Die ersten Hürden sind genommen

Knochenmarks- und Blutstammzelltransplantation: Austausch von Erfahrungen über Transplantation, Nebenwirkungen, Stammzellspende

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NL
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Re: Die ersten Hürden sind genommen

Beitrag von NL » 02.01.2014, 20:18

Moin Bertheo,
ich bin CML-Patient
Ich beglückwünsche Dich zu der Tatsache, dass diese Aussage nicht mehr stimmt! Freut mich, das zu lesen.
Gruss
Niko

Utissima
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Re: Die ersten Hürden sind genommen

Beitrag von Utissima » 02.01.2014, 17:59

wie schön, wenn das neue Jahr so positiveMeldungen bringt :)
Ich freue mich, dass die Leukos langsam in Gang kommen und drücke ganz fest die Daumen, dass die Mukositis schnell abheilt und es weiterhin bergauf geht!

bertheo
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Die ersten Hürden sind genommen

Beitrag von bertheo » 02.01.2014, 16:31

Hallo zusammen,

ich bin CML-Patient und habe mich bisher hauptsächlich im CML-Forum gemeldet, wo ich vor ein paar Wochen geschrieben habe, dass eine SZT bei mir ansteht:, siehe

http://www.leukaemie-online.de/index.ph ... f=7&t=3813

Mein Tag 0 war der 19. Dezember 2013. Die Wochen vor und nach der Transplantation waren nicht einfach. In der Woche vor der Transplantation standen fünf Tage Chemo und drei Tage Bestrahlung an. Das lange, flache Liegen für insgesamt ca. 12x30 Minuten Bestrahlung ist mir besonders schwer gefallen. (Klingt einfach. War es aber nicht.)

Direkt nach der letzten Bestrahlung wurde die Transplantation durchgeführt. Wie schon von vielen beschrieben, ist dies ein nicht besonders spektakulärer Akt. Aber als erster konstruktiver Schritt nach der ganzen Konditionierung, macht es auch Mut die Stammzellen vom Bruder in sich hinein fließen zu sehen.

In der ersten Woche nach der Transplantation war ich aufgrund der durch die Chemo ausgelösten Übelkeit zusammen mit Schwindelgefühlen absolut platt. Ich konnte nicht mal ein paar Zeilen lesen oder für ein paar Minuten fernsehen. Im Prinzip lag ich einfach nur flach im Bett, unterbrochen durch die zahlreichen Toilettengänge, bedingt durch die erhöhte Flüssigkeitsaufnahme. Übelkeit und Schwindelgefühl haben sich zu Beginn der zweiten Woche gelegt. A llerdings kam es dann programmgemäß ;-) zu einer Mundschleimhautentzündung, die im Moment vielleicht (hoffentlich) ein wenig nachlässt.

Meine Haare haben sich bis heute, Tag 13, wacker gehalten. Nachdem der Haarausfall sich aber heute deutlich ankündigte, wurden die Kopfhaare auf meinen Wunsch hin abrasiert. Das Ergebnis sieht ganz interessant aus 8) Ob mein einjähriger Sohn mich wohl morgen wiedererkennt? Bisher hat er mich hinter der Scheibe immer fröhlich begrüßt.

Heute gab es übrigens auch die ersten wirklich guten Nachrichten: Die Blutbildung kommt in Gang. Leukos und Thrombos steigen erkennbar an. Ich denke jetzt wird es für eine gewisse Zeit erst einmal weiter aufwärts gehen.

Herzliche Grüße
Bertheo

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