monozytäre Leukämie

Akute Myeloische Leukämie (AML) und Akute Lymphatische Leukämie (ALL)

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WerWolf
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NPM1 fast um das 10fache gestiegen

Beitrag von WerWolf » 09.07.2021, 15:22

Zum Ende des 10. Therapiezyklus' haben wir uns den molekulargenetischen Befund der Blutproben vom 17.05.21 aushändigen lassen: Leider hat der Onkologe am Telefon das Ergebnis etwas "beschönigt":
Datum.......DNMT3A......NPM1.......CEBPA.....FLT3-TKD.......NRAS
19.09.20.....47,00...........1480............42.............19....................9
02.02.21.....27,20...........0,066............0...............0.....................0
17.05.21.....26,70...........0,721............0...............0.....................0

Zwar CEBPA, FLT3 und NRAS nach wie vor 0, aber DNTM3 nahezu unverändert und NPM1 sogar fast um das 10fache gestiegen - nach "durchschlagendem Erfolg der ersten 5 Therapiezyklen 3 mit negativem Erfolg. Ob das unter ".... unverändert fortführen, solange der Patient von der Therapie profitiert" fällt???

WerWolf
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Leider keine weitere Verbesserung

Beitrag von WerWolf » 25.06.2021, 12:12

Heute fernmündlich das Ergebnis der zytologischen Blutuntersuchung:
Von den ursprünglichen Veränderungen CEBPA (einfach mutiert), DNMTA3, FLT3-TKD, NPM (Mut.-Typ A) und NRAS sind - sogar geringfügig gestiegen gegenüber dem 02.02.21 - DNMT3A, NPM1 übriggeblieben "also Therapie unverändert weiterführen".
Das verstehe ich nicht: seit nahezu einem halben Jahr zeigt die Therapie mit Azacitidin und Venetoclax keine Wirkung mehr, außer daß die Leukos und Monos nach jeder Azac.-Woche auf Talfahrt gehen, um sich bis zur nächsten Therapiewoche wieder zu erholen. Trotzdem weitermachen??? Ich habe etliche Studien gesehen, in denen DNMTA3-Mutation in vielen Fällen bei sonstiger CR übrig blieb - ohne negative Auswirkungen!
Begründung des Onkologen: Es gebe keine Studien zu den Folgen einer beendeten Azacitidine-Therapie. Er befürchte, daß das zu einem Wiederausbrechen führen könnte - mit dann möglicherweise zumindest deutlich verminderten Wirkung bei Wiederaufnahme der Therapie mit A./V.
Und ich bin mir absolut nicht sicher, ob die nach wie vor vorhandenen Nebenwirkungen, insbesondere im Mund (Mundtrockenheit, Aphten oder ähnliches) , von der Erkrankung oder der Therapie herrührt.

WerWolf
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Re: monozytäre Leukämie

Beitrag von WerWolf » 21.06.2021, 15:30

Wie erwartet blieben Erythro- und Thrombozyten von der 9. Azacitidine-Woche unbeeindruckt, aber Leuko- und Monozyten sind wie üblich auf Talfahrt gegangen, Leukos sogar unter den Ref.-Bereich.
Leider gab's wegen totaler Überlastung des behandelnden Onkologen (viele Patienten mit Erstdiagnose) nicht die erhoffte Info über die Ergebnisse der zytologischen und sonstigen Blutuntersuchung, nur Termine für die 10. Therapiewoche in KW27

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Die 9. "Spritzwoche" ....

Beitrag von WerWolf » 04.06.2021, 13:44

ist geschafft, und die Blutwerte liegen nahezu konstant im "grünen" Bereich!

p. s. jetzt warten wir gespannt auf die Ergebnisse der zytologischen und sonstigen Blutuntersuchungen der 5 (!) Proben vom 17.5.21

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Re: monozytäre Leukämie

Beitrag von WerWolf » 26.05.2021, 15:29

Blutkontrolle heute: Thrombos und Erythros nahezu konstant, Leukos und Monos erholt, also nächste Woche nächster Therapiezyklus mit Azacitidine.

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Neue Talfahrt der Leukos

Beitrag von WerWolf » 17.05.2021, 14:12

Heute neue Blutwerte nach mehr als 2 Wochen Pause: Wieder sind Leukos/Monos nach der letzten Azacitidine-Therapie auf Talfahrt, wie schon mehrfach. Thrombos und Erythros bleiben nahezu konstant im "grünen" Bereich. 5 Blutproben für zytologische etc. Untersuchungen genommen - Ergebnis in einigen Wochen. Die nächste Azacitidine-Staffel gibt's daher noch unverändert mit 2x70ml/d in KW 22, falls die Kontrollmessung am 26.05.21 ok ist.
p. s.: Der zweite Corona-Impftermin liegt ebenfalls in KW22 - das sollte lt. Onkologen möglichst vermieden werden. Die Hausärztin machte es kurzfristig möglich: eben gab's außer der Reihe die zweite Impfung!

