Vom 19. - 21. September 2008 bringt ein internationales Symposium die Spitzenforscher zur chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) in Köln zusammen. Drei Tage lang tauschen sich Experten aus aller Welt im Congress-Centrum der Koelnmesse über wichtige Forschungsergebnisse zur Entstehung und Therapie der weltweit häufigsten Leukämie aus.

Mit Spannung erwartet wird der Vortrag von Ulf Klein (New York). Er wird zeigen, dass die regulatorische RNA (microRNA) für die initiale Entstehung dieser Erkrankung sehr wichtig ist. Außerdem berichtet Christoph Plass (Heidelberg) über seine Entdeckung, dass das noch weitgehend unerforschte Enzym "Death-associated Protein Kinase" (DAPK) die Entstehung der CLL fördert. Einige der weltweit führenden Studiengruppen werden ihre Fortschritte bei der Behandlung von CLL- Patienten vorstellen. Hier spielen insbesondere die Kombination von Chemotherapien und Antikörpern wie auch Gentherapien eine wichtige Rolle. Auch werden die neueren Medikamente Flavopiridol und Lenalidomid als hochwirksame Arzneien gegen diese Art der Leukämie vorgestellt.

Die CLL ist mit 30 Prozent aller Leukämien die häufigste Leukämie in Europa und Nordamerika. Auf Grund molekularbiologischer Parallelen wird die CLL zu den niedrigmalignen, leukämisch verlaufenden Non-Hodgkin-Lymphomen gezählt. Insgesamt gibt es höchst unterschiedliche, zum Teil sehr langsam verlaufende Formen von Leukämien. Hierzu gehört auch die CLL, wobei die Geschwindigkeit des Verlaufes jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich ist.

Ausrichter dieses internationalen Symposiums ist die Deutsche CLL- Studiengruppe unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und Sprecher des Kompetenznetzes Maligne Lymphome. Das Programm zur Veranstaltung kann im Internet unter heruntergeladen werden.

Über das Kompetenznetz Maligne Lymphome


Im Kompetenznetz Maligne Lymphome haben sich die führenden Lymphom- Studiengruppen und Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen. Die Kooperation trägt dazu bei, die Kommunikation und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen zu verbessern und neue Ergebnisse aus der Forschung schnellstmöglich in die Patientenversorgung zu überführen. Auch Patienten und Selbsthilfeverbände sind eingebunden, so dass ihre Fragen und Bedürfnisse in die Gestaltung der Forschungsprojekte einfließen. Das Kompetenznetz Maligne Lymphome ist eines von 18 Kompetenznetzen in der Medizin, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Weitere Informationen



Quelle: idw-Pressemitteilung vom 19.09.2008
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