Ein von Wissenschaftlern der Berliner Charité entwickelter Impfstoff gegen Leukämie soll bei einem zweijährigen Projekt an Patienten in Hannover, Dresden, Regensburg, Stuttgart und Wien erprobt werden. Die Deutsche José-Carreras-Leukämie-Stiftung stellt für das Vorhaben 275.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung, wie eine Sprecherin am Mittwoch in München mitteilte.

Der Impfstoff stimuliere das Immunsystem von Patienten mit Akuter Myeloischer Leukämie (AML) so, dass es neu entstehende Krebszellen selbst bekämpfen kann, sagte die Sprecherin. Körpereigene Abwehrzellen würden dazu gebracht, ein bestimmtes Tumoreiweiß anzugreifen, das für das Wachstum von Leukämiezellen mitverantwortlich ist. Das solle Patienten, deren Krebszellen schon erfolgreich zurückgedrängt wurden, vor einem Wiederauftreten des Blutkrebses schützen. Sechs Leukämiekranke seien bereits in einer ersten Studie mit dem Impfstoff behandelt worden.

Der Leitende Oberarzt an der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Transfusionsmedizin am Charité-Campus Benjamin Franklin, Professor Ulrich Keilholz, zeigte sich optimistisch. Bei zwei Patienten sei durch die Behandlung mit dem Impfstoff eine langanhaltende Rückbildung der Leukämie erreicht worden. Dies sei ein großer Schritt nach vorn.

Quelle: Yahoo-Artikel vom 01.09.2004

Weiterführende Links:
Webseite der Medizinischen Klinik III Hämatologie, Onkologie und Transfusionsmedizin am Campus Benjamin Franklin der Charité
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