Auf ASH neu vorgestellte Daten für Patienten mit CML in chronischer Phase zeigen, dass die Entwicklung einer Resistenz oder Unverträglichkeit auf Imatinib sowie ein spätes Eingreifen nach einer Progression in die akzelerierte Phase beide mit schlechten klinischen Ergebnissen einhergehen. Die Ergebnisse einer neuen Studie bestätigen frühere Beobachtungen, heben die Wichtigkeit einer engen Überwachung darüber hervor, wie die Patienten auf die Behandlung mit Imatinib ansprechen, und sprechen für ein frühes Eingreifen im Falle einer Resistenz auf Imatinib. Ein spätes Eingreifen, d. h. darauf zu warten, dass die Patienten ihr hämatologisches Ansprechen verlieren, scheint die Wirksamkeit von Dasatinib beträchtlich zu senken.

Die Ergebnisse zeigen, dass ein Eingreifen mit einem Tyrokinase-Hemmer der zweiten Generation für Patienten mit CML in chronischer Phase wirksamer ist, als bei denjenigen, die sich in einer fortgeschrittenen Phase der Krankheit befinden. Interessant ist, dass die Entwicklung einer hämatologischen Resistenz (Verlust eines vollständigen hämatologischen Ansprechens [CHR]) als unabhängiger prognostischer Faktor mit einer 3-jährigen Überlebensrate von 57 % festgelegt wird (verglichen mit 92 % für Patienten, die eine zytogenetische Resistenz erfuhren [Verlust eines weitgehenden zytogenetischen Ansprechens (MCyR)]). 

Das Ziel der derzeitigen Datenanalyse war es, abzuschätzen, ob die Entwicklung einer hämatologischen Resistenz auf Imatinib ein Anzeichen für ein schlechtes Ansprechen auf Dasatinib (Sprycel) in Bezug auf die Entwicklung einer zytogenetischen Resistenz wäre. Die Daten aus drei Phase II/III klinischen Dasatinib-Studien (CA180-013 [zweimal täglich 70 mg], CA180-017 [zweimal täglich 70 mg] und CA180-034 [100 mg täglich / zweimal täglich 50 mg / 140 mg täglich, zweimal täglich 70 mg]) bei Patienten mit CML in chronischer Phase und Resistenz auf vorab verabreichtes Imatinib wurden bewertet. 

In Übereinstimmung mit unseren früheren Forschungsergebnissen wurden bedeutend höhere Raten für ein vollständiges zytogenetisches Ansprechen (CCyR) bei Patienten berichtet, die eine sekundäre oder erworbene zytogenetische Resistenz auf vorab verabreichtes Imatinib entwickelt hatten, als bei denjenigen mit einer hämatologischen Resistenz. Die verbesserten Raten für ein vollständiges zytogenetisches Ansprechen (CCyR) bei Patienten mit einer zytogenetischen Resistenz auf Imatinib wurden mit einer Verlängerung des progressionsfreien Überlebens im Vergleich zu Patienten mit hämatologischer Resistenz in Verbindung gebracht, wobei die Wichtigkeit eines frühen Eingreifens im Falle einer Resistenz auf Imatinib und die Bedeutsamkeit, ein vollständiges zytogenetisches Ansprechen (CCyR) mit Dasatinib zu erreichen, bestätigt wird.

Quelle: ASH-Abstract #1036 von Hagop M. Kantarjian und anderen, M.D. Anderson Krebszentrum, Houston, Texas, USA. ASH-Abstract #1036 erscheint in Blood, Ausgabe 110, Band 11, 16. November 2007. Übersetzung und Zusammenfassung durch Alice/Jan
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