Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kompetenznetz "Akute und chronische Leukämien" stellt in den zehn Jahren seines Bestehens eine positive Entwicklung fest: In dieser Zeitspanne hat sich beispielsweise die prognostizierte Überlebenszeit für Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML), eine der vier häufigsten Leukämieformen, um den Faktor zehn verlängert. Dies zeigt auch eine Studie des Kompetenznetzes, in der eine 5-Jahres-Überlebensrate von 92 Prozent ermittelt wurde. Die bundesweite Zusammenarbeit im Kompetenznetz hat Anteil an diesen Erfolgen. Das Netz fördert die Kooperation zwischen Forschung und Praxis und beschleunigt damit den Wissenstransfer. Dies geschieht zum Wohle der Patienten, deren Heilungschancen und Therapiebedingungen damit verbessert werden.

Das Netz wird von der Medizinischen Fakultät Mannheim, III. Medizinische Klinik koordiniert. Über 400 Forschungsinstitute, Kliniken und Arztpraxen gehören dem Kompetenznetz bundesweit an. Vorteil: Ein schneller und direkter Zugang zu den neuesten Forschungsergebnissen und Therapien.

Das Kompetenznetz strukturiert wesentliche Aktivitäten der Leukämiebehandlung und –forschung in Deutschland. Alle großen Leukämiestudiengruppen und ihre interdisziplinären Partner beteiligen sich am Netz. Es ist maßgeblich an der Erstellung inter-nationaler Richtlinien zur Therapie von Leukämien und bei der Einführung neu entwickelter Substanzen in die Therapie beteiligt. Für Ärzte ist das Kompetenznetzwerk Ansprechpartner zu laufenden Studien, Diagnostik und Therapie, für Patienten und deren Angehörige Informationsquelle bei Fragen zu neuen Therapiemöglichkeiten, klinischen Studien sowie allgemein zu den Leukämien. Das deutsche Kompetenznetz war auch Wegbereiter europäischer Kooperation. So waren seit 2002 Ärzte und Forschergruppen des Deutschen Kompetenznetzes Mitbegründer des European LeukemiaNet (ELN). Dieses wird von der Europäischen Union gefördert und umfasst zurzeit 162 Zentren in 33 Ländern. Das Kompetenznetz unterstützt die weitere Forschungsförderung, durch Kooperationen mit anderen Kompetenznetzen, die Gründung der "Stiftung Leukämie" und Public-Private-Partnerships mit der Industrie.

Allein in Deutschland erkranken jährlich bis zu 12.000 Menschen neu an Leukämie (Blutkrebs), darunter 600 Kinder. Diese Blut-Erkrankung, bei der sich die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) unnatürlich stark vermehren und andere notwendige Blutbestandteile verdrängen, ist für die Betroffenen lebensbedrohlich.

Kompetenznetz "Akute und chronische Leukämien"


Die Medizinische Fakultät Mannheim, III. Medizinische Klinik engagiert sich aktiv in nationalen und internationalen Forschungsschwerpunkten: Das Kompetenznetwerk "Akute und chronische Leukämien" wird ebenso wie das europaweite "European LeukemiaNet" (ELN) von Mannheim aus koordiniert.

Weltweit erforschen Wissenschaftler die tödliche Erkrankung Leukämie. Das Netzwerk unterstützt die Vernetzung von Forschungsverbünden. Ziel ist es, gemeinsam wirksame Therapien zu entwickeln und damit die Überlebenschancen von Leukämie-Patienten zu verbessern. Das Kompetenznetz wurde von Professor Dr. Rüdiger Hehlmann, bis September 2007 Direktor der III. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim, vor zehn Jahren gegründet und wird von ihm bis heute geleitet. Das Netz wird seit 1999 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. 

Quelle: mrn-news.de vom 22.05.2009
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