Die Uniklinik Köln hat Mitte Oktober eine neue Station für Stammzelltransplantationen (KMT) in Betrieb genommen. Sie ermöglicht durch ein besonders Lüftungs- und Zugangskonzept besonders infektionsgefährdeten Leukämie-Patienten während einer Stammzell-Transplantation mehr Bewegungsfreiheit.
Die Behandlung bei einer Knochenmark-Transplantation dauert rund sechs Wochen. Während dieser Zeit sind die Patienten stark abwehrgeschwächt und müssen vor Erregern aus der Luft besonders geschützt werden. Dazu wird die Luft aufwändig gefiltert. Bislang war dies in der Kölner Uniklinik nur in einzelnen KMT-Zimmern möglich.

„Heute können unsere Patienten sogar Spaziergänge auf den Fluren der Station unternehmen“, verwies Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin, bei der Eröffnung der neuen Station. Denn nun verfüge jedes Zimmer über eine eigene Schleuse sowie einen zum Flur gerichteten Luftstrom. Der dadurch erzeugte Überdruck auf der Station trage die Luft kontinuierlich nach außen.

Gleichzeitig böten die neuen Räume alle Möglichkeiten einer intensiven Betreuung. Über einen Kabeltunnel könnten Ärzte Infusionen auch vom Schleusenzimmer aus wechseln und die Vitaldaten über Monitore einsehen. Werde ein Patient verlegt, seien seine gespeicherten Daten über tragbare Monitore sofort im neuen Zimmer verfügbar.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 14.10.2010
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