Dank der Spendenwilligkeit der Deutschen ist das Zentrale Knochenmarkspender-Register (ZKRD) das mit Abstand größte Register in Europa. Gemessen an der Zahl der alljährlich tatsächlich für Transplantationen identifizierten Spender ist Deutschland sogar weltweit führend. 250.000 neue Blutstammzellspender ließen sich 2008 bei den rund 30 kooperierenden Spenderdateien neu registrieren, so dass die Zahl der Spender hierzulande auf über 3,3 Millionen stieg. Im ZKRD - mit Sitz in Ulm - laufen alle für eine Suche relevanten Spenderdaten aus ganz Deutschland zusammen. Eine Blutstammzelltransplantation bedeutet für viele Patienten, die an Leukämie oder einer anderen bösartigen Erkrankung des Blutes leiden, oftmals die letzte Chance auf Leben.

International hat das ZKRD Zugriff auf über 12 Millionen Spenderdaten, denn die Suche nach einem passenden Spender ist nicht allein auf Deutschland beschränkt. Die elektronische Vernetzung zwischen den Registern weltweit ist maßgeblich auf Entwicklungen und das Engagement der Spezialisten zurückzuführen. Der Suchprozess selbst wird dabei ständig weiterentwickelt und verfeinert, um noch schneller den passenden Spender finden zu können.

Insgesamt werben und registrieren in Deutschland 29 Spenderdateien potenzielle Spender. Zumeist geschieht dies im Rahmen von "Typisierungsaktionen". Hierbei wird den freiwilligen Spendern eine kleine Blutprobe entnommen und die für die Suche notwendigen Gewebemerkmale bestimmt. Diese Typisierungsergebnisse laufen beim ZKRD in Ulm zusammen, das den nationalen und internationalen Suchprozess nach einem geeigneten Spender koordiniert. Somit kann nur das ZKRD die für den komplexen Prozess der Spendersuche notwendigen Informationen vollständig zur Verfügung stellen.

Für die Suche nach einem geeigneten Spender vergleicht das ZKRD zunächst die Gewebemerkmale von Patient und Spender. Auf diese Weise können meist eine Reihe potentiell passender Spender ermittelt werden. Um schließlich den am besten passenden Spender zu identifizieren, werden in einem zweiten Schritt die Blutproben einzelner Spender weitergehend untersucht. 2008 wurden in diesem Zusammenhang weitere Untersuchungen von 62.500 Spendern angefordert. 

Quelle: Presseportal.de vom 29.12.2008
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