Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

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Joanna
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Joanna » 04.01.2023, 16:28

Hallo an alle und ein gutes neues Jahr!

kurzer Zustandsbericht:
Ich nehme immer noch täglich 300mg Venetoclax, insgesamt geht es mir sehr gut, ich arbeite so ca. 25 Stunden eng mit Menschen und mit Maske und ich mache viel Sport. Mein Immunsystem ist nach den Blutwerten deutlich supprimiert, d.h. das Medikament macht was es soll, erwischt aber leider auch die gesunden B-Lymphozyten und vermutlich auch viele T-Zellen. Obwohl seit der Rituximab-Therapie ein halbes Jahr vergangen ist, sinken die Werte eher noch, was ich auf das Venetoclax zurückführe, denn das hat sich ja auch von Anfang an stark auf die Lymphozyten ausgewirkt.

Meine Werte heute:
Leukozyten: 2880
Erythrozyten: 4940
HGB: 15.0
Thrombos: 148 000
Neutrophile: 1810
Lymphozyten: 690
Monozyten: 370
Eos.:0
Baso:0.01

Der Covid-Antikörpertiter lag vor vier Wochen bei 280 nach der fünften Impfung. Meine Ärztin findet es erfreulich, dass da überhaupt eine Reaktion war. Eventuell soll ich demnächst auf 200mg Venetoclax reduzieren. Immunglobuline werden jetzt mituntersucht, da bin ich gespannt. Und in vier Wochen soll auch nochmal ein größerer pathologischer Befund gemacht werden. Im letzten Juli ergab das ja schon eine komplette B-Zell-Depletion.

Insofern werde ich weiterhin sehr vorsichtig sein. Ich schütze mich ähnlich, wie Georgine und hatte in den letzten Monaten keine Infekte, im Gegensatz zu meinen KollegInnen, in letzter Zeit waren ja fast alle krank. Ich hoffe zum Sommer hin ein bisschen lockerer lassen zu können.

Storm100: Herzlich willkommen hier! ich hoffe, dass die Behandlung dein Immunsystem nicht zu sehr in Mitleidenschaft zieht. Mit den neueren Therapien ist das sicher schonender, wobei ich den Eindruck habe, dass da jeder auch anders reagiert. Früher hätte ich das mit dem Training des Immunsystems auch ähnlich gesehen wie du, aber mit so einer Erkrankung und vor allem durch die Behandlung, kann das Immunsystem als Nebenwirkung eben auch geschwächt werden.

Herzliche Grüße an alle,
Joanna

Storm100
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Storm100 » 01.01.2023, 13:01

Hallo zusammen,

bin noch neu hier, und hoffe das ich nicht was falsch mache.
Ich,männlich, wohnhaft in Bielefeld, Baujahr 1957,seit Januar 2022 Diagnose CLL Nachweis Deletation 17p/TP 53 sowie mutierter IGHV Status. Ich bin Rentner und arbeite als Fahrer in der Behinderbeförderrung. Aufgrund meiner COPD habe ich während Corona eine Maskenbefreiung gehabt und auch keine Maske getragen...Habe Ostern 2022 Corona gehabt, aber nicht aufgrund meines "nicht maske tragen" sondern von meinem 5 jährigen Enkel, der es aus dem Kindergarten mitgebracht hat und in unserem Haushalt lebt. Konvetionell behandelt mit Nasenspray und Ibuprofen, nach ca 10 Tagen negativ und Beschwerdefrei.War aber vorher 3x geimpft.
Weiterhin,COPD Stadium III Gold seit 7/2015.
Ab Januar Wait and Watch.....Leukos 110000....Anfang Dezember Leukos 440000 ohne Beschwerden.
Therapiebeginn Imbruvica 420 mg 3x28 Tage, danach Venetoclac....vorgesehen.
Bisher keinerlei Beschwerden die auf die CLL oder Imbruvica zurückzu führen sind. Meine COPD macht mir persönlich stark zu schaffen.Gerade wieder eine baktierelle Geschichte in Verbindung mit der COPD gehabt, nehme 40 mg Prednisolon und Levofloxacin 500 mg.
Habe aber festgestellt, das andere Patienten mit CLL und auch in meinem Alter sind, und ständig Maske tragen, weit aus mehr Probleme haben. Schon als kleine Kinder sollten wir im Matsch und Dreck spielen. Meine persönliche Meinung ist, das zuviel Maske nicht gut sein kann, was natürlich, jedem seine Sache ist. Aber ich habe in unserem Betrieb viele Kollegen, die ständig Maske tragen, und auch ständig krank sind. Und das wohlgemerkt ohne besondere Krankheiten, sondern einfach nur über 60 Jahre alt sind. Natürlich, sollte jeder sich schützen wie er es für richtig hält, doch halte ich die natürlichen Viren und Bakterien mit denen wir leben, für sehr wichtig. Ich vergleiche das immer mit den Veganern....viele schaffen es nicht sich ausreichend und genügend mit Vitaminen zu versorgen, so das Mangelerscheinungen auftreten können, woraus Krankheiten entstehen können. Und so ist es mit der Maske, wir sollen am normalen Leben teilnehmen, uns nicht isolieren, setze aber eine Maske auf ??????? Na ,ok....wie gesagt jeder muss das tun was er für richtig hält.
Werde euch über meinen Therapieverlauf auf dem laufenden halten. In diesem Sinne bleibt gesund und ein frohes neues Jahr 2023...................

