Künftig können Patienten mit chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL), einer Form von Blutkrebs, mit einer Kombination aus Chemotherapie und dem Antikörper Rituximab behandelt werden, auch wenn sie vorher noch keine andere Behandlung erhalten haben. Die entsprechende Zulassung erfolgte durch die Europäische Kommission für Arzneimittel EMEA Anfang März und basiert auf den Ergebnissen einer großen internationalen Studie. Rituximab darf demnach in Kombination mit jeder bei CLL möglichen Chemotherapie als Erstbehandlung angewendet werden.

In der Untersuchung lebten CLL-Patienten, die eioe Kombination aus Chemotherapie und Rituximab erhalten hatten, durchschnittlich 40 Monate ohne Fortschreiten ihrer Krankheit. Bei einer alleinigen Chemotherapie hingegen waren es nur durchschnittlich 32 Monate. Gleichzeitig verringerte sich durch die Antikörpertherapie die Zahl der erforderlichen Kontrolltermine in der Klinik, was für die Patienten einen Gewinn an Lebensqualität bedeuten kann.

CLL macht etwa ein Viertel bis ein Drittel aller Leukämieerkrankungen im Erwachsenenalter aus. 70-80 Prozent der Betroffen sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung älter als 55 Jahre. Bei der Mehrheit der Patienten schreitet die Krankheit nur langsam voran, geheilt werden kann sie derzeit jedoch nicht.

Quelle: Krebsgesellschaft vom 10.03.2009
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