Corona Impfung

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Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 19.04.2021, 19:02

Hallo Delphina,
ich nehme an dass du Auto fährst. Nehmen wir an , ein weißes Auto gleich weiße Zellen – B - Zellen . Es gibt rote Autos gleich rote Blutzellen und es gibt graue Autos gleich Thrombozyten ( Blutplättchen).
Stell die vor der Kreisverkehr wäre ein Blutkreislauf . Die roten Autos fahren in den Kreisverkehr ( rote Blutzellen ) und nehmen eine Ausfahrt. Die grauen Autos fahren in den Kreisverkehr ( Blutplättchen ) und nehmen auch eine Ausfahrt.
Die weißen Autos fahren in den Kreisverkehr ( B- Zellen ) und nehmen keine Ausfahrt und fahren im Kreisverkehr rund und es können daher immer weniger rote – und graue Autos in den Kreisverkehr einfahren , weil weiße Autos den Kreisverkehr zustellen.
Diese weißen Autos ( B- Zellen ) nehmen immer mehr Platz im Kreisverkehr ( Blutkreislauf ) in Anspruch und haben keine Funktion und verdrängen rote Blutzellen und Blutplättchen mit normaler Funktion, die immer weniger werden im Blutkreislauf und dann entsteht zwangsläufig bei zu niedrigen Blutplättchen
und roten Blutzellen Handlungsbedarf. Ich hoffe das hilft dir weiter .

Gruß Alan

Audrey1
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Audrey1 » 19.04.2021, 14:28

Bzgl. Zeitlicher Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung (Biontech):

Es kann sich lohnen, beim Ersttermin im Impfzentrum den Arzt darauf anzusprechen, dass bei Cll ein kürzerer Abstand zur 2. Impfung Sinn macht und gewünscht wird.
Mein Mann hatte ursprünglich über die Online-Anmeldung seinen 2. Termin nach sechs Wochen zugewiesen bekommen. Er hat den Arzt dann aber direkt in der Impfkabine darauf angesprochen und prompt veranlasste dieser einen neuen, vorgezogenen Termin jetzt nach vier Wochen.
Das klappte sofort, hätte ich gar nicht gedacht!
Ich würde an eurer Stelle (wen es betrifft) auch einfach vor Ort den Arzt ansprechen; man hat ja nichts zu verlieren, sondern gewinnt ggf. etwas mehr Schutz was ja auch Sinn der Impfung sein sollte.

VG,
Audrey

Peter3012
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Peter3012 » 18.04.2021, 23:50

Hallo Delphina,

bei einer CLL (= B-Zellen-CLL) sind die CLL-Klone (also die B-Zellen, die Krebszellen sind) sehr stark erhöht.
Es existieren aber meist auch noch normale B-Zellen in normaler oder fast normaler Anzahl. Durch notwendige Behandlungen, vor allem solche mit CD20-Antikörpern werden aber auch die normalen B-Zellen (die für die Antikörperbildung zuständig sind) äußerst stark reduziert. Bis zu einem Jahr nach der Behandlung sind daher meist kaum normale B-Zellen mehr vorhanden.
Alan hat geschrieben: Wir sollten zudem die Pharmaindustrie nicht schwächen, dies könnte schwerwiegende Folgen für uns haben.
Hallo Alan,
das sehe ich genauso. Es müssen unbedingt wirksame Medikamente gegen Covid erforscht werden.
Da meine CLL-Zellen absolut kein CD20 mehr aufweisen(da habe ich bisher niemanden ausmachen können, bei dem es auch so ist) und sehr viel ROR1, bin ich stark an einer hoffentlich bald erfolgreichen Zulassung von Cirmtuzumab oder einem ähnlichen ROR1-Antikörper interessiert. Du scheinst dich diesbezüglich ja relativ gut auszukennen. Mich würde interessieren in welchem Zeitfenster deiner Meinung nach mit einer Zulassung gerechnet werden kann.

Gruß
Peter

Delphina
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Delphina » 18.04.2021, 16:05

Hallo alle miteinander,

Frage "B-Zellen-Cll" --> Bei einer "B-Zellen-Cll" sind die B-Zellen erniedrigt oder erhöht?

