Corona Impfung

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Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 09.01.2022, 16:44

Zur Info,
ein erweiterter RNA – Impfstoff GRT – R910 , Hersteller Gritstone Bio Kalifornien ( wie von Adaptive Biotechnologie erwähnt ) , lässt derzeit von der Uni Manchester den Impfstoff testen als Booster , nach 2 Dosen Astra - Zeneca . Neben einer starken neutralisierenden Antikörperantwort, erzeugte GRT -910 eine breite CD8 + T- Zell Reaktion und eine Verstärkung bereits bestehender T – Zell Reaktionen mit einer zehnfach niedrigeren Dosis, wie bei zugelassenen mRNA Impfstoffen . Studie zur Zeit mit 120 Pers. , Dosis wird wie geplant auf 30mg gesteigert , erste neue Daten werden Ende März 2022 erwartet.
Gruß Alan

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 08.01.2022, 18:49

an alle,
Adaptive biotechnologie

Es ist an der Zeit, T-Zellen in den Kampf gegen COVID-19 einzubeziehen.

Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat in weniger als einem Jahr neuartige Impfstoffe auf die Welt gebracht. Diese heroische Arbeit rettete Millionen von Leben. Diese Impfstoffe wurden speziell entwickelt, um Antikörper zu induzieren, die auf das Spike-Protein abzielen und das Virus deaktivieren, wodurch es daran gehindert wird, in den ACE2-Rezeptor auf Zellen einzudringen.

Wie bei anderen Impfstoffen wurde die Wirksamkeit weitgehend mithilfe bewährter Technologien gemessen – billige, einfache Tests, die fast jedes Labor auf der ganzen Welt durchführen kann – um die Anzahl der neutralisierenden Antikörper gegen das Spike-Protein zu zählen.

Wir kannten das Ziel (dachten wir). Diese Strategie funktionierte mit der ursprünglichen Sorte hervorragend – sogar besser, als wir gehofft hatten.

Aber zu unserer großen Überraschung begann das Virus schneller zu mutieren. Wie andere Coronaviren ist SARS-CoV-2 ein langes RNA-Virus mit einem Enzym, das Fehler in seinem genetischen Code selbst korrigiert. Daher haben wir erwartet, dass es sich langsam entwickelt. Kürzere RNA-Viren wie Influenza oder HIV verfügen nicht über diese Fehlerkorrekturfähigkeit. Sie mutieren regelmäßig, was diese Viren zu besonders schwierigen beweglichen Zielen für Impfstoffentwickler macht.

Jetzt wissen wir, dass SARS-CoV-2 ein harter Gegner für die Impfstoffentwicklung ist. Als das Virus zu mutieren begann und sich durch das griechische Alphabet bewegte, konnte es erfolgreich einen Großteil der neutralisierenden Antikörperantwort umgehen, die durch Impfstoffe oder frühere infektionsinduzierte Immunität induziert wurde.

Die neutralisierende Antikörperantwort ist dramatisch zurückgegangen – laut einem frühen Bericht aus Südafrika ein 40-facher Rückgang gegenüber der Omicron-Variante . Aber diese besorgniserregende Entwicklung hat sich noch nicht in einem realen Rückgang der Impfstoffwirksamkeit niedergeschlagen. Wie kann das sein?

Die aktuelle Hypothese beruht auf der T-Zell-Antwort, dem anderen primären Mechanismus, mit dem das adaptive Immunsystem Viren bekämpft. Antikörper verhindern, dass das Virus in die Zellen eindringt. T-Zellen lokalisieren und töten Zellen, die mit einem erkennbaren Krankheitserreger infiziert wurden.

In den letzten Monaten häufen sich die Beweise dafür, dass T-Zellen an mehr Teile des SARS-CoV-2-Virus als an Antikörper binden, was es für das Virus viel schwieriger macht, Killer-T-Zellen, auch als CD8+-T-Zellen bekannt, zu entkommen. Tatsächlich korrelieren die T-Zell-Spiegel direkt mit der tatsächlichen Wirksamkeit des Impfstoffs.

Sicher, es gab bahnbrechende Infektionen, als die Delta-Variante die Welt eroberte, aber dank der T-Zellen waren die Krankenhauseinweisungen und die Sterberaten bei den geimpften Personen extrem niedrig.

