Auch nach sieben Jahren Leukämie-Online macht man Dinge das erste Mal. Wir haben bisher noch nie einen Hilferuf für Spenden und Ideen zu Schicksalen eines einzelnen Patienten gestartet. Jetzt ist es doch soweit: Wir rufen um Hilfe für Fuad Abbasov, einem Leukämie-Patienten in Leipzig in Not.

fuad-lala-abbasovWir Ihr wisst, gibt es ein jährliches weltweites Treffen der CML-Patientengruppen, das im vergangenen Jahr in Lissabon stattfand. Dort lernte ich im Juni 2009 Fuad und Lala Abbasov kennen. Fuad ist ein 21jähriger CML-Patient aus Azerbaijan und Lala seine 25jährige Schwester. Um allen CML-Patienten in ihrem Heimatland zu helfen, hatte Lala dort eine CML-Selbsthilfegruppe aufgebaut, die rund 125 CML-Patienten betreut. Ich stand seitdem mit Lala in regelmäßigem Kontakt. Ihr Bruder Fuad erhielt über ein Novartis-Spendenprogramm GIPAP den kostenlosen Zugang zu Glivec, da es in Azerbaijan keinerlei Erstattung für CML-Therapien gibt.

Im September 2009 erfuhr ich, dass es ihrem Bruder Fuad plötzlich schlechter ging. Er begab sich in der Türkei in Behandlung. Dort wurde festgestellt, dass Fuads CML sich in eine akute (lymphatische) Blastenkrise fortentwickelt hatte. In Absprache mit Lala konnte ich BMS dafür gewinnen, Dasatinib für eine begrenzte Zeit kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Leider schlug es nicht an. Eine Transplantation schien die einzige Überlebensmöglichkeit zu sein. 

Ich vermittelte Fuad an das Uniklinikum Leipzig. Dort wurde für Behandlungskosten von 135.000 EUR eine allogene Knochenmarktransplantation in Aussicht gestellt. Fuad kam nach Leipzig. Die Familie Abbasov mobilisierte Verwandte und Freunde, sprach mit Stiftungen, verkaufte ihr eigenes Haus und konnte bisher rund 115.000 EUR für die Transplantation aufbringen. Leider zu wenig – noch dazu sind die Kosten aufgrund von Komplikationen mittlerweile auf 198.000 EUR gestiegen. Fuad wurde am 14. Januar 2010 transplantiert.

Die Familie ist dringend auf der Suche nach Spenden, und nach Unterstützung für eine öffentliche Spendenkampagne in den Medien. Sämtliche finanziellen Möglichkeiten der Familie sind verbraucht, sie sind verzweifelt. Jede Hilfe ist willkommen. Ich selbst kenne Fuads Schwester Lala, stehe in ständigem Kontakt.

Bitte helft Fuad.

Spenden können über Leukämie-Online überwiesen werden. Die Spenden kommen Fuads Therapie ohne jeglichen Abzug zugute und werden von uns direkt an das Uniklinikum weitergeleitet.
  • Kontoinhaber: Leukämie-Online e.V.
  • Kontonummer: 10788941
  • BLZ: 702 501 50
  • Kreissparkasse München Starnberg
  • Verwendungszweck: Spende für Fuad Abbasov
Wir werden über eingehende Spenden natürlich gerne berichten – und beantworten gerne auch individuelle Rückfragen – und freuen uns über Kontakte mit der Presse ()

Viele Grüße
Jan 
(Betreiber / 1. Vorsitzender von Leukämie-Online e.V.)



Hilferuf für Fuad Abbasov von seiner Mutter


Mein Sohn, Fuad, war schon immer ein lebhaftes Kind mit vielerlei Interessen. Am liebsten trieb er Sport und lernte Fremdsprachen. Nach seinem Schulabschluss in Azerbaijan ging er zur Uni. Es war ein anstrengender, jedoch ereignisreicher Lebensabschnitt: Prüfungen, schlaflose Nächte, Pläne für die Zukunft, erste Liebe... 

Doch dann kam unerwartet kam die Tragödie. Als Fuad im letzten Jahrgang an der Uni war, fühlte er sich plötzlich immer schlechter - er wurde zunehmend von den Schwindelanfällen heimgesucht, hatte gar keinen Appetit, nahm rapide ab. Unsere Ärzte stellten eine gnadenlose Diagnose - chronische myeloische Leukämie (CML) - und das mit nur 20 Jahren! Ein halbes Jahr lang nahm Fuad Glivec (400 mg) ein. In dieser Zeit verbesserte sich sein Zustand, seine Blutwerte wurden besser. 

Doch die Remission war nicht von langer Dauer. Im August 2009 verschlechterte sich Fuads Zustand wieder, Glivec half nicht mehr. Wegen schlimmen Knochenschmerzen und dem hohem Fieber konnte er nicht mehr laufen. In unserer Heimat Azerbaijan konnten die Ärzte keine Diagnose stellen. Daher reisten wir in die Türkei. Die Diagnose war schockierend: die chronische Leukämie hatte sich in eine aggressive akute lymphatische Leukämie fortentwickelt.

Ab dann befand sich Fuad in einem sehr gefährdeten Zustand. Er erhielt einen Zyklus Chemotherapie. Doch die einzigste Chance für ihn zu überleben würde nur eine Knochenmarktransplantation mit Knochenmark von einem passenden Knochenmarkspender bieten. Mit Unterstützung von Patientengruppen kam Fuad nach Deutschland. In Deutschland, laut dem behandelnden Professor des Leipziger Universitätsklinikums, würden die Kosten der Transplantation ca. 180.000 Euro betragen (siehe Kostenvoranschlag Seite 1Seite 2).

Am 14. Januar wurde Fuad im Universitätsklinikum Leipzig transplantiert. Er hat die Chance, die Leukämie zu überstehen. Allerdings stehen die Vorzeichen nicht gut – auch aus finanzieller Sicht. Die Kosten werden sich aufgrund von Komplikationen auf rund 200.000 Euro erhöhen. Unsere Familie konnte, mit Verkauf des Hauses der Familie, mittlerweile rund 140.000 Euro aufbringen, wovon allerdings bereits 25.000 Euro für die Chemotherapie in der Türkei verbraucht wurden. Alle unsere Versuche, Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen um finanzielle Unterstützung zu bitten, waren nicht erfolgreich. Uns fehlen 83.292 EUR, Stand 13. Februar 2010.

Wir bitten Sie dringend um Ihre Hilfe! Unsere Familie ist nicht in der Lage, die ganze Geldsumme aufzubringen. 

Bitte, helfen Sie uns! Das Leben dieses jungen Manns hängt nur von dieser Geldsumme ab. Ihn trifft doch Schuld wegen dieser Krankheit, oder weil in seinem Heimatland solche Transplantationen überhaupt nicht durchgeführt werden. Er ist lieb, nett, ehrlich, und so, wie die anderen, möchtet so sehr weiterleben! 

Unsere Familie schafft es nicht aus eigener Kraft, so viel Geld aufzutreiben. Und wenn wir die Behandlung nicht fortsetzen können, werden wir unseren Sohn noch vor seinem 22. Geburtstag verlieren. Bitte, helfen Sie uns, das zu verhindern!

Jede kleine Spende ist eine grosse Hoffnung für uns! Die Familie Abbasov ist unglaublich dankbar für ihre Hilfe. Bitte helfen Sie uns! 

Sevindzh Abbasova, Mutter von Fuad
(momentan in Leipzig)
Handynummer: 0151-18965935 (gut Russisch, etwas Deutsch)



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