Georgine
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Georgine » 18.12.2022, 11:40

Hallo alle, die ihr euch in diesem Chatunterpunkt ausgetauscht habt.

Ich bin ja auch unter Acalabrutinib Therapie seit 9 Monaten. Ich bin was Ansteckung angeht, ein äußerst vorsichtiger Mensch. Komme mir oft vor wie ein Alien in Läden. Restaurants besuchen wir nur in der Draußensaison. Arbeit nur mit Maske, ich komme dort den Menschen sehr nahe. Keine Ahnung ob meine Zusatzstrategien nur der Einbildung helfen oder in heiklen Situationen doch etwas bewirken. Ich versuche meine Nasenschleimhäute mit Olivenöl befeuchtet zu halten, an trockenen Schleimhäuten haben Viren die größere Chance. Ich nutze Algovir oder jetzt neu VirX aus der Apotheke wenn meine Söhne zu Besuch kommen, die oft auch innen bei mir Maske tragen, jetzt in dieser Zeit. Ich gurgle nach heiklen Situationen mit Betaisodona Mundlösung. Und ich verwende Propolis Tinktur manchmal zur Vorbeugung. Bis jetzt ging alles gut.

Was die Vaskulitis anbelangt, ich hatte das vor Therapiebeginn. Bei langen Wanderungen, besonders wenn es draußen sehr warm war, bekam ich üble Flecken an den Unterschenkeln. Sie juckten heftig und brauchten viele Tage bis sie weg waren. Cortison topisch hat den Verlauf beschleunigt. Keiner wusste warum. Seit der Therapie ist das weg und ich laufe sehr viel. Also wohl Cll relevant.

Ich wünsche euch allen friedliche Feiertage, ein Durchschnaufen und danke für diesen qualifizierten Austausch.

Georgine

ChatNoir
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von ChatNoir » 10.12.2022, 15:20

Hallo Hans,

ja, ich habe in einem deiner früheren Beiträge gelesen, dass auch du an SLL erkrankt bist. Hab Dank für deine Warnung! Bei der SLL ist es ja tatsächlich nicht so leicht, die Progression zu beobachten ... es werden wohl jetzt noch ein paar Blutuntersuchungen gemacht und ggf. auch eine Lumbalpunktion, da der Hämatologe nicht über-, aber auch nicht untertherapieren möchte. Ich bin erstmal beruhigt, dass er sich mit Köln bespricht und dann harren wir der Dinge, die da kommen. Sollte die Tumorlast tatsächlich sehr hoch sein, nehmen wir den Kleinen erstmal aus der Kita raus. Da müssen wir uns einfach flexibel zeigen ...

Wie geht es dir denn jetzt? Du steckst ja noch mitten in der Therapie oder?

Ich bin sehr froh darüber, dieses Forum gefunden zu haben. Man fühlt sich ernstgenommen und sofort willkommen, auch wenn man keine direkt betroffene Person ist. Das ist in Foren ja nicht immer der Fall und dafür möchte ich euch danken.

