Knochenmarkpunktionen

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Gerhard
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Beitrag von Gerhard » 10.01.2004, 20:30

Hallo Peter,
hallo Jan,

vielen Dank für eure Antworten.


Freundliche Grüße

Gerhard
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jan
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Beitrag von jan » 07.01.2004, 01:09

Hallo Gerhard,

die Punktion, so unangenehm sie ist, ist eine sehr wichtige Untersuchung, auch nach Erreichen einer weitgehenden molekularen Remission. In der Zytogenetik können auch andere Veränderungen des Erbguts festgestellt werden, die an anderer Stelle als den für CML typischen Bruchpunkten der Chromosomen 9 und 22 entstehen, z.B. Trisomie 8.

Diese zusätzlichen genetischen Veränderungen können für die Wahl oder Änderung der Therapie entscheidend sein, da bei Vorhandensein z.B. von Trisomie 8 mit einer schlechteren Langzeitprognose der Glivec-Therapie gerechnet wird oder an den Veränderungen ein Fortschritt der Krankheit in eine spätere Phase abgelesen werden kann ("Warnsignale"). Mit der PCR hingegen kann man immer nur eine auf ganz bestimmte Anomalie testen, z.B. dem Anteil der krankhaften Philadelphia-positiven-Zellen, aber andere zusätzliche Veränderungen blieben mit der PCR unbeobachtet.

Daher kommt man um eine Punktion in regelmäßigen Abständen wohl nicht umhin.

Da mein behandelnder Arzt ca. 4 Stunden Autofahrt von meinem Wohnort entfernt ist, muss ich mir für die Punktions-Besuche meist einen halben Tag frei nehmen. Ich habe jedoch das Gefühl, dass der Druck des Autositzes auf die Punktionsstelle am Rücken (Beckenknochen) ganz gut gegen eventuelle "Nachblutungen" hilft und verhindert, dass ich mich bücke und die Punktionsstelle zu stark dehne bzw aufreisse. Ein leichter Schmerz und unangenehmes Ziehen an der Stelle bleibt aber meist für ein paar Tage....

Herzliche Grüße
Jan

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unknown

Beitrag von unknown » 05.01.2004, 22:02

Hallo Gerhard

Du hast recht, dass mit PCR die PH+ Chromosomen ausreichend festgestellt werden können. Was man im PCR jedoch nicht sieht, sind andere Mutationen, welche entstehen können. Solche Mutationen können gegenüber Glivec resistent sein, wodurch alternative Therapien erforderlich werden. Aus diesem Grund wird idealerweise ca. alle 1/2 Jahre eine Punktion vorgenommen.

Bis anhin bin ich jeweils nach der Punktion arbeiten gegangen. Längere Autofahrten können je nach Entnahmeort sehr unangenehm sein. Wenn man es richten kann ist entweder ein 1/2 Urlaub oder arbeiten zu Hause sicher angenehmer.

Viele Grüsse
Peter

Gerhard
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Beitrag von Gerhard » 05.01.2004, 20:56

Hallo,

wer kennt sich genauer aus mit Knochenmarkpunktionen und der zytogenetischen Untersuchung?

Meines Wissens werden bei der zytogenetischen Untersuchung nach dem Zufallsverfahren nur einzelne Zellen nach dem Philadelphia-Chromosom untersucht. Die Methode ist deshalb lang nicht so sensitiv wie die PCR.

Jetzt meine Frage: Ist es sinnvoll bei guten PCR-Werten diese Untersuchung zu machen? Und wenn ja, warum? Sind die Chancen, Philadelphia-Chromosomen in solchen Fällen zu finden, nicht zu gering? Oder untersucht man noch nach anderen Kriterien?

Wie geht es euch bei den ungeliebten Punktionen? Geht ihr danach wieder arbeiten? Beim letzten Mal habe ich mir einen halben Tag Urlaub gegönnt.

Viele Grüße

Gerhard


:)
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