Glivec-Patienten gefährden mit der Einnahme von Johanniskraut möglicherweise ihre Therapie: Die Spiegel von Glivec im Blut sinken unter dem pflanzlichen Antidepressivum deutlich ab und könnten so auch zu Resistenzen führen, berichten US-Forscher in der aktuellen Medical Tribune.

Da Johanniskraut den Metabolismus von Imatinib (Handelsname Glivec) beschleunigt, bestehe nicht nur die Gefahr, dass letzteres unwirksam bleibe. Subtherapeutische Spiegel könnten auch bewirken, dass Leukämiezellen resistent gegen das Medikament werden, so Professor Patrick F. Smith vom Pharmakologischen Institut der Universität Buffalo, in einer Pressemitteilung. Patienten sollten ihren Arzt deshalb unbedingt informieren, wenn sie sich selbst mit pflanzlichen Präparaten behandeln, rät Prof. Smith: Im Einzelfall könnte ihr Leben davon abhängen. 

Quelle:
Medical Tribune, 39. Jahrgang, Nr. 49, Deutsche Ausgabe vom 3. Dezember 2004, Seite 12
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