In der Vergangenheit wurden Antikörper als Hauptindikator für die Impfstoffantwort verwendet, da sie gut verstanden und leicht zu messen sind. Im Gegensatz zu einem einfachen serologischen Test auf Blutbasis zur Messung von Antikörpern erfordern die herkömmlichen Methoden zur Messung der T-Zell-Antwort funktionelle Assays mit lebenden Zellen. Da lebende Zellen wählerisch sind, ist es praktisch unmöglich, diese Assays zu standardisieren und im Maßstab durchzuführen. Außerdem erfordern funktionelle Assays, dass Proben lebensfähig eingefroren werden, was in einer globalen Studie nicht möglich ist. Infolgedessen wurden die T-Zell-Bewertungen, die bisher in COVID-Impfstoffstudien durchgeführt wurden, von speziellen Labors für einen kleinen Teil der Teilnehmer an den Impfstoffstudien durchgeführt.

Aber wir befinden uns in einem neuen Zeitalter der Medizin. Die Werkzeuge existieren heute, um die T-Zell-Antwort schnell, in großem Maßstab und kosteneffizient zu messen. Wir haben jetzt molekulare Assays, die die T-Zell-Antwort mithilfe von DNA aus Blut beurteilen können, die mit fast allen Probenhandhabungs- und Versandprotokollen kompatibel sind.

Es ist Zeit, sie zu verwenden.

Leider sitzen wir mit den gegenwärtigen Impfstoffen jetzt am Rande der Wirksamkeit. Bei Omicron sehen wir, dass die Konzentration der neutralisierenden Antikörper auf weniger als 10 % der Werte früherer Varianten sinkt. Sogar die T-Zell-Werte, die bei geimpften Personen seit langem über sechs Monate konstant gehalten werden, beginnen ebenfalls zu sinken.

Wir von Adaptive Biotechnologies haben zusammen mit Kollegen von der Stanford University gerade letzte Woche veröffentlicht, dass die Zahl der zirkulierenden T-Zellen, die Omicron töten können, auf etwa 70 Prozent der Werte gesunken ist, die im Vergleich zum ursprünglichen Stamm beobachtet wurden.
Dies wird vorhergesagt, indem bestimmt wird, welche T-Zell-Epitope – Teile des Spike-Gens, an die T-Zellen binden – von den Omicron-Mutationen beeinflusst werden. Für jedes T-Zell-Epitop haben wir die Größe der T-Zell-Antwort gemessen. So können wir feststellen, wie viel von der Reaktion aufgrund der Mutationen verloren geht.

Ein dritter Schuss eines mRNA-Impfstoffs sechs Monate nach der ersten Impfrunde wird wahrscheinlich einen angemessenen Schutz bieten. Es besteht aber weiterhin ein hohes Risiko, dass der Schutz bei der nächsten Variante noch weiter sinkt.

Es ist an der Zeit, das Impfstoffdesign zu überdenken, um die T-Zell-Antwort zu nutzen. Wenn wir uns weiterhin nur auf neutralisierende Antikörper als Maß für die Vorhersage der Wirksamkeit von Impfstoffen konzentrieren, werden wir am Ende neue Impfstoffe für nicht mehr relevante Mutationen entwickeln. Diesen Fehler können wir uns nicht leisten.

Wir müssen uns sowohl neutralisierende Antikörper als auch T-Zellen ansehen, um einen umfassenderen Überblick über die Breite und Tiefe der Immunität zu erhalten, die durch neue Impfstoffkandidaten hervorgerufen wird. Wir müssen diese Messungen konsequent und längs durchführen. Wir müssen wissen, wie lange der Schutz wahrscheinlich anhält, und wir müssen sicherstellen, dass bei jedem eine robuste T-Zell-Antwort induziert wird.

Wir – und andere – haben im letzten Jahr Alarm wegen der Bedeutung von T-Zellen geschlagen und unsere Bitten sind auf taube Ohren gestoßen. Wie oben erwähnt, war es nicht praktikabel, die T-Zell-Antwort im Maßstab zu messen, und neutralisierende Antikörper für andere Impfstoffe dienten als gutes Korrelat für den Schutz. Aber wir haben jetzt bessere Messinstrumente und die Wirksamkeit des SARS-CoV-2-Impfstoffs bleibt stark, selbst wenn Antikörper wirkungslos sind. Die T-Zell-Antwort muss in allen Impfstoffstudien in großem Umfang berücksichtigt werden, und jetzt ist dies möglich.

