Auf die Bedeutung neuer Informationstechnologien im Gesundheitswesen hat die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) im Vorfeld ihrer Jahrestagung vom 12. bis 15. September in Freiburg hingewiesen. "Neben der Verbesserung der Behandlungs- und Lebensqualität ist die Stärkung der Patientenrechte ein vordringliches Ziel auch bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ab dem Jahr 2006", hieß es aus der Gesellschaft.

Denn wer mehr über seinen Gesundheitszustand wisse, könne eigenverantwortlich auch mehr für seine Gesundheit tun. Die neuen Technologien auf der Basis des Internets könnten den Bürger darin unterstützen, als informierter und mündiger Patienten aktiv an seinem Gesundungsprozess teilzuhaben. Die Anbieter entsprechend hochwertiger Web-Angeboten seien insbesondere Fachgesellschaften, Kliniken, Arztpraxen, Selbsthilfeorganisationen und krankheitsbezogenen Forschungsnetzen.

Die Gesellschaft kritisierte, dass Patienten und Ärzte die neuen Kommunikationsmöglichkeiten zum Beispiel über E-Mail zu wenig verwendeten. "Die Möglichkeit, das Internet zu nutzen, um den Patienten aktiv in seine Krankenversorgung einzubeziehen, ist für Deutschland noch visionär, wird in den USA aber schon in deutlichem Umfang genutzt", erklärte die Gesellschaft. Hier gelte es Regeln zu definieren und Schutzmechanismen zu etablieren, die technologisch sichere und organisatorisch abgestimmte Kommunikationsbeziehungen ermöglichten.

Quelle:
Deutsches Ärzteblatt vom 09.09.2005

Weiterführende Informationen:
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)
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