Zehn Jahre Forschung der Deutschen CLL-Studiengruppe (DCLLSG) über die chronische lymphatische Leukämie: die 1996 gegründete Studiengruppe DCLLSG erarbeitet auf ihrem VI. internationalen Workshop den aktuellen Stand der Forschung über diesen Blutkrebs, der vom 20.-21. Oktober 2006 in Köln stattfindet. Die Gruppe wird geleitet von Professor Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin am Klinikum der Universität zu Köln und Professor Dr. Berthold Emmerich, Medizinische Klinik Innenstadt, LMU München. Die DCLLSG wird unterstützt von der Deutschen Krebshilfe und dem Kompetenznetz Maligne Lymphome, gefördert durch das BMBF.

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die am weitesten verbreitete Leukämie in den westlichen Ländern. Leukämie ist ein Oberbegriff für Blutkrebs; das bedeutet die bösartige Zunahme der weißen Blutkörper. Die CLL hat einen generell langsamen Verlauf, ist aber von Patient zu Patient unterschiedlich in ihrem Krankheitsverlauf. Vor allem ältere Menschen erkranken an CLL, im Durchschnitt sind die Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose 65 Jahre alt. Die CLL tritt aber auch bei Menschen unter 50 Lebensjahren auf.

Die Behandlungsmethoden der CLL haben sich in den vergangenen Jahren verbessert. Dazu gehören neue Medikamente, Immuntherapien oder die Hochdosistherapie mit autologer oder allogener Stammzellentransplantation.
In der jüngeren Vergangenheit kann eine Verlängerung des Lebens von CLL-Patienten beobachtet werden. Die Überlebensverlängerung und eines Tages Heilung der Erkrankung ist auch das Ziel der Deutschen CLL-Studiengruppe, dazu kommt noch die Verbesserung der Lebensqualität der Kranken.

Die DCLLSG konzentriert ihre Forschungstätigkeit vor allem auf Therapieoptimierungsstudien. Das bedeutet, dass im Rahmen von klinischen Studien zugelassene Medikamente zum Beispiel aber in einer anderen Dosierung oder zeitlicher Abfolge angewendet und mit anderen Behandlungsformen wie Strahlentherapie oder Stammzellentransplantation kombiniert werden.

Auf dem Internationalen Workshop werden die Spezialisten zur CLL aus der ganzen Welt in Köln zusammenkommen: darunter Kanti Rai vom Long Island Jewish Medical Center, New York, Michael Keating und Susan O'Brien aus dem MD Anderson Cancer Centre in Houston, Tom Kipps von der Universität Kalifornien, San Diego, Carlo Croce von der Universität Ohio State, Bruce Cheson vom Lombardi Cancer Center, Washington, Daniel Catovsky aus London, Peter Hillmen aus Leeds, Emili Montserrat aus Barcelona und Frederico Caligaris-Cappio aus Mailand.

Vollständiges Programm: http://dcllsg.web.med. uni-muenchen.de/aktuelles/

Quelle: idw-Mitteilung vom 17.10.2006
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