Der Team-Manager der deutschen Fußball Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, hat sich mitten in der heißen Phase der EM-Vorbereitungen als potenzieller Stammzellspender in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei der DKMS aufnehmen lassen. Dafür entnahm ihm der Internist der Nationalmannschaft, Professor Dr. Tim Meyer, am Rande eines Trainingsspiels fünf Milliliter Blut. 

Wenn Bierhoffs Gewebemerkmale mit denen eines Patienten, der eine Stammzellspende benötigt, übereinstimmen, könnte er so bald zum Lebensretter werden. Er hoffe, dass sich möglichst viele Menschen als Stammzellspender registrieren lassen, sagte Bierhoff. 

Auch das Kind eines Betreuers der Nationalmannschaft habe Leukämie gehabt, erläuterte Oliver Bierhoff sein Engagement für die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH. "Je mehr Stammzellspender es gibt, desto größer die Möglichkeit, dass einem Patienten geholfen werden kann", sagte Bierhoff, nachdem er seine Blutprobe für die DKMS abgegeben hatte. Die Probe wird nun in einem Labor typisiert. Nur wenn die Gewebemerkmale mit denen eines Patienten weitgehend übereinstimmen, ist eine Stammzelltransplantation möglich.

Die DKMS ist die weltweit größte Stammzellspenderdatei. Dennoch ist sie auf weitere Spender angewiesen, um möglichst vielen Leukämiepatienten helfen zu können. "Ich hoffe, dass ich möglichst Viele motivieren kann, mitzumachen. Das ist eine sehr gute Aktion", sagte Bierhoff über seine Registrierung als potenzieller Stammzellspender. Bereits früher hatten prominente Sportler für die DKMS geworben. So stellten sich beispielsweise die Fußballer Lothar Matthäus, Andreas Brehme und Toni Schumacher vor zwei Jahren für eine Plakatkampagne der DKMS zur Verfügung. Auf einem aktuellen Plakat der DKMS werben bundesweit Sportlerinnen der Hockey Nationalmannschaft für eine Registrierung in der Stammzellspenderdatei. Mit Peer Kluge hat ein Bundesligafußballer am 25.12.2005 sogar Stammzellen für einen Patienten gespendet. "Der Sport hat eine Vorreiterrolle bei sozialem Engagement. Wir und die Spieler stehen in der Öffentlichkeit und als Prominenter kann man gewisse Dinge anschieben", erläutert Oliver Bierhoff die Bedeutung des Sportes für gemeinnützige Organisationen wie die DKMS. "Ohne das Engagement von Prominentenwäre die DKMS nicht in der Lage so vielen Menschen eine Chance aufneues Leben zu vermitteln", kommentierte Stephan Schumacher, Direktor Spenderneugewinnung der DKMS, die Unterstützung durch Oliver Bierhoff. Seit ihrer Gründung vor 17 Jahren hat die DKMS über 14.260 Stammzelltransplantationen ermöglicht.

Quelle: DKMS-Pressemitteilung vom 05.06.2008
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