Ich wünsche euch allen einen besinnlichen dritten Advent,
ChatNoir

Hans56

Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Hans56 » 09.12.2022, 17:18

Hallo Chatnoir
Ich melde mich noch einmal kurz da ich auch eine
SLL/CLL habe.
Ich hatte ca 1,5 Jahre vor Therapiebeginn rote
Hautinfiltrate,sogenannte Papeln auf dem Kopf.
Ca 1cm Halbkugeln,hat nicht schön ausgesehen.
Es wurde Probe genommen und einwandfrei als
CLL Infiltration identifiziert.
Der Arzt wollte damals auch sofort mit der Therapie
beginnen aber ich wollte nicht und das Zeug ist dann
tatsächlich von alleine verschwunden.
Aber und darum schreibe ich hauptsächlich,
seid vorsichtig mit zu langen warten bis Therapie Begin.
Bei SLL ist und so war es bei mir eine sehr hohe
Tumormasse in den vielen und teils großen Lymphknoten
vorhanden.
Und da können die ersten Obi Infusionen wüten.
Das Ergebnis kann TLS sein und das kann sehr unangenehm
werden.
Passt auf Euch auf
Viele Grüße
Hans56

ChatNoir
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von ChatNoir » 06.12.2022, 13:55

Hallo Hans, hallo Schaefi,

habt vielen Dank für eure Nachrichten. Die Therapie wurde nun erstmal auf den Januar verlegt. Das ist ganz gut, denn so haben wir etwas mehr Spielraum, zu entscheiden, wie wir mit unserem Sohn verfahren werden.
Der Hämatologe meines Partners will sich nun mit der Uniklinik Köln beraten. Bei meinem Partner ist alles etwas ungewöhnlich, da er eine SLL hat, d.h. an den Blutwerten selbst erkennt man keine Besserung oder Verschlimmerung der Erkrankung. Seine Lymphknoten waren auch die letzten Jahre gleichbleibend und eigentlich hat man jetzt "nur" aufgrund der Vaskulitis Alarm geschlagen. Zudem ist in der Niere etwas gefunden worden, das wohl behandlungsbedürftig ist, aber da wir die Ergebnisse leider noch nicht haben, kann ich nicht mehr dazu sagen. Jetzt wird wohl nochmals das Blut untersucht, ob es nicht doch etwas anderes ist. Ich weiß es auch nicht ...

Naja, alles ganz schön aufregend ... aber es macht zumindest Hoffnung, dass die Behandlung gut wirksam sein soll. Ich wünsche euch noch eine besinnliche Weihnachtszeit und melde mich nochmals, wenn ich Genaueres weiß.

Herzliche Grüße
ChatNoir

Schaefi
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Schaefi » 05.12.2022, 18:38

Hallo ChatNoir,

meinem Partner geht es dank Therapie wieder sehr gut, alle Werte auf normal. Der Start mit Obi war ein harter Ritt, aber es hat sich alles im zweiten Monat gut eingependelt und auch venetoclax war dann kein Problem. Irgendwo hier im Forum habe ich auch in einem Thread dazu mehrmals gepostet, musst mal suchen.

Eine Möglichkeit ist für euch vielleicht noch, den Therapiestart aufs Frühjahr zu schieben. Aber nur, wenn es medizinisch verantwortbar ist. Bei meinem Partner war es so, er konnte ein Jahr schieben, da sich die Werte zwischenzeitlich doch etwas erholt hatten. Vorteil war dann die Therapie V+O machen zu können, die zwischenzeitlich zugelassen wurde und nicht mehr Chemo.
Obi ist übrigens eine Generation neuer als Rituximab, gehört aber zur gleichen Antikörperklasse. Wirkt wohl noch etwas besser, soweit ich das als Laie beurteilen kann.
Und noch was, man kann immer eine Zweitmeinung einholen. Viele machen das in Köln bei der Uniklinik.

