Viele Kinder mit Akuter Lymphatischer Leukämie (ALL) nehmen nicht die gesetzlich empfohlenen diätetische Dosen (RDA, recommended dietary allowance) antioxidativer Vitaminen ein, so die Ergebnisse einer in der Juni-Ausgabe der amerikanischen Zeitschrift "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlichten Untersuchung. Niedrigere Blutspiegel der Vitamine wurden mit gesteigerten Nebenwirkungen der Chemotherapie in Verbindung gebracht.

"Chemotherapie führt zu einer Zunahme reaktiver Arten von Sauerstoff, die das Antioxidation-Abwehrsystem beanspruchen", so Deborah D. Kennedy vom College der Ärzte & Chirurgen an der Columbia Universität in New York City. "Kinder mit ALL sind selten unterernährt, wodurch diese Gruppe ideal für eine Untersuchung der Beziehungen zwischen der diätetischen Einnahme von Antioxidanten, der Konzentration von Antioxidanten im Plasma und chemotherapieinduzierter Giftigkeit (Toxizität) ist."

In dieser Untersuchung bestimmten die Ermittler die Konzentration von Nährstoffen im Plasma, diätetische Einnahmen und das Auftreten von Nebenwirkungen der Chemotherapie bei 103 Kindern mit ALL zum Zeitpunkt der Diagnose, nach drei und nach sechs Monaten der Behandlung.

Verglichen mit den in den USA üblichen empfohlenen Nährstoffdosen (RDA) oder die von der dritten US-nationalen Gesundheits- und Ernährungsuntersuchungsstudie empfohlenden Mengenangaben, waren die Einnahmen von Vitamin E 66%, Carotenoid 30%, Beta-Carotin 59% und Vitamin A 29% des empfohlenen Bedarfs.

Nach sechs Monaten waren höhere Einnahmen von Vitamin C mit weniger Therapieverzögerungen, weniger Giftigkeit (Toxizität) und weniger Aufenthaltstagen in der Klinik verbunden, während höhere Betacarotin-Einnahmen mit einem verminderten Risiko der Giftigkeit verbunden wurden. Nach drei Monaten waren höhere Vitamin-E-Dosen mit einem niedrigeren Auftreten von Infektionen verbunden.

Einschränkungen in der Untersuchung schließen den Mangel an nationalen Normen für die Bestimmung des Status von Antioxidanten, dem Mangel anan Einnahmevorschriften für Betacarotin und gesamte Carotenoide, sowie die Unzulänglichkeit der Mittel, eine dietätische Einnahme vorherzusagen, ein.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Kinder den Bedarf an Vitamin E nicht erfüllen und dass die hohen Einnahmen des Vitamins C während dieser Untersuchung nicht ausreichend sind. Weil es Bedenken bezüglich potentieller Wechselwirkungen mit der Chemotherapie gibt, unterstützen wir die Einnahme ergänzender Antioxidationsmittel zur Zeit nicht, " so die Autoren, die zusätzliche Forschung in diesem Umfeld empfehlen. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass es für Kinder mit ALL überlegenswert wäre, zusätzliche Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen, um ihren Bedarf nach Antioxidationsmittel-Nährstoffen zu decken."

Das amerikanische Institut für Krebsforschung (American Institute for Cancer Research) und die Amerikanische Krebsgesellschaft (American Cancer Society) unterstützten diese Untersuchung. Keiner der Autoren berichtete finanzielle oder persönliche Interessenskonflikte.

Quelle: Am Js Clin Nutr. 2004; 79:1029-1036. Review durch Reviewed by Gary D. Vogin, MD. Übersetzung durch Jan, ohne Gewähr.
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