Dies hat eine Bedeutung für Leben und Tod. Es ist zwingend erforderlich, vorhandene Technologien zu nutzen, um die vollständige Immunantwort rigoros zu untersuchen, um die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten voranzutreiben, die öffentliche Gesundheit zu informieren und individuelle Entscheidungen zu treffen. Unternehmen wie Nykode und Gritstone arbeiten an neuartigen Impfstoffen, die die Breite der T-Zell-Antwort berücksichtigen. Weitere sollten folgen.

Die Welt hat sich verändert. Wir sollten nervös sein. Wir sollten sofort handeln, um Impfstoffe zu entwickeln, die sowohl Antikörper- als auch T-Zell-Antworten systemisch berücksichtigen. Die Zeit ist jetzt.
Gruß Alan

silvester
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Re: Corona Impfung

Beitrag von silvester » 03.01.2022, 11:03

Hallo Sybille,
hast du deine 2. Dosis Ronapreve noch bekommen? Oder wurde dies mit Hinweis auf Omikron als überflüssig erachtet? Ich habe morgen einen Termin für Ronapreve.
Viele Grüße Silvester

silvester
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Re: Corona Impfung

Beitrag von silvester » 02.01.2022, 16:06

Hallo Sybille und Georgine,
vielen Dank für Eure Antworten. Zusammen mit der im Januar geplanten Zulassung von Paxlovid klingt das ja so, dass auch wir CLLer/innen vorsichtig optimistisch sein können.
VG Silvester

Sybille1972
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Sybille1972 » 02.01.2022, 11:14

Hallo Silvester,
Sotrovimab wird ab etwa 17. Januar auch prophylaktisch verabreicht. Jedenfalls in Dortmund.
Lg und ein gutes Neues Jahr.
Sybille

Georgine
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Georgine » 02.01.2022, 09:04

Hallo Silvester,

Sotrovimab als monoklonaler AK wurde im Dezember zugelassen. Wirkt anscheinend auch gegen Omikron. Von prophylaktisch habe ich leider noch nichts gelesen.

Viele Grüße Georgine

silvester
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Re: Corona Impfung

Beitrag von silvester » 01.01.2022, 19:15

Hallo,
Euch allen ein möglichst entspanntes und gesundes Jahr 2022. Und dazu folgende Frage: Das monoklonale Antikörpermedikament Ronapreve, das einige in den letzten Wochen nicht nur als Behandlungsmedikament, sondern auch prophylaktisch erhalten haben, wirkt wohl leider überhaupt nicht gegen Omikron. Hat eine/r von Euch von ihrem/seinem Hämatologen schon einen Hinweis bekommen, wie es in Sachen monoklonale Antikörperprophylaxe weitergeht?
Viele Grüße
Silvester

Georgine
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Georgine » 27.12.2021, 13:45

Hat jemand von euch schon eine Meinung des Hämatologen in Bezug auf den neu zugelassenen Totimpfstoff (Proteinimpfstoff) novavax ? Ich frage mich, ob diese Art von Impfstoff evtl. Eine messbare Antikörperreaktion hervorrufen könnte bei den ansonsten Nullrespondern selbst nach Booster. Mir konnte diese Frage bis jetzt keiner beantworten. Und der Hinweis auf eine T- Zellantwort, die leider nicht gemessen wird, ist mir immer zu wenig. Da ich bald mit Therapie beginne, überlege ich, ob ich das noch ausprobieren sollte.

Viele Grüße Georgine

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 12.12.2021, 16:15

Hallo Dana,
T- Zell Antworten und Reaktionen auf Impfstoffe werden von Forschern untersucht. Erste Hinweise ergeben , dass ca. 80 % der geimpften Krebspatienten eine T- Zell Antwort entwickelten und die T – Zell Antwort bei Pat. mit soliden - und Blutkrebs gleichwertig waren.
Diese T- Zell Antworten wurden auch bei Pat. induziert , die keine neutralisierende Antikörper aufwiesen. Die Forschungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen um vollständig zu verstehen, wie T – Zellen zum Schutz bei Covid 19 beitragen.
Eine Studie aus Großbritannien zeigt, dass Pat. die nicht mit Antikörpern reagiert haben, mit T – Zellen reagieren. Die Pat. müssen ins Labor , die Studien sind Forschungsarbeiten und anders zu sehen wie Antikörper Ergebnisse. Daten von mehr als 600 Pat. sind in einigen Monaten zu erwarten.
Gruß Alan

ceda
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Re: Corona Impfung

Beitrag von ceda » 12.12.2021, 09:30

Hallo miteinander.

