Arsentrioxid wird bislang bei der akuten Promyelozytenleukämie (APL) unterstützend bei einem Rückfall eingesetzt. Neuere Beobachtungen unterstützen nun einen früheren Beginn der Therapie.

Wissenschaftler um Bayard Powell, Wake Forest University Baptist Medical Center in Winston-Salem, untersuchten, ob ein früherer Einsatz positive Effekte auf die Überlebensrate hat. 481 APL-Patienten nahmen an der Studie teil. Sie hatten bereits eine Standardtherapie erhalten, waren bislang ohne Rückfall und wurden nun in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt eine intravenöse Behandlung mit Arsentrioxid, die zweite blieb bei der Standardtherapie. Unter Arsentrioxid kehrte der Krebs in weniger Fällen zurück als unter der Standardtherapie. Auch wiesen die Patienten insgesamt weniger Erkrankungen auf und hatten eine bessere Überlebensrate. Die Ergebnisse sprechen somit für den früheren Einsatz von Arsentrioxid. Weiter soll nun untersucht werden, ob sich durch die Kombination die Chemotherapie und die damit verbundene Toxizität reduzieren lassen und trotzdem die Überlebensrate der Patienten gesteigert werden kann.

Quelle: Powell, B. L. et al.: Blood 2010;  116 (19): 3751-3757, und Deutsche Apothekerzeitung vom 25.11.2010
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