Gruß
Delphina

Audrey1
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Audrey1 » 17.04.2021, 22:00

Danke Peter, für die Infos und Übersetzung!
So etwas hatte ich mir schon gedacht; man weiß ja, dass z. B. die Ansprache auf Pneumokokken-Impfungen bei Cllern auch viel geringer ausfällt. Impfungen sind ohnehin selten eine 100%ige Sicherheit, auch wenn das besonders im Wahlkampfjahr eine schöne Illusion ist, die den Menschen gefällt...
Mein Mann und ich sind nun nächste Woche endlich dran, bekommen im Impfzentrum wohl Biontech. Ich darf schon zur Impfung, weil ich mich auch intensiv um meine pflegebedürftige Mutter kümmere, obgleich ich es fachlich gesehen noch viel wichtiger fände meinen Mann zu schützen, aber die Impfverordnung hat ganz klar Leukämien nicht wirklich im Blick, dafür Pflegegradempfänger mit einem orthopädischen Problem (meine Mutter) - Ironie aus!

Was die dritte Impfung betrifft: Ich las gestern, dass Biontech generell ALLEN empfiehlt, sich nach 6-12 Monaten (also bereits nach einem halben Jahr) aufzufrischen und dann jährlich wie bei der Influenza-Impfung. Wie das (in diesem Jahr) gehen soll, lasse ich mal dahingestellt.
Aber man sieht, dass der Hersteller selbst die Wirkdauer anscheinend nicht wirklich hoch einschätzt. Unser Hausarzt bekommt wie gesagt rund 10 Dosen pro Woche, der Hämatologe nur AstraZeneca und im Impfzentrum glaube ich nicht dass man über die Impfabstände verhandeln kann. Es wäre wirklich besser gewesen, die ganze Impflogistik in die Hände der Hausärzte/Fachärzte zu legen und diese dann individuellen Handlungsspielraum je nach Patient zu geben.

An unserem Pandemie-Alltag wird der Status "geimpft" aber nicht viel ändern, wir gehen beide kein Risiko ein das sich vermeiden lässt und stellen uns eher darauf ein, uns noch für einige Jahre in diesem "neuen" Alltag einzurichten, dann mit den gut 20% mehr Schutz als vorher im Kopf, ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, wenn ich lese, dass heute z. B. noch eine neue Mutante (ein Abkömmling der britischen) in Deutschland aufgetaucht ist.
Das wird glaube ich noch Jahre so weitergehen mit Covid-19 wenn man die globale Mobilität bedenkt.
Man kann sich nur irgendwie individuell einen neuen Alltag einrichten, der einen weitestgehend schützt bzw. vom Umfeld mitgetragen wird.

silvester
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Re: Corona Impfung

Beitrag von silvester » 17.04.2021, 21:32

Hallo zusammen,
habe gerade das von Peter angesprochene Preprint zur Impfwirkung gelesen. Das ist in der Tat nicht besonders ermutigend, auch wenn Antikörper nur ein Teil der Immun- bzw. Impfreaktion sind. Aber auch die T-Zellen und andere immunrelevante Faktoren sollen bei uns CLLern ja oft nicht so besonders gut funktionieren.
Was mir durch den Kopf geht: Hat einer von Euch schon einmal mit seinem Arzt über die Möglichkeit einer dritten Impfung gesprochen? Generell geht man nach den aktuellen Fachdiskussionen davon aus, dass wiederholte Impfungen auch unabhängig von Mutationen auch bei Immungesunden erforderlich sein werden. Bei uns könnte dieser Zeitpunkt sehr schnell kommen.
Viele Grüße
Silvester

