Deutschlands führender Krebsforscher, Otmar Wiestler, schätzt die Chancen gut ein, die Heilbarkeitsrate der Krankheit in den nächsten Jahren deutlich zu erhöhen. "Der Stand der Krebsforschung in Deutschland ist sicher kein schlechter", sagte der Vorstand des Heidelberger Krebsforschungszentrums am 09.04.2006 in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen". Allerdings sei der Fortschritt noch nicht schnell genug. 

Ein Kernproblem sei, dass Krebspatienten heutzutage zumeist durch Operationen und Bestrahlungen behandelt würden. "Damit packen wir das Problem nicht bei der Wurzel", betonte Wiestler. Die große Hoffnung sei, "dass die Grundlagenforschung jetzt an die Wurzel kommt und dass wir jetzt Medikamente entwickeln, die direkt an der Krebszelle ansetzen und nicht an den gesunden Zellen". Der Wissenschaftler kritisierte die Pharmaunternehmen scharf. Diese seien nicht in der Lage, neue Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft schnell in neue Medikamente umzusetzen. Stattdessen hätten die Firmen "die letzten 20 Jahre schlicht verschlafen", sagte Wiestler. Die Arzneimittelindustrie sei "leider in einem beklagenswerten Zustand in Deutschland in diesen Tagen".

Quelle: Netdoktor vom 11.04.2006
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