Hallo

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Heischkamp

Re: Hallo

Beitrag von Heischkamp » 03.10.2017, 23:05

Hallo,
alles sehr verständlich erklärt. Und viel Stoff zum Reden mit dem Arzt.
Vielen Dank
Liebe Grüße
Heischkamp

paradoxon
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Re: Hallo

Beitrag von paradoxon » 03.10.2017, 21:46

Hallo Heischkamp,

ich denke, bei solchen Aussagen ist normalerweise gemeint, dass man davon ausgeht, dass die meisten CML-Patienten heute eine normale Lebenserwartung haben.

Natürlich gibt es nach wie vor Fälle, zum Glück heute selten, bei denen die CML fortschreitet. Je tiefer die erreichte Remission ist, desto geringer ist das Risiko, dass das passiert.

Aussagen zu einer "fast normalen" Lebenserwartung kann man daher meiner Meinung nach nur in Bezug auf das Gesamtüberleben interpretieren. Das Gesamtüberleben der CML-Patienten (wie es z.B. in Studien dokumentiert ist) ist eben nahe an dem der Normalbevölkerung. Das bedeutet, dass nur noch sehr wenige Patienten an der CML versterben.

Bei allen anderen Patienten gibt es normalerweise kein Fortschreiten und sie versterben irgendwann, wie jeder andere Mensch, an einer CML-unabhängigen Ursache.

Ich hoffe, dass dir diese Erklärung weiterhilft.

Viele Grüße
Jonathan

Agronom
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Re: Hallo

Beitrag von Agronom » 03.10.2017, 19:16

Hallo Heischkamp,
zu Deiner Fragestellung gibt es Untersuchungen, die ich im Detail nicht kenne, in denen die Sterblichkeit von Gruppen von Menschen statistisch untersucht wird. Wenn in einer Studie ermittelt wird, dass z. B. von 10.000 Menschen einer Altersgruppe in 5 Jahren 270 gestorben sind und in einer Vergleichsgruppe, die ein bestimmtes Merkmal hat, also deren Mitglieder beispielsweise an CML erkrankt sind, im betrachteten Zweitraum 273 Menschen gestorben sind, dann ist die Aussage, die zweite Gruppe habe "eine fast normale Lebenserwartung" eine richtige. Über die Gründe der leicht höheren Sterberate sagt diese Studie aber gar nichts aus. Irgendwelche Schlüsse über ein Fortschreiten der Krankheit im Alter kann man daraus nicht ableiten. Ich habe seit 2001 CML und mir geht es gut. Medikamente gegen die Erkrankung nehme ich seit 2011 nicht mehr.
Beste Grüße
Agronom

Heischkamp

Hallo

Beitrag von Heischkamp » 01.10.2017, 23:00

Hallo, ich verstehe manche Aussagen zb von meinem Arzt nicht und den hier oft gefundenen Aussagen zum Gesamtüberleben. Mein Arzt sagt ,dass die Leukämie mich nicht umbringen wird . Andererseits lese ich hier oft 'dass man ein fast normales Alter erreichen wird oder kann.
Wenn ich an der Leukämie nicht sterbe ,warum relativiert man hier die Aussage. Ich verstehe das nämlich so ,dass es irgendwann doch ein Fortschreiten der Krankheit geben wird. Denn wenn es nicht so wäre, ist dann nicht die Aussage " eine normale Lebenserwartung "treffender?
Mal gespannt auf eure Meinung.
Heischkamp

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