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 17.04.2021, 15:59

Hallo Peter ,
bei Cll – Pat. wurden nach Biontech- Pfizer - Impfungen bei 23 % der Pat. Antikörper nachgewiesen. Ob dies eine gute Anzahl ist oder nicht und wie sicher die Antikörper - Tests sind weiß man vielleicht in einigen Monaten. Wenn Antikörper hergestellt werden , dann gegen den Kern des Virus ( N- Protein ) und gegen das Spike - Protein ( S-Protein ) . Antikörpertests suchen nach einem oder anderem Antikörpertyp , daher ist es notwendig den richtigen Test zu haben. Spike - Protein – Antikörper sind jedoch entscheidend um zu verhindern, dass das Virus in die Zellen eindringt. Eine frühe britische Studie zeigte, das nur 13 % der Blutkrebspatienten einschließlich CLL eine Reaktion auf die Impfstoffe produzierten. Der Durchschnitt ist aber nicht die Botschaft für den einzelnen Cll – Pat.
Es gibt Antikörpertests ( Quantitative ) bedeutet, dass die Anzahl der Antikörper gemessen werden können pro ml und nicht nur ob sie vorhanden sind oder nicht.
Wenn bei Cll – Pat. Antikörper gemessen werden, beinhaltet dies nicht die Anzahl der T – Zellen und das gesamte geschwächte Immunsystem und sagt noch nicht aus , ob wir den gleichen Schutz erhalten gegen Covid 19 , wie immunkompetente Personen.
Zudem gab es Tests , die sich als falsch positiv oder falsch negativ herausstellten. Wir wissen nicht mit Sicherheit, dass das Immunsystem bei CLL – Pat. auch bei Gegenwart von Antikörpern das Virus sicher abwehren kann und immunkompetente Personen sollen voraussichtlich ein Jahr nach der Impfung eine Auffrischung erhalten , wo stehen wir da als CLL – Pat. ?
Wir sollten zudem die Pharmaindustrie nicht schwächen, dies könnte schwerwiegende Folgen für uns haben.
Gruß Alan

Peter3012
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Peter3012 » 17.04.2021, 12:49

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich hatte eine Studie gefunden, nach der nur 23% der allerdings sehr kleinen untersuchten Gruppe von CLL-Patienten (70% darunter noch im Watch and Wait), ein Ansprechen auf mRNA-Impfungen gegen Corona zeigten:

Suboptimal response to COVID-19 mRNA vaccines in hematologic malignancies patients (nih.gov)
hier der zugehörige Link:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8043479/

mittlerweile wurde auch eine größere Studie veröffentlicht, die sich mit der Wirkung von Corona-Impfungen bei CLL-Patienten befasst.
Ich stelle hier einmal die Google-Übersetzung der Zusammenfassung hinein.

FORSCHUNGSARTIKEL| 16. APRIL 2021
Wirksamkeit des IMPFSTOFFs BNT162b2 mRNA COVID-19 bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie
Klinische Studien & Beobachtungen

Wichtige Punkte
• Die Antikörperansprechung auf den IMPFSTOFF BNT162b2 mRNA COVID19 bei CLL-Patienten mit Erkrankungen und Behandlungen ist stark beeinträchtigt und von Krankheitsaktivität und -behandlung beeinflusst.
• Bei Patienten, die entweder mit Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren oder Venetoclax-± Anti-CD20-Antikörper behandelt wurden, sind die Reaktionen relativ gering.
Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) haben ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Krankheit und Mortalität. Ziel dieser Studie (NCT04746092) war es, die Wirksamkeit des COVID-19-Impfstoffs bei Patienten mit CLL zu bestimmen. Wir haben humorale Immunantworten auf den IMPFSTOFF BNT162b2 mRNA COVID-19 bei Patienten mit CLL bewertet und die Reaktionen mit denen verglichen, die bei altersgerechten gesunden Kontrollen erzielt wurden. Die Patienten erhielten zwei Impfstoffdosen im Abstand von 21 Tagen, und Antikörpertiter wurden mit Elecsys® Anti-SARS-CoV-2S-Assay nach Verabreichung der zweiten Dosis gemessen. Bei insgesamt 167 Patienten mit CLL betrug die Antikörper-Ansprechrate 39,5%. Ein Vergleich zwischen 52 Patienten mit CLL und 52 geschlechts- und altersgerechten gesunden Kontrollen ergab eine signifikant reduzierte Ansprechrate bei Patienten (52% vs. 100%; bereinigtes Quotenverhältnis=0,010, 95% CI 0,001-0,162; p<0,001). Die Ansprechrate war bei Patienten, die nach der Behandlung eine klinische Remission erhielten (79,2 %), am höchsten, gefolgt von 55,2 % bei der Behandlungsnaivität und 16 % nur bei Patienten, die zum Zeitpunkt der Impfung behandelt wurden. Bei Patienten, die entweder mit BTK-Hemmern oder Venetoclax-± Anti-CD20-Antikörpern behandelt wurden, waren die Ansprechraten erheblich niedrig (16,0 % bzw. 13,6 %). Keiner der Patienten, die Anti-CD20-Antikörpern ausgesetzt waren <12 Monate vor der Impfung, antwortete. In einer multivariaten Analyse waren die unabhängigen Prädiktoren der Reaktion jüngeres Alter, Frauen, Mangel an derzeit aktiver Behandlung, IgG-Spiegel ≥550 mg/dL und IgM-Spiegel ≥40mg/dL. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das antikörpervermittelte Ansprechen auf den IMPFSTOFF BNT162b2 mRNA COVID-19 bei Patienten mit CLL deutlich beeinträchtigt und durch Krankheitsaktivität und -behandlung beeinträchtigt ist.

