Seit meiner Diagnose wie gelähmt

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digo
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Re: Seit meiner Diagnose wie gelähmt

Beitrag von digo » 29.01.2019, 11:40

Mein Hausarzt empfiehlt mir eine Kur und will die auch beantragen. Finde ich gut.

Kurzfristig möchte ich von ihm eine Einweisung in eine Fachklinik für Onkologie, Immunologie und Hyperthermie.
Da sieht er das Problem der Kostenübernahme der Krankenkasse. Er stimmt grundsätzlich zu.
Die Klinik ist anerkannt nach §108/§109 SGB-V
Die Kasse sagt, wenn der Arzt das verordnet ist das ok.
Nun brauche ich den Einweisungsschein.

Irgendwer
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Re: Seit meiner Diagnose wie gelähmt

Beitrag von Irgendwer » 27.01.2019, 02:57

digo hat geschrieben:
26.01.2019, 11:32
I
Ständig bin ich gedanklich damit beschäftigt mein Lebensinhalt aufzuräumen. Testament, Bankdaten, Handydaten, Kreditkartendaten.
Im Beruf geht mir nicht mehr viel von der Hand. Ein ganzes Jahr noch bis ich in die passive Altersteilzeit gehe.
Habe auch schon über Suizid für den Fall der Fälle nachgedacht.
Mich macht das alles einfach fertig.

Mach das ruhig, ordne die Dinge, schadet ohnehin nicht. Dann ist es aber "aus dem Kopf".

Denke, die traumatischen Empfindungen macht so oder ähnlich ein fast jeder durch.
Erfahrungsgemäß kann ich sagen, die Todespanik (nenne das mal so) wird mit der Zeit besser, wenn man merkt, es zieht sich doch noch etwas hin. Bei mir jetzt fast 10 Jahre ohne irgendwas an Medikamenten.

Suizidale Gedanken haben sicher auch viele. Ich habe "mir" gesagt, die Lösung kannste immer noch machen, aber jetzt nicht. Und ist halt nicht reversibel.

Pschologe muss jeder selbst entscheiden, habe ich mir erspart, ändert ja auch nichts. Wichtig ist m.E. möglichst viel aktiv zu unternehmen bzw. mitzunehmen solange es noch geht. Du fährst scheinbar gerne Ski, ist doch toll, lass dir den Spaß nicht von ein paar Blutwerten nehmen.

Thomas55
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Re: Seit meiner Diagnose wie gelähmt

Beitrag von Thomas55 » 26.01.2019, 12:16

digo hat geschrieben:
26.01.2019, 11:32
Nun denke ich darüber nach Hilfe in Anspruch zu nehmen. Montag habe ich Termin beim Hausarzt.
Gehe ich zum Psychologen?

Was wird bei einer unbehandelten CLL genehmigt?

Für Erfahrungen und Ratschläge bin ich dankbar.

Dieter
Hallo Dieter,
...gute Idee. Ein Rezept für einen Psychologen gibt es normalerweise problemlos beim Hausarzt. Ich habe vor über 22 Jahren die Diagnose erhalten, musste damals per Notaufnahme in die Klinik und gleich in die Wachstation da meine Thrombos fast weg waren. Die Diagnose war dann Cll im höchsten Stadium, damals mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 24 bis 36 Monaten. Ich habe dann eine Gesprächstherapie bei einem Psychologen gemacht die mir schon geholfen hat diesen Schock zu bearbeiten und zu überlegen wie es weiter gehen könnte. Möglicherweise ist es schwierig einen passenden Psychologen zu finden. Die Psychoonkologen arbeiten ja meist nur mit Patienten die stationär in der Klinik sind. Vielleicht gibt es in Deiner Gegend auch eine Leukämie/Lymphomselbsthilfegruppe, da sind sicher Cller dabei, da es die häufigste Erwachsenenleukämie ist. Schau mal hier findest Du die Gruppen, notfalls bei der DLH selbst anrufen, die sind dort sehr nett und hilfsbereit. : https://www.leukaemie-hilfe.de/startseite.html

Gruß
Thomas

digo
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Seit meiner Diagnose wie gelähmt

Beitrag von digo » 26.01.2019, 11:32

In meinem ersten Beitrag hier hatte ich meine Geschichte erzählt.
Mit der Botschaft dass ich Leukämie CLL habe, hat sich mein Leben sehr verändert. Zu Beginn der Diagnose Ostern 2018 war ich völlig traumatisiert.
Ich habe bis heute ein ziemliches Auf und Ab der Gefühle. Aller beruhigenden Worte meiner Onkologin und meinem Umfeld haben daran nichts geändert. Oft stehen mir die Tränen in den Augen. So kannte ich das nie. Mein Blutdruck spinnt.
Meine Pläne für die Zukunft habe ich auf Eis gelegt. Meine lustige und lockere Art ist mir abhanden gekommen. Viel Dinge gehen an mir vorbei. Ich habe irgendwie mit fast allem abgeschlossen
Ständig bin ich gedanklich damit beschäftigt mein Lebensinhalt aufzuräumen. Testament, Bankdaten, Handydaten, Kreditkartendaten.
Im Beruf geht mir nicht mehr viel von der Hand. Ein ganzes Jahr noch bis ich in die passive Altersteilzeit gehe.
Habe auch schon über Suizid für den Fall der Fälle nachgedacht.
Mich macht das alles einfach fertig.
Nun denke ich darüber nach Hilfe in Anspruch zu nehmen. Montag habe ich Termin beim Hausarzt.
Gehe ich zum Psychologen?
Gibt es eine ambulante, gerne auch stationäre Behandlung?
Psychoonkologie?
Kur?
Was wird bei einer unbehandelten CLL genehmigt?

Wie zieht Ihr euch aus dem Tief heraus?

Für Erfahrungen und Ratschläge bin ich dankbar.

Dieter

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