Das Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) in Ulm vermeldet einen neuen Rekord: Im vergangenen Jahr haben sich in Deutschland 290.964 neue potenzielle Spender von Blutstammzellen typisieren lassen. Damit kletterte die Gesamtzahl auf insgesamt 3.107.387 freiwillige deutsche Spender. Als nationale Institution verfügt das ZKRD als einziges Register in Deutschland über die Daten aller deutschen Spender. Vor der Gründung des ZKRD - also Anfang 1991 - standen in Deutschland gerade einmal 2.000 typisierte Spender zur Verfügung. Die Chancen, für Leukämiekranke einen geeigneten Spender für eine Transplantation zu finden, sind in der Zwischenzeit immens gestiegen.

"Man kann in diesem Zusammenhang zweifellos von einer wahren Erfolgsgeschichte sprechen", freut sich Dr. Carlheinz Müller, der Geschäftsführer und ärztliche Leiter des ZKRD. Allein 2007 wurden weltweit über 3.700 Transplantationen mit deutschen Spendern durchgeführt. Mehr als die Hälfte der Blutstammzellspenden waren für Patienten im Ausland bestimmt.

Jedes Jahr erkranken im Schnitt rund 8.000 Menschen in Deutschland an Leukämie oder einer ähnlichen Krankheit des Blutes. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist eine Blutstammzelltransplantation für diese Patienten oftmals die letzte Chance auf Leben. Aus diesem Grund werben und registrieren insgesamt 29 Spenderdateien in ganz Deutschland potenzielle Spender. Zumeist geschieht dies im Rahmen von so genannten "Typisierungsaktionen". Hierbei wird den freiwilligen Spendern eine kleine Blutprobe entnommen und die für die Suche notwendigen Gewebemerkmale bestimmt. Diese Typisierungsergebnisse laufen in anonymer Form beim ZKRD in Ulm zusammen, das den nationalen und gegebenenfalls internationalen Suchprozess nach einem geeigneten Spender koordiniert. Somit verfügt lediglich das ZKRD über einen Datenpool, der die Typisierungsergebnisse aller potenziellen deutschen Spender enthält. Das ZKRD ist zudem das mit Abstand größte Register in Europa.

Für die Suche nach einem geeigneten Spender vergleicht das ZKRD zunächst die Gewebemerkmale von Patient und Spender miteinander. Auf diese Weise können, soweit vorhanden, potentiell passende Spender ermittelt werden. Um schließlich den am besten passenden Spender zu identifizieren, werden in einem zweiten Schritt die Blutproben einzelner Spender weitergehend untersucht. In 2007 wurden diesem Zusammenhang 13.456 Spender nachgetestet.

Über die ZKRD gGmbH

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