28% der Ärzte in Deutschland sehen sich mit Patienten konfrontiert, die konkret nach bestimmten Medikamenten oder Behandlungsmethoden fragen, über die sie als Mediziner selbst nur unzureichend informiert sind oder die sie aus medizinischen Gründen nicht verschreiben wollen. Sogar knapp die Hälfe aller Patienten in Deutschland (47%) erklärt, dass sie ihrem behandelnden Arzt die genauen Wünsche hinsichtlich der Marke des zu verschreibenden Medikaments mitteilen. Das berichtet die Ärztekammer Niedersachsen in einer Presseveröffentlichung Anfang Juli.

Die Zahlen basieren auf einer Untersuchung der Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young. Im Zeitraum zwischen Januar und Mai 2003 wurden 4 042 Privatpersonen, 1 421 Ärzte, 76 Pharma-Manager und 33 Leistungserbringer wie Krankenkassen in den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien befragt. Die Informationslage der Patienten beruht in hohem Maße auf eigener Recherche.

Knapp zwei Drittel nutzen regelmäßig Quellen außerhalb der Arztpraxis, um sich über Krankheiten und Behandlungsmethoden zu informieren: Die eigene Krankenkasse, Freunde und Familie, die Medien und Apotheker sind die wichtigsten Quellen. Das Internet hat entgegen allgemeiner Annahmen noch keinen so hohen Stellenwert. Erst 28 Prozent aller befragten Patienten nutzen es als Quelle (Deutschland 34 Prozent, USA 40 Prozent).

Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 4.7.2003.
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