. Die Entwicklung neuer Therapieverfahren ist jedoch langwierig und erfordert viel Geduld. Da Einzelerfahrungen immer ein Zufallsergebnis sein können, werden neue Therapiekonzepte im Rahmen von klinischen Studien systematisch untersucht. Vorteile für die Teilnehmer an klinischen Studien bestehen vor allem darin, dass sie besonders intensiv betreut, regelmäßig untersucht und engmaschig überwacht werden. Die Qualitätsanforderungen an Therapiestudien sind heutzutage sehr hoch. Nur wenn sie erfüllt sind, darf eine klinische Studie durchgeführt werden.

Dr. Franz Kohlhuber, Leiter der Abteilung Förderung der Deutschen Krebshilfe, hielt einen Einführungsvortrag zum Thema "Psychoonkologie". Es wurde deutlich, dass es in Deutschland nach wie vor Defizite in der psychosozialen Versorgung von Krebspatienten gibt. Deswegen hat die Deutsche Krebshilfe das umfassende Förderschwerpunktprogramm "Psychosoziale Onkologie" ins Leben gerufen, um neue Entwicklungen anzustoßen.

Im Rahmen der Abendveranstaltung am Samstag, den 21. Juni 2008, wurde der DKMS-Mechtild-Harf-Preis für das Ehrenamt an die Stiftung "Hilfe für Petra und andere" aus Georgsmarienhütte verliehen. Diese Stiftung konnte mit ihren Aktivitäten bis jetzt rund 30.000 neue potenzielle Stammzellspender für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei gewinnen. Allein dadurch konnte bei bisher 237 Patienten eine Stammzelltransplantation durchgeführt werden. 

Für gute Unterhaltung sorgte nach der Preisverleihung und dem Abendessen der Kölner Arzt und Kabarettist Lüder Wohlenberg mit seinem Programm "Zwei Meter Halbgott". Den Patienten und ihren Angehörigen tat es sehr gut, am Ende des ersten, informationsreichen Kongress-Tages herzhaft über eine gelungene Parodie auf unser Gesundheitswesen lachen zu können.

Der nächste bundesweite DLH-Patienten-Kongress wird voraussichtlich am 20./21. Juni 2009 in Berlin stattfinden.

Quelle: DLH-Pressemitteilung vom 08.07.2008
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