Leukämie in der 23 Schwangerschaftswoche in Mexiko

Akute Myeloische Leukämie (AML) und Akute Lymphatische Leukämie (ALL)

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Milou86
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Re: Leukämie in der 23 Schwangerschaftswoche in Mexiko

Beitrag von Milou86 » 15.03.2019, 08:44

Lieber R,

ich kann Ihnen nicht weiterhelfen und die Antwort ist auch etwas spät.
Aber besser als ein Post ohne Antworten.
Beim Lesen Ihres Textes zog sich auf mein Herz zusammen.
Ich wünschen Ihnen ganz viel Kraft!

Milou

Rantanplan
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Leukämie in der 23 Schwangerschaftswoche in Mexiko

Beitrag von Rantanplan » 30.12.2018, 16:52

Hallo liebes Forum,

ich bin neu hier und erst einmal ein großes Hallo in die Runde. Ich will versuchen mich mit meinem Anliegen weitestgehend sachlich zu äußern - glaubt mir aber, dass ich emotional äußerst angeschlagen bin und mir die Tränen in den Augen stehen.

Ich bin männlich, 36 Jahre alt und Deutsch. Meine Freundin ist 30 Jahre alt und Mexikanerin... Sie ist mit unserer Tochter in der 23ten Woche schwanger...

Aus beruflichen Gründen bin ich derzeit in Deutschland und Sie in Mexiko - wir haben uns für einen Monat nicht gesehen und mein Rückflug ist in 2 Wochen geplant... Gut! Das sind so die groben Rahmebedingungen.

Vor drei Tagen hatte meine Freundin über Nacht gelbe Finger bekommen und ist deswegen zu einer Untersuchung zum nächsten Arzt. Die hatten Blut genommen und einige Analysen gemacht. Wir dachten an nichts besonderes, aber heute morgen klingelte mein Telefon Sturm und unter Tränen hatte mir meine Freundin mitgeteilt, dass bei ihr Leukämie (ich gehe davon aus akut) festgestellt wurde. Sie hat die Blutwerte auch schon an zwei weitere Ärzte aus dem Freundeskreis weitergeleitet und auch jene bestätigten diese Analyse... Da nun der Jahreswechsel bevorsteht wird vor dem 02 ten aber weiter nichts passieren... Man muss auch wissen, dass jener Arzt kein Facharzt für Frauen ist - in Mexiko läuft vieles anders und so hat meine Freundin auch keine Versicherung für solche Fälle. Das ihr eine Vorstellung bekommt eine Ultraschalluntersuchung kostet z.B. 80€... Aber das Labor war professionell. Ihr Frauenarzt ist eine private Medizinen uns Sie genießt mein volles vertrauen. Leider konnte sich jene auch nur ein Bild über die Situation über das Papier machen - meine Freundin ist gerade nämlich knapp 800km entfernt im Urlaub über den Jahreswechsel...

Nun gut - ;-( Das Herz zieht sich mir zusammen. Die Ärzte meinten die Chancen für das Kind stehen 50/50 und wir sollen uns bis Montag für oder gegen eine Abtreibung entscheiden. Sie wollen das dann gleich vor Ort in einer privaten Klinik machen... Die Chance das das Kind auch beeinflusst ist soll sehr hoch sein - so die Aussage meiner Freundin. Ihre Mutter telefoniert auch schon alle zusammen und leider kann ich mir nicht wirklich einen Eindruck machen. Ich bin auch schon dabei meinen Flug so schnell wie möglich zu verschieben. Ob nun ALL oder AML ist mir noch völlig unklar - auch ist mir unklar wie lange sie schon die Krankheit hat. Sie war nur im Oktober schon einmal im Krankenhaus mit dem Verdacht auf ein Nierenversagen - das war eine wirklich schwere Zeit und ich denke das die Leukämie wohl damals schon aktiv war. Sie war auch immer schwach - weitaus mehr als vor der Schwangerschaft. Auch meinte Sie ständig müde zu sein. Ich dachte immer das wäre alles normal - aber nun wurden wir eines besseren belehrt. Ist eben auch schwer für mich das aus der Ferne richtig zu beurteilen. ;-( Deswegen fühle ich mich auch schlecht - aber wer kann sowas schon ahnen...

Wegen der 23 Woche ist das nun auf höchster Eisenbahn. Soweit ich weiß sind Schwangerschaftsabbrüche in solchen Fällen bis SW 22 möglich.... Ich habe also dementsprechend Angst, um meine Freundin. Und noch viel mehr zieht sich mir der Magen zusammen zu wissen, dass wir unsere kleine Tochter verlieren werden... Momentan, nach dem letzten Gespräch, ist die allgemeine Meinung ihrer Familie das die Abtreibung richtig ist... Wie schon geschrieben gehen die Mexikaner bei sowas anders an die Sache - so lange wir aber nichts genaueres über das Krankheitsbild wissen versuche ich Lösungen zu finden....

So - nun habe ich im Internet gesucht und bin hier fündig geworden. Ich habe nun schon einiges gelesen von Frauen mit mehr oder weniger der gleichen Geschichte. Sie haben gesunde Kinder zur Welt gebracht und auch die Mütter haben überlebt - manche führen ein glückliches Leben - soweit das eben geht. Auch habe ich gelesen, dass in dem Stadium der Schwangerschaft das Kind nicht zwangsläufig angesteckt wird... ?!?!?

Ich warte auf weitere Neuigkeiten aus dem Land und einer Meinung eines richtige Facharztes - aber wie ist das denn nun genau! Kind gefährdet - Ja oder Nein! - Was passiert während solch einer Chemo - kann es zu Frühgeburt kommen etc... Ich mache mir so viele Gedanken... ;-( Und ich habe solche sorge, dass wir ein kranken Kind bekommen könnten, wenn wir nicht abtreiben. Auf der anderen Seite hatte ich mir schon solche tolle Gedanken über die Zukunft mit meiner kleinen Tochter gemacht... Ich bin deswegen auch psychisch total hinüber.. Kann mir nur wage vorstellen wie es meiner Freundin gerade gehen muss...

Einen schönen Gruß

R

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