Viele Grüße

Hans56

Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Hans56 » 05.12.2022, 13:30

Hallo Chatnoir
Habe Deine Nachricht leider erst jetzt gelesen
Erst mal V/O ist für Erstlinie und nicht TP53 in
Ordnung.
Ein dicker Punkt meiner laufenden Therapie ist
das,sagen wir mal,Risikomanagement.
Zu Beginn mit Obi,aber auch später,werden die
Lymphozyten und Neutrophielen in den Keller gehen.
D.h.,das Immunsystem ist angeschlagen,ich musste ja
gleich ins Krankenhaus auf Isolierstation mit Neutros bei
600 und kaum mehr Lymphozyten.
Meine beiden Töchter,die ausgezogen sind,aber immer noch
viel nach Hause kommen mussten dann immer mit Maske
kommen und waren geimpft,ebenfalls ihre Boyfriends.
Soziale Kontakte waren ansonsten auf das nötigste
reduziert
Auch meine Frau ging nur mit Maske in geschlossene
Räume raus.
Ich hatte das Glück komplett in Homeoffice zu bleiben und
meine Therapie ging in den Sommer rein.
Ich würde das Kind aus der Kita holen,das ist alles kein Spaß.
Jetzt nach 6 Monaten V und gute 2 Monate nach letzten Obi
sind meine Neutros auf 4500 hoch !!! und alle anderen Werte
auch sehr gut,aber vorher war das alles sehr shaky.
Jetzt gehe ich nochmals zur Corona Impfung und
dann ist aus mit den Maßnahmen.
Vor Therapie natürlich noch alle möglichen Impfungen
Das gute ist diese Therapie wirkt sehr gut.
Passt auf euch auf und
Viel Glück
Hans56

ChatNoir
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von ChatNoir » 05.12.2022, 12:35

Hallo Schaefi, hallo Joanna,

vielen herzlichen Dank für eure schnellen Antworten. Mittlerweile hat sich alles nochmals verändert und man will jetzt therapieren mit Obinutuzumab und Venetoclax, aber inwiefern das einen Unterschied macht zu Rituximab, konnte man uns bislang noch nicht sagen. Derzeit ist es sehr schwer, ein Gespräch mit den Ärzten zu erhalten.
Im Moment haben wir ein krankes Kind zu Hause, ob es die Grippe ist, die in der Kita umgeht, wissen wir nicht und eigentlich soll mein Partner nächste Woche ins Krankenhaus, um mit der Therapie zu beginnen. Weiß nicht, ob das gerade jetzt eine so gute Idee ist... Der Zeitpunkt für das Einsetzen mit der Therapie ist wirklich nicht gut, da die Infekte derzeit ja scheinbar deutlich mehr als sonst sind. Aber, ... es hilft ja nix...

Wenn es tatsächlich so wäre, dass das Immunsystem zu Beginn der Therapie mehr leidet, könnte man das Kind natürlich nochmals für ein paar Monate aus der Kita rauslassen, bis sich der gesundheitliche Zustand meines Partners erholt hat. Naja, wir hoffen, dass wir noch mit einem Arzt sprechen können - ich wäre ja ohnehin für eine Zweitmeinung, aber mein Partner hat Skrupel dem derzeit behandelnden Arzt gegenüber.

Geimpft ist er jetzt gegen alles, was nötig ist, aber vielen lieben Dank für den Hinweis, Schaefi! Wie geht es deinem Mann denn jetzt nach der Behandlung? Kann man nach Beenden der Therapie für einen gewissen Zeitraum aufatmen?

Liebe Grüße und haltet euch gesund
ChatNoir

Schaefi
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Schaefi » 05.12.2022, 09:11

Liebe ChatNoir, leider habe ich keinen heißen Tipp, denn zu Therapiebeginn meines Partners waren unsere Kinder immerhin schon in der Grundschule und es war eh Lookdown und danach noch mindestens ein halbes Jahr Maskenpflicht für alle in der Schule...
Aber ich verstehe eure Situation, wenn es in der Kita gut klappt, dann ist das ein Segen für Kind und Familie. Leider ist es aber in den ersten Jahren so, daß die allermeisten Kleinen wirklich jeden Infekt mitnehmen und nicht nur Corona ist da ein Problem. Und selbst gesunde Eltern stecken sich bei ihren Kindern an, sehe ich gerade wieder bei Kollegen mit kleinen Kindern. Vielleicht könnt ihr mit der Kitaleitung und den anderen Eltern der Gruppe sprechen und auf eure Situation aufmerksam machen und um das Zuhauselassen kranker Kinder bitten? An sich dürfen die Kinder ja auch nicht krank in die Kita. Aus Erfahrung weiß ich aber auch, dass viele selbst mit Fieber gebracht werden...