Ich habe jetzt meine 4. Impfung erhalten.
Auf Impfung 2. und 3. habe ich stark reagiert mit der Temperatur 38,2 usw. Alles was drinnen steht. Trotzdem nach 3. Impfung nur sehr sehr wenig Antikörper. Aber...

Ich habe T-Zell Test gemacht. Uni. Klinik Innsbruck.
Ich habe relativ gute Antwort Ich weiß dass das keine Sicherheit ist aber ich habe
mich gefreut. Virologiin ( Tochter meines Arztes ) Klinikum Onkologie und mein Arzt
haben mir trotzdem geraten noch einmal impfen.
Die Reaktion Impfung 4 war sehr snell, nach 3 Stunden habe ich schon
über 38 Grad Fieber und Grippe Symptome. Auch Tag danach immer 38,9..
Und das war dann alles. Geblieben sind nur Lympfknoten die ziemlich Schmerzen.

An @ Alan
Danke für deine Beiträge.
Hast du bitte irgendwo etwas über T- Zell Immunität bei Covid? Danke

LG Dana

PS bei uns ( Österreich) ist das mit Ronapreve noch nicht so weit. 4. Impfung ist aber möglich.

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 08.12.2021, 17:51

Hallo Peter,

die CLL ist eine Anzahl von vielen unterschiedlichen Subtypen, ein CLL – Experte bei einem Vortrag in Wien sagte, sie müsste in unterschiedliche Erkrankungen aufgeteilt werden , der Nachteil bei ca. 70 Lymphom - Erkrankungen : Es könnte zu mehr Verwirrung führen, zudem einige Lymphom Erkrankungen weder einen Namen haben noch können sie eindeutig zugeordnet werden. Zudem ist die Durchflusszytometrie nicht perfekt. Deine CLL, ist nicht die CLL eines anderen.
Auf deine Impfungen Covid 19 gab es eine starke Antikörper Reaktion .Die Anzahl kann man zählen, die Funktion des einzelnen Antikörpers und über die Neutralisation von Viren bei einer Corona Infizierung ist so gut wie nichts bekannt, dies könnte in einigen Wochen anders sein.
T- Zellen testen und messen ist das eine, eine T- Zell – Antwort auf den Impfstoff zu messen ist was anderes. Studien beschäftigen sich mt dieser Frage und Hinweise könnte es in einigen Monaten geben.
Nicht zu vergessen : Eine Vermehrung von T – Zellen kann gutartig aber auch bösartig sein.
Das Ibrutinib die T- Zell- Funktion verbessert ist seit Jahren bekannt und dies wird auch genutzt z. B. Bei CAR – T – Zell – Therapie.
Gruß Alan

Schaefi
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Schaefi » 07.12.2021, 18:34

Hallo miteinander,

auch von mir ein Update in diesem Thread: Mein Partner hat gestern Ronapreve (Casirivimab/Imdevimab) subkutan zur Prävention gespritzt bekommen, nachdem er auch nach dem Booster keine Antikörper gebildet hat. Habe inzwischen übrigens auch außerhalb des Forums persönlich von anderen Patienten mit leukämischen Erkrankungen (keine CLL) gehört, dass die es bekommen haben. Sprecht also eure Hämatologen/Onkologen an, in Deutschland ist Ronapreve zur Vorbeugung von Covid-19 bei Personen ab zwölf Jahren und einem Körpergewicht von mindestens 40 kg zugelassen.
Der nächste Schritt für uns ist jetzt für unsere u12 Kinder die endlich zugelassene Impfung...

LG!