Efficacy of the BNT162b2 mRNA COVID-19 Vaccine in Patients with Chronic Lymphocytic Leukemia | Blood | American Society of Hematology (ashpublications.org)

Wenn man die gesamte Studie liest, muss man feststellen, dass bei den CLL-Patienten, die überhaupt auf die Impfung ansprachen, die Antikörpertiter signifikant niedriger lagen als bei der gesunden Kontrollgruppe.

Die Studie wurde natürlich mit den ursprünglichen Impfabständen von drei Wochen durchgeführt. Die Verlängerung der Impfabstände durch die Stiko auf sechs Wochen dürfte die geringen Chancen auf Wirksamkeit der Impfung auch bei CLL-Patienten noch weiter schmälern. Die Stiko ist für Anfragen von Normalbürgern allerdings nicht mehr erreichbar.

Fazit: Wir müssen also auch nach einer Impfung extrem vorsichtig sein.

Gruß
Peter

Schaefi
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Schaefi » 12.04.2021, 10:07

Guten Morgen in die Runde,

ich wollte nur kurz berichten, dass die Behandlerin meines Partners in ihrer Impfempfehlung umgeschwenkt ist. Zuerst hieß es ja, erst nach der letzten Obi-Infusion solle geimpft werden. Jetzt: So schnell wie möglich. Hintergrund ist wohl, dass nach Rücksprache mit Infektiologen diese meinen, dass man probieren sollte so schnell wie möglich zumindest einen geringen Schutz zu erreichen und diesbezüglich keine Zeit verloren werden sollte.
Über den Hausarzt bekommt mein Partner deswegen diese Woche den ersten Teil der Impfung mit Biontec.
Wir sehen es so, dass es in seiner Lage eigentlich egal ist, ob er jetzt (vor seiner letzten Obi-Infusion) erstmals geimpft wird und schlimmstenfalls die Impfung keinen Schutz aufbaut, oder er eben keinen Schutz durch keine Impfung hat. Der zweite Stoß ist dann eh nach der letzten Obi-Infusion dran. Ggf. muss später eine Drittimpfung in Betracht gezogen werden. Unabhängig davon gilt weiterhin, sich bestmöglich vor Corona zu schützen. Für uns ist das mit zwei Grundschülern leider nicht so einfach ...

Alan
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 03.04.2021, 19:34

Hallo Thomas,
das Thema Impfung, Impftiter Bestimmung sowie die Reaktion des humoralen Immunsystems ( B- Zellen ) und Antikörper, sowie des zellulären Immunsystems ( T- Zellen ) und Immunologisches Gedächtnis ist enorm komplex.
Kurz gesagt, muss die Titerbestimmung je nach Impfung über Sinn und wenig Sinn unterscheiden. Bei Pneumokokken gibt es mehr als 90 verschiedene Serotypen , die auch die Wirksamkeit der Impfung massiv beeinflusst, dies ist auch ein Teil des Problems bei der Antikörperbestimmung. Damit kommt der Bestimmung dieser Antikörper in der Praxis eine sehr geringe Bedeutung zu. ( wenig Sinn ) wogegen z.B. bei Tetanus Impfung die Antikörper Bestimmung Sinn macht. Klar ist, das wir nicht bei jeder Impfung die Frage der Immunität über eine Antikörper Bestimmung sicher klären können. Darüber hinaus , ist jede Immunität nur eine statistische Aussage und somit relativ, ob sie im Einzelfall schützt oder nicht ,hängt auch von vielen Titer unabhängigen Faktoren ab.


