CML Tasigna und Depression

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Mariell

Re: CML Tasigna und Depression

Beitrag von Mariell » 27.07.2021, 08:37

Hallo Jan,

lieben Dank für die Antwort. Tja das sind gute Infos. Hätte schon beinahe Johanniskraut genommen, vor lauter
Verzweiflung. Gut danke für den Hinweis. Ich habe die Möglichkeit einen Psychoonkologen in Anspruch zu nehmen.
Das werde ich auch machen. Mal sehen, vielleicht geht es mir dann besser. :D

jan
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Re: CML Tasigna und Depression

Beitrag von jan » 27.07.2021, 07:28

Hallo Mariell

Ich stimme Niko zu, psychoonkologische Betreuung kann sehr hilfreich sein. Psychoonkologen sind speziell zur Unterstützung in durch Erkrankungen ausgelösten Krisen ausgebildet und kennen auch die Zusammenhänge mit der onkologischen Therapie, weil sie eng mit den medizinischen Experten zusammenarbeiten. Normale Psychologen haben ihre Kompetenzen in anderen Bereichen der Psychologie und ich würde dies daher weniger empfehlen. Hast du in Deiner behandelnden Klinik evtl einen Psychoonkologen, oder kannst dort zu einem verwiesen werden?

Wichtig ist, dass Du keine antidepressive Therapie in Eigenregie ohne Absprache mit Deinem Onkologen machst. Mancher versucht es mit Johanniskraut - das ist gefährlich, weil zB Johanniskraut Wechselwirkungen mit den CML-Therapien hat und die Wirksamkeit der CML-Therapie herabsetzen kann.

Eine direkte Nebenwirkung der Medikamente ist die Depression nicht, aber Depressionen treten bei einer Krebsdiagnose recht häufig auf - daher sind sie auch in den Studien beobachtet und im Beipackzettel genannt.

Ich drücke Die die Daumen, dass Du entsprechende Unterstützung bekommst.

Viele Grüße
Jan

Mariell

Re: CML Tasigna und Depression

Beitrag von Mariell » 22.07.2021, 08:27

Hallo Niko, ich freue mich über Deine Antwort. :D Das sind gute Infos. Ich werde mal meinen Arzt nach einem Psychoonkologen fragen, vielleicht bin ich da ja gut aufgehoben. Danke.

NL
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Re: CML Tasigna und Depression

Beitrag von NL » 21.07.2021, 14:20

Moin Marie,
ich halte es für richtig, einen Psychologen, vorzugsweise einen Psychoonkologen, aufzusuchen und Deine Depressionen mit ihm zu besprechen. Sprich Deinen behandelnden Hämatologen darauf an, ob er Dir einen entsprechenden Fachmann empfehlen kann.
Meines Wissens ist es nicht ungewöhnlich, dass Krebspatienten während der Behandlung auch psychologische Behandlung benötigen. Ich vermute, dass hier eben ein Psychoonkologe richtig wäre, weil der solche Probleme eher kennen dürfte als "normale" Psychologen. Ich habe aber keine Erfahrungen mit soetwas.
Gruss & alles Gute
Niko

Mariell69

CML Tasigna und Depression

Beitrag von Mariell69 » 21.07.2021, 12:06

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und habe seit Mai 2020 CML. War ein großer Schock doch jetzt geht es mir besser damit.
Wir haben Glück im Unglück CML zu haben. Läßt sich ja gut behandeln. Bei mir sind auch die Werte sehr gut.
Tasigna schlägt an. Der Onkologe ist zufrieden.
Aber leider gibt es da Nebenwirkungen die ich verkraften muss. Leider habe ich nach 1 jähriger Einnahme 300mg Tasigna
plötzlich mit starken Depressionen zu tun. Kenne ich nicht von mir. Wahr immer lebenslustig. Tja ich frage mich ob das
an Tasigna liegen kann. Steht jedenfalls in dem Beipackzettel. Ich frage mich ob ich mal einen Psychologen aufsuchen soll.
Vielleicht darf ich ja Medi gegen die Depression nehmen und fühle mich dann besser. Ich habe eine sehr starke Lebenseinschränkung durch die Nebenwirkung und hoffe das irgendwann etwas hilft. Gibt es hier auch ähnliche Probleme?
Würde mir helfen damit besser klar zu kommen. Schon mal lieben Dank für die Antworten. :-)

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