Außerdem kommt es natürlich auf die Therapie an, aber Antikörper und Venetoclax ziehen das Immunsystem zumindest am Anfang stark in Mitleidenschaft. Ggf. können aber auch Immunglobuline substituiert werden. Und natürlich impfen vor Therapiebeginn, auch Grippe.

Alles Gute euch!

Joanna
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Joanna » 04.12.2022, 22:55

Hallo Hans56 und hallo ChatNoir,

Hans, entschuldige, jetzt habe ich nochmal gesehen, dass du ja auch eine Frage in die Runde gestellt hattest, in Bezug auf Verhalten bei Immunschwäche. Und ChatNoir, herzlich willkommen hier im Forum.
Ich bin in der Beziehung ohne Kinder in einer einfacheren Situation, und passe tatsächlich sehr auf, d.h. auf der Arbeit trage ich Maske und Freunde treffe ich nur draußen oder eben drinnen auch mit Maske. Ich gehe auch ins Kino oder so, aber dann mit FFP-3 Maske (3M Aura 9330) Mein Mann verhält sich genauso vorsichtig.
Andererseits hat meine Ärztin mal gesagt, dass sie inzwischen z.B. der Covid-Erkrankung schon länger nicht mehr mit leeren Händen gegenüberstehen. Sie hatte jetzt schon mehrere Personen, die unter der CLL-Behandlung Covid bekommen haben und es ohne Krankenhausaufenthalt überstanden haben und hier im Forum habe ich das auch schon mitbekommen. Bei anderen Infektionen würde man wohl relativ schnell ein Antibiotikum einsetzen, denke ich.
Ich glaube, ich würde das auch noch einmal mit dem Arzt besprechen, evtl. auch das Thema Impfen, Pneumokokken und so? Habt ihr wahrscheinlich schon.
Im ersten halben Jahr wird das Venetoclax eingeschlichen und das Rituximab per Infusion gegeben, das ist vermutlich die kritischste Zeit. Überhaupt dachte ich, dass man in der Erstlinie Venetoclax und Obinutuzumab gibt. Oder inzwischen Venetoclax und Ibrutinib. Aber ich weiß nicht, ob das in Bezug auf die Immunschwächung einen Unterschied macht.
Man kann ja so ein kleines Kind nicht von anderen Kindern isolieren. Vielleicht gibt es wirklich noch andere hier im Forum, die da Erfahrung haben.
Ansonsten gurgel ich, wenn ich Bedenken habe, dass eine Situation kritisch war, mit Linola Sept Antiviraler Mund- und Rachenspülung aus der Apotheke. Vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit, das zu Hause öfter zu tun.

Es ist gut, dass dein Mann erst jetzt mit der Behandlung beginnen muss. Die neuen Medikamente scheinen doch meist gut zu wirken. Alles Gute für euch.

Und auch für dich Hans, hoffentlich haben sich deine Blutwerte gut entwickelt. Mir fällt es auch immer noch schwer, die richtig zu interpretieren, ich gucke dann in den Tabellen, was ist zu hoch, was zu niedrig, aber so richtig eine Interpretation traue ich mir nicht zu.

Und liebe Grüße an alle anderen. Kommt gut durch den Winter.

Joanna

ChatNoir
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von ChatNoir » 02.12.2022, 14:39