Bei einer Pneumokokken Impfung muss unterschieden werden, ob Personen Immungeschwächt oder Immunkompetent sind und das Alter bestimmt mit, die jeweiligen Impfempfehlungen.
Grundsätzlich soll bei Erstimpfung PCV 13 zuerst geimpft werden gefolgt von PPSV 23 . Eine Impfung zur Vorbeugung von Hepatitis ergab ein Ansprechen bei CLL von 28 % und beim Gürtelrose Impfstoff Shingrix 60 % was man darauf zurück führt , das CLL – Pat. in Kindesalter gegen Windpocken geimpft wurden . ( T – Zell Gedächtnis )
Reaktion ) Die IgG Substitution bleibt für mich spekulativ, ich halte mich bei der Pneumokokken Impfung an aktuelle Empfehlungen.
PPSV 23 war am 12.2013 und PCV13 war am 12.2019. Covid 19 Erstimpfung am 02.04.2021 mit Biontech – Pfizer, habe bis jetzt keine Probleme .

Das US-amerikanische CDC ACIP (Center for Disease Control - Beratender Ausschuss für Immunisierungspraktiken) bietet spezifische Impfempfehlungen für Menschen mit Blutkrebs und immungeschwächten Erkrankungen *.
* Hier ist der spezifische Wortlaut für CLL-Patienten für Lungenentzündungsimpfstoffe, die sich von Erwachsenen mit normaler Immunfunktion unterscheiden: „ Alter 19 Jahre oder älter mit immungeschwächten Zuständen (angeborener oder erworbener Immundefekt [einschließlich B- und T-Lymphozytenmangel],… .. Leukämie, Lymphom, Hodgkin-Krankheit,….): 1 Dosis PCV13, gefolgt von 1 Dosis PPSV23 mindestens 8 Wochen später, dann eine weitere Dosis PPSV23 mindestens 5 Jahre nach vorherigem PPSV23; Im Alter von 65 Jahren oder älter mindestens 5 Jahre nach dem letzten PPSV23 1 Dosis PPSV23 verabreichen (Hinweis: Nur 1 Dosis PPSV23 wird im Alter von 65 Jahren oder älter empfohlen).
Das alles mag etwas kompliziert erscheinen, aber das Fazit lautet:

Impfstoffe sind wichtig und geeignete Impfungen sollten bald nach der Diagnose verabreicht werden, da sich unsere Immunität normalerweise mit der Zeit nicht bessert.
Keine Lebendimpfstoffe wie MMR oder Gelbfieber oder die alten Zoster-Impfstoffe und andere.
Holen Sie sich die jährliche Grippeimpfung.
Befolgen Sie das Protokoll für die beiden Lungenentzündungsimpfstoffe.
Fragen Sie Ihre Ärzte nach anderen Impfstoffen und bleiben Sie über Ihre Impfungen auf dem Laufenden.

2) ZWEI Lungenentzündungsimpfstoffe - zuerst Prevnar 13 (PCV 13), dann mindestens 2 Monate später - Pneumovax 23 (PPV 23 - auch als PPSV23 bekannt).

Obwohl „The Green Book“ (offizielle britische Quelle für Impfratschläge) eine Pause von mindestens zwei Monaten zwischen diesen Impfungen empfiehlt, ziehen es einige Ärzte vor, länger zu warten.

Prevnar13 wurde erst kürzlich auf die empfohlene Liste für CLL-Patienten gesetzt, und einige Allgemeinmediziner sind sich dessen nicht bewusst, da es früher nur für Säuglinge galt. Wenn Ihnen zum ersten Mal eine Lungenentzündungsimpfung angeboten wird, stellen Sie sicher, dass es sich um Prevnar 13 (PCV13) handelt.

Wenn Sie bereits Pneumovax hatten (ohne Prevnar gehabt zu haben), können Sie immer noch beide Impfungen erhalten, ABER wenn sie in dieser anderen Reihenfolge verabreicht werden, wird eine längere Pause empfohlen, normalerweise 12 Monate zwischen den Impfungen.

Hinweis - Leider sprechen viele CLL-Patienten nur sehr wenig auf Pneumovax 23 (einen Polysaccharid-Impfstoff) an, aber die meisten Menschen sprechen besser auf Prevnar (einen konjugierten Impfstoff) an.