Peter3012
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Peter3012 » 06.12.2021, 23:23

Hallo an alle,

Das Immunsystem ist offensichtlich hochkomplex, noch nicht voll verstanden und funktioniert wahrscheinlich auch individuell weitgehend unterschiedlich.
Ebenso kann CLL individuell sehr unterschiedlich in Erscheinung treten.

Ich bin seit 7 Jahren CLL-Patient im Watch and Wait.
Auf die Impfung habe ich anders reagiert als die meisten, die bisher hier berichtet haben.

Ich hatte 7 Wochen nach meiner 2. Biontech-Impfung (Ende April) einen Antikörpertiter von 800 AU/ml, was beim vorgenommenen Rochetest 800 BAU/ ml entsprechen soll.
7 Wochen nach meiner Mitte Oktober erfolgten Boosterung mit Biontech habe ich nun einen Antikörpertiter, der mit > 25000 BAU/ml angegeben wird.
Weder nach der 2. Noch nach der 3. Impfung hatte ich, bis auf zwei Tage andauernde leichte Druckschmerzen im Impfarm, Nebenwirkungen.

Meine Leukos sind allerdings von ca. 30000 vor der Impfung (waren aber auch schon mal über 45000) auf fast 40000 sieben Wochen nach der Boosterimpfung angestiegen, wobei ich bisher nicht glaube, dass dies auf die Impfung zurückzuführen ist.

Im Hinblick auf die Omikronvariante (wahrscheinlich zeigt sie ja gegenüber den gegen das Spikeprotein der Wuhanvariante entwickelten Antikörpern Immunescape) muss ich nun aber wohl trotz der hervorragenden Antikörperreaktion weiterhin extrem vorsichtig bleiben, da ich von meinen zytotoxischen T-Zellen als CLL-Patient ja höchstwahrscheinlich trotz der hervorragenden Antikörperreaktion nicht unbedingt sehr viel erwarten kann.

Es scheint ja so zu sein, dass bei CLL die zytotoxischen CD8+ -Zellen, die für die Tötung virusinfizierter Zellen (wie auch von Krebszellen) zuständig sind, nur noch sehr wenig effizient arbeiten.
Ich würde gerne die Funktionsfähigkeit meiner CD8+-Zellen überprüfen lassen, habe bisher aber nur Tests gefunden, die die Reaktionsfähigkeit der T-Zellen allgemein (und die CD4+-Zellen müssen ja offensichtlich hervorragend funktioniert haben) testen.

Was für diejenigen nach/unter Ibrutinib-Behandlung vielleicht interessant ist:
Es gibt starke Hinweise darauf, dass BTK-Hemmer wie Ibrutinib die Funktionsfähigkeit der CD8+-Zellen bei CLL wieder deutlich verbessern können, andererseits aber die Bildung von Antikörpern sehr stark behindern.

Viele Grüße
Peter

Georgine
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Georgine » 30.11.2021, 21:19

Hallo Dana,

Das ist sehr interessant, dass dir eine 4. Impfung empfohlen wird. In Deutschland werden meines Wissens T-Zell Tests nur innerhalb von Studien gemacht.

Ich habe mich aufgrund von Null messbaren Antikörpern nach 3. Impfung für die covac1 Impfstudie in Tübingen beworben. Bisher noch kein Bescheid. Bei dieser Studie wird auch mit der T-Zell Antwort gearbeitet. Wobei ich mich frage, ob man die auch überstimulieren kann?

Des Weiteren hoffe ich auf die baldige Zulassung der Ronapreve Antikörper in der Präexpositionsprophylaxe. Leider gibt es in Bayern / Baden Württemberg hierfür noch keine Möglichkeit, da die gesetzlichen Vorgaben dafür geändert werden müssen. Ich habe mich an vielen Stellen diesbezüglich erkundigt. Für mich ein unverständlicher Zustand.

Viele Grüße Georgine

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Re: Corona Impfung

Beitrag von ceda » 30.11.2021, 16:27

Hallo.
Nach 3 Impfungen ohne Antikörper Antwort / 3 Impfung sehr schwach / habe ich. T-zell Test gemacht. Innsbruck Klinikum.
Die. T-zell Antwort ist gut. Trotzdem habe ich Empfehlung 4. Impfung zu machen. Die Virologiin ist nicht für Kreuz Impfung. Pfizer maximal mit Moderna kreuzen.
LG Dana

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