Hallo liebe Betroffene,

ich habe euren Thread aufmerksam verfolgt und hoffe, dass es euch gut geht. In meiner Antwort geht es nicht um mich, sondern um meinen Partner und ich würde mich freuen, wenn einige von euch die Zeit finden, mir kurz zu antworten. Sollte mein Beitrag hier nicht richtig sein, öffne ich auch gerne einen neuen Thread, aber irgendwo habe ich mich hier beim Lesen gleich wiedergefunden, weshalb ich es einmal probiere.
Bei meinem Partner wurde 2017 im Alter von 44 eine CLL bzw. SLL diagnostiziert und er ist seitdem im Watch and Wait und die CLL / SLL erfuhr keine Progression. Ab März hingegen stellten wir seltsame Hautveränderungen an den Füßen fest, die die Hautärzte jedoch als harmlos abtaten. Als er sie dann im August seinem Hämatologen zeigte, ginge die Diagnosesuche los ... zunächst ging man von einer kutanen Vaskulitis aus und behandelte mit Cortison. Doch schon zwei Wochen später wollte der Rheumatologe eine Nierenpunktion vornehmen und stellte just auch eine Nierenbeteiligung fest. Nun soll schnellstmöglich mit Rituximab und Venetoclax behandelt werden, da man davon ausgeht, dass die Vaskulitis der Niere CLL-bedingt sei.
Mein Problem ist unser zweieinhalbjähriger Sohn, der gerade erst vor 6 Monaten in die Kita eingegliedert wurde. Der Hämatologe meinte, dass man nach Beginn der Therapie möglichst aufpassen sollte, keine Infekte zu bekommen. Mit diesem allgemeinen Satz kann ich leider nicht so sehr viel anfangen und wäre um eure Erfahrungen dankbar. Müssen wir uns große Sorgen machen und sollten wir zum Schutz des Vaters, das Kind für diesen Zeitraum (12 Monate!) wieder zu Hause lassen und von der KiTa abmelden? Es ist ja unrealistisch, dass man zu Hause ständig mit Maske herumläuft, dann hat man ja gar kein normales Familienleben mehr. Selbstverständlich werden wir private soziale Kontakte meiden und beruflich Maske tragen, aber andererseits kommen natürlich nun sämtliche Infekte aus der Kita nach Hause ...
Wie seht ihr das als Betroffene? Hast du da mittlerweile einen guten Weg gefunden, Hans?

Lieben Gruß ChatNoir

Hans56

Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Hans56 » 07.11.2022, 17:12

Habe in meinem letzten Beitrag einen Fehler
reinbekommen.
Es sind natürlich die Lymphos die von 2,1 auf 2,3
gestiegen sind
Die MDX,ich glaube das sind irgendwelche
Fresszellen,sind bei 600.
Viele Grüße
Hans56

Hans56

Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Hans56 » 07.11.2022, 16:54

Hallo Joanna und auch alle Interessierten
Vielen Dank für Deine Tipps
Habe inzwischen Flohsamen und Brottrunk besorgt und
Seit ein paar Tagen schon genossen wobei letzteres schon
Recht gewöhnungsbedürftig ist,aber ich glaube es hilft.
War jetzt 3 Wochen nach letzten Bluttest wieder beim Testen
Also 4 Wochen nach letzten Obi und die Werte sind wieder
Runter:
Neutros von 3400 auf 1900
Hab von 14,3 auf 13,5
Thrombos sind von 200T auf 250T hoch
Leucos von 2,1 auf 2,3 hoch.
Das ist für mich alles schwer zu interpretieren.
Ich habe gehofft nach letzten Obi geht alles in die
Richtige Richtung.
Igs waren alle in Ordnung.
.
Bin jetzt aber recht verunsichert bezüglich Corona wie
Ich mich verhalten soll.
Wie soll man umgehen mit Besuchern in der Wohnung
mit/ ohne Maske
Oder Restaurant,Kino?
Ich weiß echt nicht mehr wie ich mich verhalten soll.
Wie geht Ihr damit um?
Würde mich sehr über Eure Meinung freuen.
In diesem Sinne
Beste Grüße an alle Leidensgenossen und Inteessierte
Hans56

Joanna
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Re: Entscheidung Zweitlinie:Ibrutinib oder Venetoclax/Rituximab

Beitrag von Joanna » 23.10.2022, 21:25

Hallo Hans56,

Das klingt ja jetzt nach einer wirklich guten Entwicklung, das freut mich.
Mir ist der Unterschied zwischen Obi und Rituximab gar nicht so klar. Wirken tut ja offenbar beides.

Nochmal zum Bauchgrummeln:
Da hilft mir weiterhin sehr gut:
150ml Brottrunk
1 Essl. Flohsamenschalen
1 Teel. Akazienfasern

Alles Gute für dich weiterhin, Hans und danke für die Infos,

Joanna

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