Ich wünsche dir und allen frohe Ostertage
Gruß Alan

Thomas55
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Thomas55 » 02.04.2021, 09:09

Für Tetanus, FSME und Pneumokokken habe ich schon viele viele Jahre keine Auffrischungsimpfung mehr gehabt. Ich lasse immer wieder mal den Imptiter bestimmen und der ist erstaunlicherweise - trotz meines schlechten Immunsystems - immer noch recht gut. Was ich mir überlegt habe ist, ob dies an der IgG - Substitution liegt, die ich schon seit mehr als 20 Jahre erhalte. Alan, hast Du dazu Infos ?
Gruß
Thomas

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Re: Corona Impfung

Beitrag von Alan » 01.04.2021, 18:16

Zur Info!

Gibt es nach Erhalt einer zweiten Impfdosis, gegen Covid 19 , einen Antikörpertest, um nachzuweisen wie die Reaktion auf den Impfstoff war ?.
Der übliche Antikörpertest nach einer Infektion sucht nach Antikörpern gegen das Nucleocapsid - Protein und sollte nicht verwendet werden , da nach der Impfung kein Anstieg zu erwarten ist. Der Anti - Sars - Cov- 2S - Test erkennt spezifische Antikörper gegen Sars - Cov- 2S Protein, die nach der Impfung sichtbar sein können , aber es gibt keine Daten bei CLL - Pat., die darauf hindeuten , dass das Vorhandensein von Antikörpern Schutz bieten oder das Fehlen von Antikörpern keine Immunität bedeutet. Es gibt noch keine Daten , wie die Testergebnisse mit Immunität und Schutz korrelieren und keinen Einfluss haben , wie man sich möglicherweise anders verhalten soll.

Hier ist die Antwort von Dr. Susan Leclair, CLL-Expertenlaborwissenschaftlerin

Die kurze Antwort lautet: Ja, Sie können mehrere Antikörpertests auswählen. Das Problem mit den über 4 Dutzend, die es im Rahmen der EUA-Veröffentlichung gibt, ist, dass einige gut sind, andere in Ordnung sind und andere geradezu schrecklich sind. Der Genauigkeitsbereich liegt zwischen 30 und 90% und ist teilweise abhängig von der Zeitspanne seit der Inokulation.

Ein weiteres Problem ist, dass sich der Titer des Antikörpers im Laufe der Zeit ändert, sodass Sie bei diesem Test nur feststellen können, dass Sie an diesem bestimmten Datum und zu dieser bestimmten Zeit Antikörper hatten. Das menschliche Immunsystem bildet Antikörper im Verhältnis zum Stimulationsgrad. So haben Sie beispielsweise drei Monate nach dem zweiten Schuss möglicherweise keine quantifizierbaren Antikörper, können aber dennoch reagieren.

Gruß Alan

Idur
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Idur » 30.03.2021, 17:16

Hallo Thomas das hatte ich sowieso vor den das ist mindestens so wichtig wie die Impfungen für uns CLL Patienten grüssle Idur

Thomas55
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Re: Corona Impfung

Beitrag von Thomas55 » 30.03.2021, 15:04

Idur hat geschrieben:
30.03.2021, 11:24
bis jetzt habe ich noch keine Nebenwirkungen.
Hallo Idur, wenn möglich, solltest Du in einigen Wochen Deinen Impftiter bestimmen lassen. Einmal durch die Cll und zum anderen durch die laufende Therapie ist ja Dein Immunsystem down und evtl. nicht in der Lage (ausreichend) Antikörper zu bilden.
Gruß Thomas

Hallo Renate,
meine Frau hat problemlos die Impfung bekommen, allerdings holte die Frau an der Registrierung einen Arzt, der schaute sich kurz meinen Arztbrief an und impfte dann.
Gruß Thomas

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Re: Corona Impfung

Beitrag von Idur » 30.03.2021, 11:24

Hallo zusammen habe gestern meine zweite Impfungen mit Moderna bekommen bis jetzt habe ich noch keine Nebenwirkungen. Auch in der Schweiz wird Mindest 1 Person aus dem gleichen Hausstand mit geimpft bei mir meine Frau die bekommt am kommenden Dienstag ihre zweite Impfungen. Grüssle Idur.

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