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Re: monozytäre Leukämie

Beitrag von WerWolf » 30.04.2021, 14:54

Die Blutwerte haben sich wohl weitgehend stabilisiert, so daß die nächste Kontrollmessung erst am 17.5. angesetzt ist.
Aktueller Wert der Monos fehlt leider: Heute war Impfkampagne in der Onkologie - da ist deren Eintrag wohl unter den Tisch gefallen.

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Re: monozytäre Leukämie

Beitrag von WerWolf » 26.04.2021, 20:03

Heute hat der 8. Zyklus Azacitidine begonnen. Was ich nicht verstehe: während sich Hämoglobin völlig und Thrombozyten leidlich im Normbereich eingependelt haben, geht's vor allem mit den Monozyten "lustig" rauf und runter. Ok, Mono- und Leukozyten waren auch die gewaltigen Ausreißer bei Ausbruch der AML - nach oben. Seit 6 Monaten pendeln sie leidlich parallel - Monos tendenziell zu hoch, Leukos eher zu niedrig.
Ist dieses Auf und Ab auch bei "Gesunden" üblich oder ist das der AML geschuldet?

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Re: monozytäre Leukämie

Beitrag von WerWolf » 13.04.2021, 23:29

Danke, aber meine Frau hat AML ohne rel. Vorerkrankungen. Insofern weiß ich nicht, inwieweit dieser Bericht auf sie übertragbar ist.

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Re: monozytäre Leukämie

Beitrag von kh4u » 13.04.2021, 11:45

@WerWolf
Kennst Du diesen Artikel zum Thema Toxizität der Kombination Vidaza und VEN?

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6469098/

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Reduzierte Venetoclax

Beitrag von WerWolf » 07.04.2021, 14:39

Mit der nunmehr seit 4 Wochen auf 200mg/d reduzierten Venetoclax-Dosis hat sich das Blutbild (s. # 1) so weit stabilisiert, daß der Kontrollrythmus auf 10 Tage verlängert wurde.
Die Auswirkung der beiden Therapien auf die Blutwerte sind schwer zu erkennen: Man könnte den Eindruck gewinnen, Azacitidine senke vor allem die Leukos und Venetoclax primär die Trombos ...
Zuletzt geändert von WerWolf am 07.04.2021, 16:37, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: monozytäre Leukämie

Beitrag von WerWolf » 14.03.2021, 10:29

Leider bekommen wir nur die im Diagramm dargestellten Blutwerte - von Hand auf eine Art Beh.-Paß übertragen, die Monoz.-Werte sogar erst nach Anforderung. Insofern vertraut meine Frau dem Onkologen völlig - auch meines Erachtens zu recht. Der hat mit Sicherheit auch die Neutrophilen "auf dem Screen". Aus dem bisherigen Verlauf sehe ich jedenfalls nicht, welche der beiden Therapien ursächlich für die Talfahrt der Leukos ist. Insofern erscheint mir die Zäsur beider Therapien plausibel.

Thomas55
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Re: monozytäre Leukämie

Beitrag von Thomas55 » 13.03.2021, 12:53

..es ist völlig normal dass Venetoclax die Leukos fast immer stark reduziert. Interessant wäre hier zu differenzieren um z.B. ob die Neutrophile unter 500 sind (sehr wichtig fürs Immunsystem). Ansonsten ist das Blutbild ja für eine Leukämie (unter Behandlung) auf den ersten Laienblick nicht schlecht.
Gruß Thomas

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Weitere Therapie verschoben

Beitrag von WerWolf » 13.03.2021, 11:36

Vermutlich um die Einflüsse der beiden Therapien auf die Blutwerte zuordnen zu können (aktualisiertes Diagramm im ersten Beitrag), wird Venetoclax vorerst völlig abgesetzt und die für nächste Woche vorgesehene Azacitidine-Staffel verschoben.

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Venetoclax

Beitrag von WerWolf » 08.03.2021, 19:44

Die Reduzierung des Venetoclax auf 200mg/d zeigt - noch vor Kontrolle der Blutwerte - positive Wirkung: in letzter Zeit hat der recht merkliche Haarausfall deutlich nachgelassen.

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